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Europäische Kommission & UN-Welternährungsprogramm – Presseerklärung

Verbündete im Kampf gegen die drohende Hungersnot – Europäische Kommission und Welternährungsprogramm stellen 30 Mio. EUR für eine Million gefährdete Kinder in der Sahelzone bereit

Rom, 15. Februar 2012 – Die Europäische Kommission und das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WEP) werden ihre gemeinsamen Maßnahmen im Kampf gegen den Hunger verstärken und eine Vereinbarung über weitere humanitäre Hilfe in Höhe von 30 Mio. EUR für die von der drohenden Hungersnot am stärksten Betroffenen – insbesondere Frauen und Kinder – schließen.

Über das WEP soll Nahrungsmittelhilfe für 8 Millionen Menschen in der gesamten Sahelzone geleistet werden. Mit den nun zusätzlich bereitgestellten Mitteln werden Ernährungsprogramme für eine Million Kinder unter zwei Jahren und eine halbe Million schwangerer und stillender Frauen finanziert, die in den kommenden Monaten von Unterernährung bedroht sind.

In der Sahelzone sind erste Alarmzeichen klar zu erkennen und wir werden alles in unserer Kraft Stehende unternehmen, um die Folgen der Ernteausfälle zu begrenzen und eine weitere große Nahrungsmittelkrise zu verhindern,“ erklärte Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe und Krisenreaktion.

Mit dieser Partnerschaft zwischen der Europäischen Kommission als einem der größten Geber humanitärer Hilfe weltweit und dem WEP als Hauptquelle der Nahrungsmittelsoforthilfe haben wir eine starke Allianz geschmiedet, die es uns bereits in vielen Nahrungsmittelkrisen ermöglicht hat, eine große Zahl notleidender Kinder, Frauen und Männer zu unterstützen.“

Das Zeitfenster, in dem Millionen von Menschen noch vor der drohenden Unterernährung bewahrt werden können, schließt sich dramatisch schnell“, erklärte Josette Sheeran, Exekutiv-Direktorin des WEP. „Die Europäische Kommission stellt dringend benötigte Finanzressourcen bereit, dank derer das WEP rasch handeln kann, um das Leben der Frauen und Kinder zu retten, die durch die Dürre in der Region am stärksten vom Hunger bedroht sind.

Diese Mittel werden dazu beitragen, dass die Nahrungsmittelhilfe in den kommenden Monaten aufgestockt und drohender Unterernährung vorgebeugt wird. Ziel ist es, den befürchteten Auswirkungen der Nahrungsmittelkrise, die nach den der Kommission vorliegenden Angaben mindestens 12 Millionen Menschen in der Sahelzone bedroht, rechtzeitig zu begegnen und diese abzumildern.

Letzte Woche hat die Europäische Kommission ihre Unterstützung zur Bewältigung der Nahrungsmittelkrise in der Sahelzone auf fast 275 Mio. EUR aufgestockt. Im Rahmen des WEP soll Nahrungsmittelhilfe für rund 8 Millionen Menschen in Niger, Tschad, Mali, Senegal, Burkina Faso, Mauretanien und Kamerun geleistet werden. Die immer häufiger auftretenden Dürreperioden in der Region lassen den Gemeinschaften vor Ort kaum Zeit, die Folgen der vorherigen Krisen zu bewältigen. Die Ersparnisse der Familien sind aufgebraucht und der Viehbestand kann sich nicht erholen. Das WEP kauft nun bereits Lebensmittelvorräte und entsendet Hilfeteams in die Region, bevor sich die Lage zuspitzt und die knappen Nahrungsmittel auf den lokalen Märkten nur noch zu hohen Preisen angeboten werden.

Hintergrund

Bislang haben fünf Länder der Sahelzone (Burkina Faso, Mali, Mauretanien, Niger und Tschad) den Notstand ausgerufen und um internationale Hilfe gebeten.

Die Bereitstellung dieser Mittel ist ein weiterer erfolgreicher Schritt, den WEP und Europäische Kommission in ihrer 20jährigen Partnerschaft gemeinsam unternommen haben. Das WEP wurde vor 50 Jahren und ECHO, die Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Kommission, wurde vor 20 Jahren eingerichtet.

2011 hat die Europäische Union humanitäre Hilfe im Wert von mehr als 1 Mrd. EUR über das WEP bereitgestellt, davon wurden 175 Mio. EUR direkt von der Kommission zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen:

www.wfp.org

Kontakt:

David Sharrock (+32 229-68909)

Irina Novakova (+32 229-57517)


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