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Mali: Kommission erhöht Soforthilfe

European Commission - IP/12/1336   08/12/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 8. Dezember 2012

Mali: Kommission erhöht Soforthilfe

Die Europäische Kommission beabsichtigt, ihre humanitäre Hilfe für die Opfer der Krise in Mali um 20 Mio. EUR aufzustocken.

Sobald die Haushaltsbehörden der Europäischen Union diese Mittel genehmigt haben, wird sich die humanitäre Hilfe der EU für Mali im Jahr 2012 auf insgesamt 101 Mio. EUR belaufen.

Mit den zusätzlichen Mitteln möchte die Kommission ihre Aktivitäten auf alle Teile Malis, insbesondere den Norden, aber auch auf die Nachbarländer, in die Malier vor dem Konflikt geflohen sind, ausweiten.

Die EU-Hilfe wird für Nahrungsmittel, Wasser und Sanitäreinrichtungen, Unterkünfte, Gesundheitsfürsorge und Schutz für die schwächsten Malier, insbesondere Kinder, Frauen und Ältere, eingesetzt.

„Da sich die Aufmerksamkeit aller auf den Konflikt im Norden von Mali richtet, müssen wir wieder die humanitäre Krise der Bevölkerung in den Mittelpunkt rücken“, erklärte Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion.

„Millionen von Maliern benötigen dringend Soforthilfe und die Linderung dieser Not muss bei uns an erster Stelle stehen. Durch rechtzeitige und koordinierte Maßnahmen konnten wir dieses Jahr eine Katastrophe abwenden und das Leben von 18 Millionen Menschen in der Sahelzone retten. Doch unser verstärktes Engagement, mit dem wir derartige Krisen verhindern und die Resilienz gegenüber solchen Naturkatastrophen stärken, darf auf keinen Fall zulasten der Nothilfe – wann und wo immer diese benötigt wird – gehen. Und so mobilisieren wir jetzt weitere 20 Millionen EUR für Mali.“

Sie forderte alle verantwortlichen Parteien auf, die Unparteilichkeit und Neutralität der humanitären Organisationen zu achten, die sich trotz der unsicheren Rahmenbedingungen derzeit darum bemühen, den Opfern zu helfen. Im Oktober wurden in Niger ein lokaler Mitarbeiter einer Hilfsorganisation getötet und fünf seiner Kollegen von Kämpfern nahe der Grenze zu Mali entführt. „Ohne einen sicheren Zugang für humanitäre Helfer kann unsere Hilfe die Menschen nicht erreichen, deren Leben jetzt bedroht ist“, fügte Kommissarin Georgieva hinzu.

Hintergrund

Nach Somalia hat Mali weltweit die höchste Kindersterblichkeitsrate, für die insbesondere die Unterernährung verantwortlich ist. Über eine halbe Million malische Kinder leiden dieses Jahr unter akuter Unterernährung. Im Hinblick auf die Ernte der kommenden Wochen herrscht zwar verhaltener Optimismus, doch die Preise für Grundnahrungsmittel werden wohl weiterhin so hoch bleiben, dass die Ärmsten von Mali auch in Zukunft noch auf Ernährungshilfe angewiesen sind.

Der Konflikt in Mali hat 400 000 Menschen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, 4,6 Millionen Malier sind von der derzeitigen Ernährungskrise betroffen. Zu den Maliern, die humanitäre Hilfe benötigen, zählen 200 000 Binnenvertriebene im Norden Malis und weitere 200 000 malische Flüchtlinge in den Nachbarländern. Die Gemeinden, die diese durch den Konflikt vertriebenen Menschen aufgenommen haben, sind bereits von der Ernährungskrise betroffen und benötigen nun ebenfalls Hilfe.

Die Europäische Kommission ist nicht nur der führende Geber für die Ernährungskrise in der Sahelzone, sondern hat auch in deren Frühstadium im November 2011 als erste mit einer Unterstützung von 10 Mio. EUR reagiert. Dank dieser schnellen Reaktion auf die ersten Warnzeichen konnten unter den 18 Millionen Menschen, die in acht Sahelländern von der Krise betroffen sind, bereits Tausende von Leben gerettet werden. Die Hilfe der Kommission hat bisher eine Million Kinder unter zwei Jahren, 500 000 Schwangere und stillende Mütter erreicht.

Um die chronische Ernährungsunsicherheit in der Sahelzone zu bekämpfen, stehen neben den 337 Mio. EUR, die für die derzeitige Ernährungskrise und den Konflikt in Mali gewährt wurden, weitere 208 Mio. EUR für die Finanzierung laufender Projekte zur Verfügung. Damit belaufen sich die Gesamtmittel der Kommission für die Erhöhung der Ernährungssicherheit in der Sahelzone auf mehr als 500 Mio. EUR.

Im Juni wurde in Brüssel eine neue Partnerschaft ins Leben gerufen, um die Resilienz der Sahelzone gegenüber künftigen Krisen zu stärken. Die Initiative mit dem Namen AGIR Sahel (Alliance Globale pour l'Initiative Resilience) verfolgt ein Kernziel: sicherzustellen, dass die Menschen in der Sahelzone künftige Dürren besser bewältigen können.

Weitere Informationen

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

EU-Kommissarin Georgieva bei Twitter und Facebook:

https://twitter.com/kgeorgievaeu

http://www.facebook.com/KristalinaGeorgieva

Kontakt:

Irina Novakova (+32 229-57517)

David Sharrock (+32 229-68909)


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