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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 3. Dezember 2012

GMES: Ein Plus für Umwelt und Arbeitsplätze!

Mit dem Globalen Umwelt- und Sicherheitsüberwachungssystem GMES verfügt die Europäische Kommission über ein europäisches Erdbeobachtungsprogramm, das bis zum Jahr 2030 europaweit die Schaffung von 83 000 Arbeitsplätzen ermöglichen wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die heute von Antonio Tajani, Vizepräsident der Europäischen Kommission, auf der in London stattfindenden Konferenz „European Space Solutions“ (Europäische Weltraumlösungen) vorgestellt wird. Die Konferenz erfolgt auf Initiative der Europäischen Kommission und wird von der britischen Raumfahrtagentur veranstaltet. Mit GMES sollen in erster Linie Informationsdienstleistungen erbracht werden: Präzise Informationen in verschiedenen Bereichen von Umwelt und Sicherheit werden Nutzern - auf deren Bedürfnisse zugeschnitten - zugänglich gemacht.

Aus ersten Ergebnissen geht hervor, dass GMES dem Wirtschaftswachstum und der Beschäftigung in einer ganzen Reihe von Industriezweigen Impulse geben und bis zum Jahr 2030 unmittelbar die Schaffung bzw. den Erhalt von 20 000 Arbeitsplätzen zur Folge haben wird, vorausgesetzt, begünstigende Faktoren sind vorhanden. Da die hochqualifizierten Arbeitsplätze dieser Branche in der Regel Auswirkungen auf andere Wirtschaftszweige zeitigen, könnte der von GMES ausgehende wirtschaftliche Impuls auch einen noch größeren wirtschaftlichen Effekt nach sich ziehen und mittelbar bis zum Jahr 2030 zusätzlich 63 000 Arbeitsplätze sichern.

Kommissionsvizepräsident Antonio Tajani, der auch für Industrie und Unternehmertum zuständig ist, erklärte, dass diese Studie nachweise, „dass ökologische und ökonomische Ziele sich wechselseitig durchaus begünstigen können; anders ausgedrückt: Die ökologische Nachhaltigkeit und die Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen können die wirtschaftliche Entwicklung fördern. Dieser Bericht über das GMES bestätigt, dass die europäische Raumfahrtpolitik einen bedeutenden Einfluss auf das Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen haben wird – so, wie die Kommission das auch in ihrer Mitteilung zur Industrie vom Oktober 2012 vorhergesagt hat. Europäische Raumfahrtanwendungen werden darüber hinaus der Entwicklung von Innovationen einen neuen Anstoß geben sowie dafür sorgen, dass die industrielle Produktion in Europa erhalten bzw. ausgebaut wird.“

Der GMES-Bericht ist über folgende Website abrufbar

London Conference: European Space Solutions

GMES und Erdbeobachtungssatelliten: ein Plus für viele Branchen

In einer Welt, in der das Risiko von Naturkatastrophen und anderen Krisen wächst, sollen mit GMES der Zustand der Umwelt an Land, auf dem Meer und in der Atmosphäre überwacht und gleichzeitig die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger verbessert werden. Wie die Studie zeigt, kann sich GMES jedoch gleichzeitig – aufgrund seines massiven Beitrags von möglicherweise bis zu 85 000 neuen Stellen auf dem Arbeitsmarkt von 2015 bis 2030 – als Motor für das Wirtschaftswachstum und die Beschäftigung erweisen.

Für GMES gilt in Bezug auf die Daten- und Informationspolitik der Grundsatz des vollständigen und offenen Zugangs, was die kostenlose Bereitstellung einer riesigen Datenmenge ermöglichen wird. Sehr unterschiedliche Nutzer können dadurch eigene, mehrwertgesteigerte Produkte hervorbringen und verkaufen und auf diese Weise neue Märkte schaffen oder bestehende vergrößern. Mit den Daten von GMES und Erdbeobachtungssatelliten kann die Entwicklung nützlicher Anwendungen für eine ganze Reihe unterschiedlicher Wirtschaftszweige (z. B. Landwirtschaft, Versicherungswesen, Verkehr und Energie) unterstützt werden, wodurch ein attraktiver nachgelagerter Dienstleistungsmarkt entstehen kann. Als Beispiele seien hier die Präzisionslandwirtschaft oder die Verwendung der Daten für das Erstellen von Risikomodellen im Versicherungsgewerbe genannt. Einige dieser Anwendungen werden heute im Rahmen der Konferenz „European Space Solutions“ vorgestellt.

GMES stellt daher nicht nur ein Instrument für die Wiedererstarkung der Raumfahrtindustrie selbst dar, sondern es kann durch seinen nachgelagerten Markt diverse Wirtschaftsaktivitäten auslösen. Als Beispiele seien hier die Präzisionslandwirtschaft oder die Verwendung der Daten für das Erstellen von Risikomodellen im Versicherungsgewerbe genannt.

GMES-Dienste bereits verfügbar

GMES besteht aus Satelliten und der sogenannten „In-situ-Überwachung“, also vor Ort installierten Überwachungsstationen. Zwei Dienste sind bereits in Betrieb: der landgestützte Dienst sowie der Dienst für das Katastrophen- und Krisenmanagement. Seit seiner Inbetriebnahme am 1. April 2012 wurden von diesem Notfalldienst rund zwanzig konkrete Einsätze durchgeführt. Beispielsweise standen vier Stunden nach dem Erdbeben in der norditalienischen Region Emilia Romagna neue Referenzkarten zur Verfügung. Auch die übrigen vier Dienste – Atmosphäre, maritimes Klima, Klimawandel und Sicherheit – werden demnächst in Betrieb genommen. Der Start der ersten „Sentinel“-Satelliten ist für 2013 geplant und spätestens 2014 wird GMES den Betrieb vollständig aufgenommen haben; damit verfügen die europäischen Entscheidungsträger dann über ein einzigartiges Informationssystem für eine faktengestützte Politik.

Hintergrund

Das GMES ist eines der EU-Vorzeige-Programme im Bereich der Raumfahrt. GMES ist die englischsprachige Abkürzung für „Globale Umwelt- und Sicherheitsüberwachung“: Dabei handelt es sich um ein langfristiges, von der Europäischen Kommission, den daran beteiligten Mitgliedstaaten, der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und der Europäischen Umweltagentur (EUA) gemeinsam durchgeführtes Erdbeobachtungsprogramm.

In der von „SpaceTec Partners“ im Namen der Europäischen Kommission durchgeführten Studie wurde die wirtschaftliche Bedeutung des GMES-Programms über den institutionellen Sektor hinaus untersucht und dabei ein Schwerpunkt auf den nachgelagerten Dienstleistungsmarkt gelegt.

Kontakt:

Carlo Corazza (+32 229-51752)

Sara Tironi (+32 229-90403)


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