Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR BG

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 11. Dezember 2012

Philippinen: Europäische Kommission stellt 3 Mio. EUR als Soforthilfe für die Opfer des Taifuns „Bopha“ bereit

Nach dem verheerenden Taifun „Bopha“, der in der letzten Woche fünf Tage lang über die Philippinen hinweggefegt ist, hat die Kommission heute 3 Mio. EUR als Soforthilfe bereitgestellt, um den großen humanitären Bedarf im Land zu decken. Die Hilfe soll insbesondere den am stärksten betroffenen und bedürftigsten Bevölkerungsgruppen wie Kindern, Familien mit Frauen als Haushaltsvorstand und älteren Menschen zugute kommen.

Die Philippinen gehören zu den am stärksten durch Katastrophen gefährdeten Ländern der Welt und mussten mit „Bopha“ den schwersten Taifun in diesem Jahr verkraften. Trotz der umfangreichen und frühzeitigen Vorbeugungsmaßnahmen, die die Regierung ergriffen hatte, verursachte der Sturm gewaltige Schäden und Verwüstungen. Bislang gehen die Behörden des Landes von über 500 Toten aus, mehr als 800 Menschen werden vermisst. Rund 300 000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen und fast die Hälfte von ihnen lebt noch immer in Notunterkünften.

Der philippinische Staatspräsident Benigno Aquino rief am 7. Dezember den nationalen Notstand aus, denn als die ersten Bewohner zu ihren Häusern zurückkehrten, wurde das ganze Ausmaß der Verwüstungen durch Überschwemmungen, Stromausfälle und Erdrutsche und der Schäden an den zum Teil oder völlig zerstörten Häuser sichtbar. Der Taifun hatte landesweit gravierende Auswirkungen für die Bevölkerung. So haben die vom Fischfang lebenden Küstengemeinden mit ihren Booten und ihrer Infrastruktur auch ihre Existenzgrundlage verloren, im Inland wiederum wurden Korn- und Reisfelder zerstört, so dass mit der nächsten Ernte frühestens in sechs Monaten zu rechnen ist.

„Ich möchte der philippinischen Bevölkerung angesichts der Toten und der Verluste, die aufgrund dieses Taifuns zu beklagen sind, mein tiefempfundenes Mitgefühl aussprechen. Dieser Sturm ist ein weiteres Beispiel für die immer häufiger auftretenden extremen Wettereignisse, gegen die wir uns wappnen und auf die wir reagieren müssen,“ erklärte Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion. „Mit den heute zur Verfügung gestellten Mitteln sollen lebensrettende Maßnahmen zur Deckung des dringendsten Grundbedarfs finanziert werden, u.a. Nahrungsmittel, Wasser und Unterkünfte für Kinder, Schwangere und ältere Menschen, die am meisten auf Unterstützung angewiesen sind. Dabei soll auch von vornherein der Gefahr künftiger Naturkatastrophen und den Bedürfnissen der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen Rechnung getragen werden.“

Die Hilfemaßnahmen werden von internationalen humanitären Partnerorganisationen der Kommission durchgeführt, die bereits vor der Katastrophe im Land tätig waren. Die Kommissarin fügte hinzu: „Die Koordinierung der Hilfe hat derzeit oberste Priorität. Wir müssen gewährleisten, dass die passende Hilfe möglichst rasch die besonders Bedürftigen erreicht.“

Hintergrund

Die Europäische Kommission hat seit 1997 humanitäre Hilfe in Höhe von 33 Mio. EUR für die Philippinen geleistet. Diese EU-Mittel haben auch zur Verbesserung der Vorsorgemaßnahmen in diesem stark katastrophengefährdeten Land beigetragen. Seit 1998 wurden über das Katastrophenvorsorgeprogramm der Kommission (DIPECHO) Projekte im Gesamtwert von 7,7 Mio. EUR finanziert und 2012-2013 sollen in diesem Rahmen weitere 11 Mio. EUR nach Südostasien fließen, u.a. für Projekte in Indonesien, Vietnam, Kambodscha, Laos und Birma/Myanmar.

Weitere Informationen

Die humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

EU-Kommissarin Georgieva auf Twitter und Facebook:

https://twitter.com/kgeorgievaeu

http://www.facebook.com/KristalinaGeorgieva

Kontakt:

Irina Novakova (+32 2 295 75 17)

David Sharrock (+32 2 296 89 09)


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website