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Umwelt: Kommission prämiert innovative Lösungen für die Wasserbewirtschaftung

Commission Européenne - IP/12/1294   30/11/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 30. November 2012

Umwelt: Kommission prämiert innovative Lösungen für die Wasserbewirtschaftung

Die Europäische Kommission hat heute die diesjährigen Gewinner der Preise des Europäischen Umweltmanagement- und Umweltbetriebsprüfungssystems (EMAS) bekanntgegeben. Die sechs ausgezeichneten Organisationen zeigten Spitzenleistungen bei Umweltfreundlichkeit und Umweltschutz wie auch bei der Anwendung innovativer Lösungen zur Verbesserung der Wasserbewirtschaftung. Die Preise wurden gestern Abend auf einer Veranstaltung in Brüssel verliehen.

Hierzu erklärte EU-Umweltkommissar Janez Potočnik: „Wasser ist eine wertvolle Ressource, die besser geschützt werden muss. Deshalb möchte ich alle Gewinner des EMAS-Preises dafür beglückwünschen, dass sie die Wasserprobleme in ihren Organisationen mit so beeindruckenden Ergebnissen lösen. Mit diesen Preisen zeichnet die Europäische Kommission sie für ihre herausragenden Umweltleistungen in diesem Bereich aus. Weiter so!"

Die diesjährigen Gewinner wurden unter 27 Bewerbern ausgewählt. Die Preise gingen an: Abwasserverband Anzbach Laabental (Österreich), Riechey Freizeitanlagen GmbH & Co. KG (Deutschland), Neumarkter Lammsbräu Gebr. Ehrnsperger e. K. (Deutschland), Lafarge Cement (Vereinigtes Königreich), Comune di Tavarnelle Val di Pesa (Italien) und Bristol City Council (Vereinigtes Königreich).

Die Gewinner aus dem Privatsektor und ihre Leistungen

Mikro-Organisationen: Abwasserverband Anzbach Laabental (Österreich), ein Zusammenschluss innovativer Kläranlagen, der 1972 gegründet wurde. Die Mitgliedsgemeinden klären ihre Abwässer auf ökologisch nachhaltige Weise und werben in der Öffentlichkeit für eine umweltfreundliche Abfallentsorgung. Außerdem führen sie ein Verzeichnis aller gewerblichen Verursacher, um eine gefährliche Gewässerverunreinigung zu verhindern, und arbeiten nur mit zertifizierten Lieferanten zusammen, die alljährlich geprüft werden.

Kleine Organisationen: Riechey Freizeitanlagen GmbH & Co. KG (Deutschland), der Betreiber des Camping- und Ferienparks Wulfenerhals auf der Ostseeinsel Fehmarn. Die Anlage verfügt über ein integriertes Wasserumwälzsystem und eine biologische Wasserbehandlungsanlage, mit der wiederaufbereitetes Abwasser für die Bewässerung der Rasenflächen genutzt werden kann. Außerdem wurden in die Duschen Wassersparvorrichtungen eingebaut, und es werden ausschließlich Bio-Reinigungs- und Waschmittel verwendet.

Mittlere Organisationen: Neumarkter Lammsbräu Gebr. Ehrnsperger e. K. (Deutschland), eine Brauerei, in der ökologische Biere und alkoholfreie Getränke hergestellt werden. Dieses Unternehmen spart Wasser durch Verwendung von wiederaufbereitetem Wasser und Regenwasser. Neumarkter Lammsbräu schult seine Mitarbeiter darin, wie sie Wasser einsparen können und wie das Wasser aus den unternehmenseigenen Brunnen in verantwortungsvoller Weise genutzt werden kann. Da das Unternehmen nur ökologische Rohstoffe verwendet, gelangen keine Pestizide ins Abwasser.

Große Organisationen: Lafarge Cement (Vereinigtes Königreich), der größte Zementhersteller im Vereinigten Königreich, hat eine unabhängige Studie zu den Umweltauswirkungen seines Wasserverbrauchs über den gesamten Lebenszyklus seiner Produkte in Auftrag gegeben. Als Folge wird Wasser bei der Zementherstellung jetzt effizienter genutzt. So konnte der Wasserverbrauch von 1,22m3 Wasser je Tonne PCE (Portlandzement-Äquivalent) im Jahr 2010 auf 0,142m3 Wasser je Tonne PCE im Jahr 2011 gesenkt werden. Bei der Entwicklung neuer Zementsorten berücksichtigt das Unternehmen jetzt auch den Wasserbedarf der Endverbraucher.

Die Gewinner im öffentlichen Sektor und ihre Leistungen

Kleine Organisationen: Comune di Tavarnelle Val di Pesa (Toskana, Italien), eine Gemeinde, die für alle Neubauten den Einbau von Wassersparvorrichtungen vorschreibt. Außerdem hat sie Maßnahmen zur Verbesserung landwirtschaftlicher Verfahren eingeführt, mit denen Erosion und Sickerwasser eingedämmt werden sollen. Der Stadtrat prüft jetzt auch Aspekte der Wasserbewirtschaftung, wenn er über Kapitalinvestitionen, Anschaffungen oder andere Tätigkeiten entscheidet, und veranstaltet Umweltschulungen für das Gastgewerbe.

Große Organisationen: Bristol City Council (Vereinigtes Königreich), der Stadtrat von Bristol, fördert Maßnahmen zur effizienten Wasserbewirtschaftung wie Regenwassernutzung, nachhaltige städtische Kanalisationssysteme und Verringerung des Wassereinsatzes in städtischen Grünanlagen, wodurch der städtische Wasserverbrauch seit 2009/10 um 11 % zurückgegangen ist. Auch die Strategie für die künftige Stadtentwicklung sieht entscheidende Maßnahmen zur Wassereinsparung vor, und die Qualität des Oberflächenwassers der städtischen Flüsse wird durch lokale Initiativen verbessert.

Hintergrund

Das Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung (EMAS) ist ein Managementinstrument für Organisationen, die ihre Umweltverträglichkeit und Rentabilität verbessern und ihre Leistungen für den Umweltschutz bekannt machen wollen. Das EMAS fördert die bessere Leistung, Glaubwürdigkeit und Transparenz der registrierten Organisationen.

Im Jahr 2005 hat die Europäische Kommission beschlossen, die großartige Arbeit EMAS-registrierter Organisationen durch Einführung der EMAS-Preise auszuzeichnen. Mit den EMAS-Preisen werden jedes Jahr herausragende Leistungen in einem besonderen Bereich des Umweltmanagements prämiert.

Das Thema für die Auszeichnung 2012 lautet „Wassermanagement, Wassereffizienz und Wasserqualität". In diesem Jahr wurden 27 Organisationen aus 14 Europäischen Ländern nominiert. Eine Expertenjury unter dem Vorsitz von Jacqueline McGlade, Exekutivdirektorin der Europäischen Umweltagentur, wählte sechs Preisträger aus. Die Preisverleihung fand im „Ateliers des Tanneurs“ in Brüssel, Belgien, statt.

Weitere Informationen unter:

http://ec.europa.eu/environment/emas/emasawards/index.htm

EMAS-‚Verordnung:

http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CELEX:32009R1221:de:NOT

Ansprechpartner:

Joe Hennon (+32 229-53593)

Monica Westeren (+32 229-91830)


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