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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 12. Dezember 2012

EU erhöht humanitäre Hilfe für Sudan und Südsudan um 30 Mio. EUR

In Anbetracht der sich rapide verschlechternden humanitären Lage in Sudan und Südsudan hat die Europäische Kommission ihre humanitäre Hilfe für beide Länder um 30 Mio. EUR aufgestockt. Die Hauptsorge gilt dabei dem wachsenden Zustrom von Flüchtlingen und Vertriebenen aus den vom Konflikt betroffenen sudanesischen Bundesstaaten Südkordofan und Blauer Nil, die vorwiegend in Südsudan und Äthiopien Zuflucht suchen.

„Infolge der gewalttätigen Auseinandersetzungen sind 210 000 Menschen aus der Grenzregion geflohen, weitere 650 000 leben als Binnenvertriebene, und diese Zahlen steigen ständig weiter an. Zudem wurde durch Überschwemmungen und Kriegshandlungen die Ernte vernichtet, so dass sich mehr als die Hälfte der Bevölkerung in einer äußerst prekären Ernährungslage befindet. Wir müssen also schnell reagieren, bevor es zu spät ist, vor allem deshalb, weil die Berichte über die Entwicklung der Lage in Südkordofan und Blauer Nil äußerst beunruhigend sind. Nichts kann als Grund dafür akzeptiert werden, dass der humanitären Hilfe der Zugang zu denen, die sie dringend benötigen, verweigert wird,“ erklärte Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion.

Mehr und mehr Flüchtlinge suchen Zuflucht in den bereits überfüllten Lagern in Südsudan. Sie sind vollständig auf humanitäre Hilfe angewiesen, und mit ihnen steigt die Gefahr, dass Cholera, Malaria oder andere Krankheiten ausbrechen. Fast die Hälfte der südsudanesischen Bevölkerung - 4,7 Millionen Menschen - ist von mangelnder Ernährungssicherheit betroffen.

Im Sudan erweist sich die Bereitstellung von Hilfe wegen der Zugangsbeschränkungen als äußerst schwierig. So werden den Mitarbeitern humanitärer Organisationen in Südkordofan und Blauer Nil Hilfeleistungen für die Hunderttausende von Opfern des Konflikts verwehrt. Nach dem neun Jahre andauernden Konflikt in Darfur sind noch immer 3,5 Mio. Menschen, darunter 1,7 Mio. Binnenvertriebene, auf humanitäre Hilfe angewiesen

Kommissarin Georgieva appellierte erneut an alle Parteien, Hilfeleistungen für die notleidende sudanesische Bevölkerung nicht zu behindern. „Es muss gewährleistet sein, dass neutrale, unparteiische und erfahrene humanitäre Helfer freien Zugang zu den am stärksten gefährdeten Menschen erhalten, um deren Bedarf festzustellen und die für ihr Überleben erforderliche Hilfe zu leisten.“

Mit diesen neuen Mitteln beläuft sich die Soforthilfe, die die Kommission in Sudan und Südsudan dieses Jahr bereitgestellt hat, auf 157 Mio. EUR. Sie dient der Finanzierung dringender lebensrettender Maßnahmen wie der Bereitstellung von Grundnahrungsmitteln und wichtigen Bedarfsgütern, sowie von Unterkünften, medizinischer Versorgung, Schutz, Wasser, Hygieneartíkeln und Sanitäranlagen. Diese Hilfslieferungen sollen den bedürftigsten Bevölkerungsgruppen, einschließlich Flüchtlingen, Rückkehrern und Binnenvertriebenen zugute kommen.

Hintergrund

Die Europäische Kommission finanziert seit Mitte der 1990er Jahre lebensrettende Maßnahmen in Sudan und Südsudan. Ein vor Ort eingesetztes Team humanitärer Experten der Kommission überwacht die Lage, den Bedarf und den Einsatz der EU-Gelder. Die Europäische Kommission arbeitet mit denjenigen humanitären Organisationen zusammen, die am besten für die Bereitstellung der Hilfe in den betreffenden Ländern positioniert sind (UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge, Welternährungsprogramm, Internationales Komitee vom Roten Kreuz und mehrere NRO).

Außerdem hat die EU seit 2012 Sudan und Südsudan mit Entwicklungshilfe in Höhe von 285 Mio. EUR unterstützt. Diese Hilfe dient der Deckung grundlegender Bedürfnisse der am stärksten benachteiligten Menschen in Konfliktgebieten.

Weitere Informationen

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

EU-Kommissarin Georgieva auf Twitter und Facebook:

https://twitter.com/kgeorgievaeu

http://www.facebook.com/KristalinaGeorgieva

Kontakt:

Irina Novakova (+32 2 295 75 17)

David Sharrock (+32 2 296 89 09)


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