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Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien nimmt als 32. Land am EU-Katastrophenschutzverfahren teil

European Commission - IP/12/127   13/02/2012

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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien nimmt als 32. Land am EU-Katastrophenschutzverfahren teil

Brüssel, den 13. Februar 2012 – Die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien nimmt als 32. Land am EU-Katastrophenschutzverfahren teil, das die europäische Kooperation bei der Katastrophenabwehr erleichtert. Das Land wird künftig mit anderen Staaten Europas bei einer verbesserten Katastrophenvorsorge und –abwehr zusammenarbeiten. Die Europäische Kommission unterstützt das Katastrophenschutzverfahren über das Beobachtungs- und Informationszentrum.

„Ich freue mich, den neuesten Teilnehmer am Verfahren begrüßen zu können. Die Zahl und die Komplexität der Katastrophen nehmen überall zu. Der harte Winter in diesem Jahr führt uns deutlich vor Augen, dass auch Europa in dieser Hinsicht keine Ausnahme bildet. Die Koordinierung unserer Bemühungen um den Schutz der Bevölkerung und um eine bessere Bewältigung natürlicher und vom Menschen verursachter Katastrophen hat daher einen großen Zusatznutzen“, sagt Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion.

Durch die Teilnahme am EU-Katastrophenschutzverfahren wird ein Land in ein europaweites Krisenbewältigungsnetz eingebunden und erhält damit Zugang zu Ressourcen für die Überwindung der verschiedenartigsten Katastrophen. Die Kandidatenländer können auch vor dem Beitritt im vollen Umfang am Verfahren teilnehmen. So nimmt Kroatien bereit seit September 2009 daran teil.

Über das Verfahren profitieren die teilnehmenden Länder von einem umfassenden Austausch von Wissen, praxisbewährten Methoden und Informationen bei der Bewältigung gravierender Notfälle in Europa und darüber hinaus. Unter Koordinierung durch die Kommission unterstützen sie sich gegenseitig und helfen auch anderen Ländern bei der Katastrophenabwehr. Der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien kam diese Zusammenarbeit bereits im Sommer 2007 zugute, als das Land um Unterstützung im Rahmen des Verfahrens bei der Löschung von Waldbränden ersuchte.

Nun kann das Land auch finanzielle Unterstützung beim Transport von Hilfsausrüstungen beantragen und an EU-Ausbildungsprogrammen und –Übungen teilnehmen.

Hintergrund

Das Europäische Katastrophenschutzverfahren ermöglicht die Zusammenarbeit bei der Katastrophenbewältigung zwischen 32 Ländern in Europa (EU-27 sowie Kroatien, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Island, Liechtenstein und Norwegen). Das Verfahren ermöglicht es den teilnehmenden Ländern, ihre verfügbaren Ressourcen für weltweite Katastropheneinsätze zu bündeln. Durch die Aktivierung des Katastrophenschutzverfahrens werden Hilfseinsätze innerhalb und außerhalb der Europäischen Union koordiniert. Die Europäische Kommission verwaltet das Verfahren über das Beobachtungs- und Informationszentrum (BIZ).

Seit Einrichtung des Verfahrens im Jahr 2001 kam es sowohl in den Mitgliedstaaten (z. B. 2010 bei den Überschwemmungen auf dem Balkan und 2011 nach einer Explosion auf einem Marinestützpunkt auf Zypern) als auch in der übrigen Welt, unter anderem bei den jüngsten Erdbebenkatastrophen in Japan und der Türkei, zum Einsatz.

EU-Kandidatenländer und das Verfahren

Die Kandidatenländer können sich durch Abschluss einer Vereinbarung am Zivilschutzverfahren beteiligen. Außerdem können sie im Rahmen der Heranführungshilfe (IPA) an regionalen Kooperationsprogrammen teilnehmen, die dazu dienen, ihre Katastrophenabwehrfähigkeiten zu verbessern und die Angleichung ihrer Verfahren an den EU-Katastrophenschutz zu unterstützen.

Weitere Informationen:

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Kontakte :

David Sharrock (+32 2 296 89 09)

Irina Novakova (+32 2 295 75 17)


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