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Wachsender humanitärer Bedarf: EU stockt Hilfe für Syrien auf

Commission Européenne - IP/12/1343   10/12/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 10. Dezember 2012

Wachsender humanitärer Bedarf: EU stockt Hilfe für Syrien auf

Die Europäische Kommission will zusätzliche humanitäre Hilfe in Höhe von 30 Mio. EUR für die von der Krise in Syrien betroffene Bevölkerung bereitstellen. Damit beläuft sich der Gesamtbetrag der von ihr geleisteten Hilfe auf 126 Mio. EUR.

Mit dem neuen Hilfepaket sollen rund 2 Millionen Menschen in Syrien und eine beträchtliche Zahl der mehr als 474 000 über die Grenzen geflohenen Syrer unterstützt werden. Auch gefährdete Gemeinschaften, die Flüchtlinge aufnehmen, sei es innerhalb Syriens oder in Jordanien und Libanon, sollen humanitäre Hilfe erhalten. Durch den neuen Finanzbeitrag wird Folgendes finanziert: medizinische Versorgung für Verwundete und Notfallpatienten, Unterkünfte, Nahrungsmittel, Wasser- und Sanitärversorgung sowie Haushaltsartikel.

Die EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe, Katastrophenschutz und Krisenreaktion, Kristalina Georgieva, erklärte: „Mit dem Einbruch des Winters und den heftigen Kämpfen im gesamten Land verschlechtert sich die Lage in Syrien täglich. Not leidende Zivilisten sind auf der Flucht und befinden sich in einer verschärften Krisensituation. Mehr als 1,2 Millionen Menschen sind innerhalb von Syrien auf der Flucht und fast eine halbe Million Menschen sind über die Grenzen nach Libanon, Jordanien, Irak und in die Türkei geflohen. Diese bedrohliche Lage erfordert eine weitere Geste europäischer Solidarität mit der syrischen Bevölkerung und den Flüchtlings-Aufnahmegemeinschaften, bis eine tragfähige politische Lösung dieses schrecklichen Konflikts gefunden werden kann.“

Mit der heutigen Mittelbereitstellung steigt die von der Europäischen Kommission und den Mitgliedstaaten der Europäischen Union bereitgestellte humanitäre Hilfe auf über 310 Mio. EUR; dies ist mehr als die Hälfte der internationalen humanitären Hilfe in dieser Krise.

Die Mittel werden über die humanitären Partnerorganisationen der Europäischen Kommission bereitgestellt, darunter die Organisationen der Vereinten Nationen, die Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften sowie Nichtregierungsorganisationen.

Hintergrund

Die humanitäre Lage hat sich in den letzten Wochen dramatisch verschlechtert, nachdem die Gewalt eskaliert hat und sich die Feindseligkeiten auf das gesamte Land ausgebreitet haben. Rund 4 Millionen Menschen sind von der Gewalt betroffen. Laut Schätzungen der Vereinten Nationen sind rund 1 200 000 Menschen in Syrien auf der Flucht. Mehr als 474 000 Menschen sind nach Jordanien, Libanon, Irak, in die Türkei oder nach Nordafrika geflohen. Jeder Tag der Gewalt lässt ihre Zahl steigen.

Zudem wächst die Sorge um die 87 000 irakischen und 500 000 palästinensischen Flüchtlinge in Syrien, deren Lage immer prekärer wird. Die Zahl der Opfer in dieser Bevölkerungsgruppe wächst.

Durch die Eskalation der Gewalt in Syrien wird die Arbeit der humanitären Helfer immer schwerer und gefährlicher. Die Angriffe auf humanitäre Helfer werden fortgesetzt. Bislang wurden sieben freiwillige Helfer der syrisch-arabischen Rothalbmondgesellschaft und acht VN-Mitarbeiter bei der Verrichtung ihrer humanitären Arbeit getötet, und Krankenwagen sowie VN-Fahrzeuge werden weiter angegriffen.

Der Bedarf an Soforthilfe, vor allem an medizinischer Versorgung, Nahrungsmittelhilfe, Unterkünften und Maßnahmen zur Vorbereitung auf den Winter in Syrien wächst. Die Behandlung und Evakuierung Verwundeter stellt eine Priorität dar. Die Zivilisten, die vor den gewalttätigen Auseinandersetzungen fliehen, benötigen dringend Hilfe und Schutz. Neben dem Soforthilfebedarf leidet die Zivilbevölkerung unter Engpässen aller Art, einschließlich einer wachsenden Kraftstoffknappheit.

Alle Konfliktparteien müssen das humanitäre Völkerrecht einhalten, wonach der Schutz der Zivilisten und der Zugang für die Helfer zu gewährleisten sind. Angriffe auf Zivilisten, einschließlich humanitärer Helfer, sind inhuman, illegal und müssen beendet werden. Die Kommission steht in täglichem Kontakt zu ihren humanitären Partnern und koordiniert ihre humanitären Maßnahmen mit den EU-Mitgliedstaaten und allen weiteren wichtigen Gebern.

Die Priorität besteht darin, den Vertriebenen in Syrien Hilfe zu leisten, aber auch die syrischen Flüchtlinge im Ausland angemessen zu unterstützen.

Finanzierung

In der Vergangenheit hat die Europäische Kommission bereits humanitäre Hilfe in Höhe von 90 Mio. EUR für Syrien und seine Nachbarländer sowie weitere 6 Mio. EUR für die irakischen Flüchtlinge in Syrien bereitgestellt. Über andere Finanzierungsinstrumente der Europäischen Union wurden 85 Mio. EUR als Reaktion auf die Krise in Syrien bereitgestellt.

Gegenwärtig werden 45 % der humanitären Hilfe der EU in Syrien eingesetzt, der Rest wird zwischen der Türkei, Jordanien, Libanon und Irak aufgeteilt.

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Litauen, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, Polen, die Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden, die Tschechische Republik, Ungarn und das Vereinigte Königreich) haben ebenfalls humanitäre Hilfe in Höhe von mehr als 184 Mio. EUR bereitgestellt.

Acht EU-Staaten und Norwegen stellten auch Unterstützung über den Katastrophenschutzmechanismus der EU bereit, nachdem das Monitoring- und Informationszentrum der EU zur Unterstützung der syrischen Flüchtlinge in der Türkei und in Jordanien aufgerufen hatte.

Weitere Informationen

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Arabische Website der GD Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://echo-arabic.eu

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

EU-Kommissarin Georgieva bei Twitter und Facebook:

https://twitter.com/kgeorgievaeu

http://www.facebook.com/KristalinaGeorgieva

Kontakt:

Irina Novakova (+32 229-57517)

David Sharrock (+32 229-68909)


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