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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 11. Dezember 2012

Copernicus: Der neue Name für das Europäische Erdbeobachtungsprogramm

„Copernicus“ ist der neue Name für das Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Kommission, das bisher unter der Bezeichnung GMES (Globale Umwelt- und Sicherheitsüberwachung) bekannt war. Der neue Name wurde heute von Antonio Tajani, Vizepräsident der Kommission, im Rat für Wettbewerbsfähigkeit vorgestellt. In einer Welt, in der das Risiko von Naturkatastrophen und anderen Krisen wächst, sollen mit Copernicus der Zustand der Umwelt an Land, auf dem Meer und in der Atmosphäre überwacht und gleichzeitig die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger verbessert werden. Nach einer kürzlich veröffentlichten Studie erweist sich Copernicus aber auch als ein Motor für Wirtschaftswachstum und Beschäftigung, da durch dieses Programm von 2015 - 2030 bis zu 85 000 neue Stellen auf dem Arbeitsmarkt geschaffen werden könnten (siehe IP/12/1304).

Der für Industrie und Unternehmertum zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission, Antonio Tajani, äußerte sich folgendermaßen: „Mit der Namensänderung von GMES zu Copernicus würdigen wir einen großen europäischen Wissenschaftler und Naturbeobachter: Nikolaus Kopernikus. So wie er im 16. Jahrhundert auf geradezu revolutionäre Weise dazu beigetragen hat, unsere Welt besser verstehen zu lernen, so vermittelt uns auch das Europäische Erdbeobachtungsprogramm ein tiefes Verständnis in Bezug auf unseren sich wandelnden Planeten, und es ermöglicht damit konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität der Menschen. Copernicus ist nun als Programm voll ausgereift und alle zugehörigen Dienste werden demnächst in Betrieb genommen. Dank einer verbesserten Verfügbarkeit der Daten ist nun mit einer verstärkten Nutzung zu rechnen, was zu dem heute so dringend erforderlichen Wachstum beitragen wird.“

Weitere Informationen

MEMO/12/966

http://copernicus.eu

Copernicus auf Europa

Warum diese Namensänderung? Und weshalb fiel die Wahl auf den Namen Copernicus?

Alle Dienste, die Bestandteil von Copernicus sind, werden demnächst in Betrieb genommen. Augrund der verbesserten Verfügbarkeit der Daten wird auch die Nutzung durch die Allgemeinheit ohne größeren Verzug einsetzen. Der neue Name wird dazu beitragen, überall und auf allen sozio-ökonomischen Ebenen das Copernicus-Programm stärker ins allgemeine Bewusstsein zu rücken – und dadurch letztlich auch Möglichkeiten für Wachstum und Beschäftigung schaffen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den regionalen und lokalen Akteuren, unabhängig davon, ob es sich um Behörden, private Unternehmen oder Bürger handelt.

Mit der Namensänderung von GMES zu Copernicus würdigen wir einen großen europäischen Wissenschaftler und Naturbeobachter: Nikolaus Kopernikus. Seine Theorie des heliozentrischen Weltbilds gilt als der wichtigste Vorläufer der modernen Wissenschaft. Er stieß für die Menschheit das Tor zum unendlichen Universum auf, nachdem dieses zuvor als ein Raum verstanden worden war, in dessen Mittelpunkt die Erde lag, um die sich Sonne und Planeten bewegten – Kopernikus schuf damit eine Welt ohne Grenzen. Die Menschheit zog aus seinem Verständnis einen großen Nutzen, da auf diese Weise der Funken wissenschaftlichen Forschens entzündet wurde, der es uns schließlich ermöglicht hat, die Welt, in der wir leben, besser zu verstehen.

Copernicus

Copernicus besteht aus einer Reihe von Diensten, die Daten sammeln und Informationen bereitstellen, indem sie Satelliten und landgestützte Systeme zur Beobachtung der Umwelt und der natürlichen Phänomene unseres Planeten einsetzen.

Das Copernicus-Programm ist aber nicht nur ein Instrument zur Verbesserung der Lebensqualität der Menschen in Europa, sondern es besitzt auch das Potenzial, in erheblichem Umfang zur EU-Strategie für Wachstum und Beschäftigung beizutragen. Bereits bestehende europäische Fähigkeiten werden durch Copernicus nicht ersetzt, sondern ergänzt, wobei der Bedarf von Nutzern gedeckt und langfristig die Nachhaltigkeit und Unabhängigkeit Europas sichergestellt werden sollen.

Durch Copernicus wird unsere Sicherheit auf vielfältige Weise verbessert: Beispielsweise kann besser auf Naturkatastrophen reagiert werden, da Hilfsmaßnahmen früher eingeleitet werden und so Menschenleben gerettet und Schäden begrenzt werden können. Auch stellt das Programm zuverlässige Informationen für die Beobachtung und die Vorhersage des Klimawandels zur Verfügung.

Copernicus unterstützt eine effektivere Bewirtschaftung unserer natürlichen Ressourcen, überwacht die Atmosphäre und die Meere, trägt zur Optimierung unserer Landwirtschaft bei und fördert erneuerbare Energien. Es ermöglicht darüber hinaus eine bessere städtebauliche Planung, indem es die Zersiedelung der Landschaft beobachten hilft und zu reibungsloseren Verkehrsströmen beiträgt.

Kontakt:

Carlo Corazza (+32-229 51752)

Sara Tironi (+32-229 90403)


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