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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 3. Dezember 2012

Der „Access City Award“ 2013 für behindertenfreundliche Städte geht an Berlin!

Brüssel, 3. Dezember 2012 – Heute hat die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission Viviane Reding der Stadt Berlin den „Access City Award“ 2013 überreicht. Der Preis wurde in Anerkennung des umfassenden und strategischen Ansatzes Berlins bei der Schaffung einer barrierefreien Stadt für alle anlässlich der Jahreskonferenz zum Europäischen Tag der Menschen mit Behinderungen verliehen. Er wird von der Europäischen Kommission gemeinsam mit dem Europäischen Behindertenforum vergeben und soll Städte dazu ermutigen, ihre Erfahrungen auszutauschen und Maßnahmen zu ergreifen, um für einen verbesserten Zugang für alle Bevölkerungsgruppen zu sorgen.

„Menschen mit Behinderungen sind im Alltag noch immer mit zu vielen Hindernissen konfrontiert, aber Städte wie Berlin zeigen vor, dass das Leben für alle leichter werden kann“, erklärte Vizepräsidentin Reding, die zuständige EU-Justizkommissarin. „Barrierefreiheit eröffnet neue Geschäftsmöglichkeiten und kann auch zu Innovation und Wirtschaftswachstum beitragen. Deshalb steht die Barrierefreiheit im Zentrum der Europäischen Behindertenstrategie, und deshalb arbeiten wir auch an einem europäischen Rechtsakt über die Zugänglichkeit, den ich nächstes Jahr vorlegen möchte.“

Die Jury hat Berlin wegen seiner strategischen und integrativen Behindertenpolitik ausgewählt. Es wurden große Anstrengungen unternommen, die ehemals geteilte Stadt zugänglich und barrierefrei zu machen. Die Jury hat vor allem das öffentliche Verkehrssystem und die Investitionen zur Verbesserung der Zugänglichkeit für Behinderte bei Wiederaufbauprojekten hervorgehoben. Der umfassende Ansatz Berlins in Bezug auf die Barrierefreiheit ist fest in der Stadtpolitik verankert und wird von den Entscheidungsträgern breit unterstützt.

Die weiteren Finalisten:

Nantes (Frankreich) wurde für seinen ganzheitlichen Ansatz belohnt, eine für alle zugängliche Stadt zu schaffen, sowie für seine zahlreichen Aktivitäten in Bezug auf die Sensibilisierung für die Barrierefreiheit im Alltagsleben. Nantes hat in die Weiterbildung von Stadtplanern und Architekten investiert und einen Dialog mit den Bürgern geschaffen, der es Menschen mit Behinderungen ermöglicht, sich zu treffen und gemeinsame Projekte zu initiieren.

Stockholm (Schweden) wurde für seinen langfristigen, integrativen Ansatz „Design for All“ ausgewählt. Die „Vision Stockholm 2030“ zielt darauf ab, die Stadt, deren Zentrum zu 30 % aus Wasserflächen besteht, in eine für alle zugängliche Stadt von Weltklasse zu verwandeln. Als Beispiele sind barrierefreie Fußgängerübergänge, Toiletten und Spielplätze zu nennen, die gewährleisten sollen, dass sie auch für Kinder und Eltern mit Behinderungen zugänglich sind.

Laut einer neuen Umfrage, die von der Europäischen Kommission im Vorfeld des Europäischen Tages der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember veröffentlicht wurde, sind die Europäer fest davon überzeugt, dass die uneingeschränkte Teilnahme von Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben möglich sein muss (siehe IP/12/1296).

Hintergrund

Barrierefreiheit bedeutet, dass Menschen mit Behinderungen beim Zugang zur bebauten Umwelt, zu Verkehrsmitteln, zu Informations- und Kommunikationstechnologien und ‑systemen sowie zu anderen Einrichtungen und Diensten nicht benachteiligt sein dürfen.

Der „Access City Award“ wird in diesem Jahr zum dritten Mal vergeben. Im ersten Jahr ging er an Avila in Spanien (IP/10/1641), im zweiten an Salzburg in Österreich (IP/11/1492). Neben dem Gewinner und drei weiteren Finalteilnehmern erhielten in diesem Jahr auch folgende Städte besondere Auszeichnungen:

- Pamplona (Spanien) für ein barrierefreies städtisches Umfeld und nachhaltige Umweltstrategien. Pamplona hat einen Vierjahresplan zur Renovierung lokaler Infrastruktur, einschließlich der Altstadt, erstellt: Gehsteige wurden abgesenkt, barrierefreie Spielplätze und Fitnessparks für Menschen mit Behinderungen und Senioren errichtet und Rampen, Aufzüge und Fußgängerbrücken lösen bestehende Zugangsprobleme in unebenen Bereichen der Stadt.

- Gdynia (Polen) für seine laufenden Bemühungen, öffentliche Verkehrsmittel barrierefrei zu machen: 97 % der Busse und 58 % der Trolleybusse sind nun für Menschen mit Behinderungen zugänglich. Die Stadt hat auch ein Informationssystem mit Beschreibungen und Hinweisschildern in Brailleschrift sowie Pylonen und Informationstafeln eingerichtet, die für Rollstuhlbenützer zugänglich sind.

- Bilbao (Spanien) für die Verwendung der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) zugunsten von Menschen mit Behinderungen. Dazu gehören ein telefonischer Informationsdienst für Menschen mit Hör- oder Sprechschwierigkeiten, Simultanübersetzungsterminals in öffentlich zugänglichen Büros und Induktionsschleifen zur Unterdrückung von Hintergrundlärm und zur Dienstleistungsverbesserung für Menschen mit Hörgeräten.

- Tallaght (Irland) für eine Reihe innovativer Dienstleistungen zur Verbesserung der Lebensqualität der Bürger mit Behinderungen, einschließlich älterer Menschen. Dazu gehören ein 48-Stunden-Reparaturdienst für Straßen und Gehsteige, Informationsdienste, barrierefreie Gehwege, barrierefreie Recyclinganlagen, barrierefreie Büchereien und ein Bücherangebot in verschiedenen Formaten für Sehbehinderte.

Weitere Informationen

Access City Award

http://ec.europa.eu/justice/discrimination/disabilities/award/index_de.htm

Europäische Kommission: Menschen mit Behinderungen:

http://ec.europa.eu/justice/discrimination/disabilities/index_de.htm

Eurobarometer-Umfrage – Einstellungen zur Barrierefreiheit in der EU

http://ec.europa.eu/public_opinion/archives/flash_arch_360_345_en.htm

Homepage von Viviane Reding, Vizepräsidentin und Justizkommissarin der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/reding/index_de.htm

Kontakt :

Mina Andreeva (+32 2 299 13 82)

Natasha Bertaud (+32 2 296 74 56)


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