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Europäische Union steht kurz vor neuer Vereinbarung mit China über kulturelle Zusammenarbeit

Commission Européenne - IP/12/1276   28/11/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 28. November 2012

Europäische Union steht kurz vor neuer Vereinbarung mit China über kulturelle Zusammenarbeit

Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, wird anlässlich ihres Zusammentreffens mit Ministern und hohen Beamten diese Woche (29. November – 1. Dezember) in Peking erneut die Bedeutung und den Nutzen einer verstärkten kulturellen Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union und China hervorheben. Während ihres Besuchs werden die Kommissarin und der chinesische Kulturminister, Cai Wu, eine neue gemeinsame Erklärung zur kulturellen Zusammenarbeit zwischen der EU und China verabschieden und an der Abschlussfeier zum Jahr des interkulturellen Dialogs EU-China 2012 teilnehmen. Außerdem wird die Kommissarin beim Start des ersten Online-EU-Filmfestivals in China zugegen sein und eine Konferenz zur Mehrsprachigkeit besuchen, deren Ziel es ist, das Erlernen von EU-Sprachen in China und von Mandarin in Europa zu fördern.

„Die Europäische Union ist bestrebt, ihre Zusammenarbeit mit China in den Bereichen Kultur, Bildung, Jugend und Mehrsprachigkeit zu vertiefen. Dieses Jahr wurden hierfür mit der Einleitung unseres hochrangigen Dialogs zwischen den Menschen und mit dem erfolgreichen Jahr des interkulturellen Dialogs EU-China wichtige Meilensteine gesetzt. Diese Initiativen tragen zu einer Annäherung unserer Völker bei, und ich freue mich darauf, unsere Bande im Verlauf meines Besuchs weiter zu stärken”, sagte Kommissarin Vassiliou.

Am 29. November nimmt die Kommissarin an einer Galaveranstaltung in Pekings erstem Kunsthauskino, dem Broadway Cinematheque MOMA, teil, mit der das erste Online-EU-Filmfestival aus der Taufe gehoben und das fünfte „traditionelle“ EU-Filmfestival begangen wird; dieses findet derzeit in Kinos und Kulturzentren in vier chinesischen Städten statt – Peking, Chengdu, Shenzhen und Tianjin. Auf der Veranstaltung in Peking wird unter anderem die französische Romantikkomödie Un bonheur n'arrive jamais seul (Und nebenbei das große Glück) des Regisseurs James Huth mit Sophie Marceau und Gad Elmaleh in den Hauptrollen gezeigt.

Am 30. November trifft die Kommissarin die Staatsrätin Liu Yandong, um eine Bestandsaufnahme der bisherigen Ergebnisse des im April eingeleiteten Dialogs zwischen den Menschen (IP/12/381) vorzunehmen, und den Bildungsminister Yuan Guiren, um den möglichen Ausbau der Zusammenarbeit im Hinblick auf gemeinsame Schulprogramme und Stipendien zur Förderung der Lernmobilität zwischen den beiden Regionen zu erörtern. Am Abend nimmt sie an der Abschlussfeier zum EU-China-Jahr (IP/12/91) teil, das den Anstoß für fast 200 Veranstaltungen gegeben hat. Sie wird dann mit dem Kulturminister Cai Wu die neue gemeinsame Erklärung zur kulturellen Zusammenarbeit annehmen, in der die Prioritäten des gemeinsamen Interesses festgelegt sind, wie zum Beispiel Kreativ- und Kultursektor, kulturelles Erbe und moderne Kunst.

Am 1. Dezember wird Kommissarin Vassiliou auf der China-EU-Konferenz zur Mehrsprachigkeit sprechen. An der Konferenz, die zusammen mit der Universität für Auslandswissenschaften Peking organisiert wird, nehmen 200 Vertreter aus China und der EU teil; Ziel der Veranstaltung ist die Förderung von Ausbildung und Mobilität Sprachenlernender und ‑lehrender. Anschließend stattet die Kommissarin der China Europe International Business School einen Besuch ab, wo sie eine Grundsatzrede zum Thema Bildung und Beschäftigung halten wird.

Hintergrund

Jahr des interkulturellen Dialogs EU-China

Auf dem EU-China-Gipfeltreffen 2010 beschlossen führende Vertreter der EU und Chinas, 2012 zum Jahr des interkulturellen Dialogs EU-China auszurufen. Veranstaltungen und Projekte, die zur Verwirklichung der Ziele des EU-China-Jahres beitrugen, erhielten das offizielle Label. Das offizielle Programm zum EU-China-Jahr, das sich vom 1. Februar bis zum 30. November erstreckte, umfasste beinahe 100 multilaterale Veranstaltungen mit Beteiligung zweier oder mehrerer EU-Mitgliedstaaten. Darüber hinaus wurden weitere 100 bilaterale Projekte durchgeführt, die alle kulturellen Bereiche sowie Bildung, Forschung, Mehrsprachigkeit und Jugend abdeckten. Das Jahr des interkulturellen Dialogs EU-China ist das zweite in einer Reihe von Themenjahren zu den Beziehungen zwischen der EU und China. 2011 war das europäisch-chinesische Jahr der Jugend.

Europäisch-chinesischer hochrangiger Dialog zwischen den Menschen

Im Mai 2011 unterzeichneten führende Vertreter der EU und Chinas eine Erklärung über den Ausbau ihrer Zusammenarbeit durch die Errichtung einer dritten Säule in ihrer strategischen Partnerschaft in Form des europäisch-chinesischen hochrangigen Dialogs zwischen den Menschen. Dieser bildete eine Ergänzung zum hochrangigen wirtschafts- und handelspolitischen Dialog („erste Säule“) und zum hochrangigen strategischen Dialog („zweite Säule“). Der Dialog zwischen den Menschen hat denselben Stellenwert wie die beiden anderen Dialoge, weist eine flexible Struktur auf und ist mit geringen finanziellen Auswirkungen verbunden. Er führt die bereits laufenden Dialoge zu Bildung, Kultur, Jugend und Mehrsprachigkeit zusammen (IP/12/381).

Hochschulbildung, Mehrsprachigkeit und Jugend

Die Zahl chinesischer Studierender an europäischen Universitäten hat sich vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2010 versechsfacht: sie lag 2010 bei insgesamt über 120 000. In den vergangenen sechs Jahren hat die EU mehr als 2000 chinesischen Studierenden ein Erasmus-Mundus-Stipendium gewährt und ihnen damit einen Studienaufenthalt an einer europäischen Universität ermöglicht. Die chinesische Regierung hat zugesagt, in den kommenden vier Jahren, also bis zum Jahr 2016, 10 000 Stipendien für europäische Studierende, die an einer chinesischen Universität studieren möchten, zur Verfügung zu stellen.

Erasmus für alle, das von der Kommission geplante neue Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport für den Zeitraum 2014‑2020, wird Nicht-EU-Ländern, also auch China, offenstehen; mit den darin vorgesehenen Stipendien können zum einen europäische Studierende und Lehrende einen Studien- bzw. Lehr- oder Fortbildungsaufenthalt in einem Nicht-EU-Land absolvieren, zum anderen erhalten Studierende und Lehrende aus Nicht-EU-Ländern dieselbe Möglichkeit in der Europäischen Union.

Die Zusammenarbeit zwischen China und der EU im Bereich der Mehrsprachigkeit wurde in den letzten Jahrzehnten rasch vorangetrieben; dieser Themenkomplex ist Teil des hochrangigen Dialogs zwischen den Menschen. Die Strategie der Kommission zielt darauf ab, das Lehren und Erlernen europäischer und chinesischer Sprachen auf internationaler Ebene zu fördern, neue Möglichkeiten des Sprachenlernens und der Mobilität für Sprachenstudierende und ‑lehrende zu erkunden und zudem die bedeutende Rolle von Sprachen für den kulturellen Austausch und den Dialog zwischen den Menschen zu betonen.

Im Jahr 2012 wurde im Rahmen des Programms Jugend in Aktion etwa 1 Mio. EUR zur Unterstützung von 15 Projekten bereitgestellt, an denen über 100 chinesische und europäische Jugendorganisationen beteiligt waren. Die Projekte umfassten gemeinsame Aktivitäten im Zusammenhang mit Beschäftigung, Freiwilligentätigkeit und aktiver Teilhabe junger Menschen an der Gesellschaft.

Film

Mit dem ersten Online-Filmfestival soll es einem größeren chinesischen Publikum ermöglicht werden, sich europäische Filme anzusehen. Während ihres Besuchs wird Kommissarin Vassiliou prüfen, ob Schritte ergriffen werden können, um Quoten zu verhindern und den Zugang zu den Filmen zu erleichtern. Im Rahmen des Programms MEDIA Mundus der Europäischen Union wurden Aufführungen chinesischer Filme wie „Back to 1942“ von Feng Xiaogang und „Judge Archer“ von Xu Haofeng auf dem Filmfestival von Rom unterstützt, des Weiteren auch Treffen von Filmemachern aus der EU und aus China auf den Festivals in Udine, Warschau und Rom. Jedes Jahr stellt MEDIA Mundus insgesamt ca. 5 Mio. EUR für Kooperationsprojekte Filmschaffender aus der EU mit Filmschaffenden aus der ganzen Welt zur Verfügung. Das EU-China-Handelsprojekt machte eine Reihe von Workshops und Studienbesuchen im Kultur- und im Kreativsektor möglich.

Pressekonferenzen

Kommissarin Vassiliou wird an folgenden Pressekonferenzen teilnehmen: auf dem ersten Online-Filmfestival (29. November, Broadway Cinematheque MOMA, 17.35-17.45 Uhr), nach der Annahme der neuen gemeinsamen Erklärung zur kulturellen Zusammenarbeit zwischen der EU und China (30. November, National Art Museum of China, 18.40‑18.50 Uhr) und während ihres Besuchs in der China Europe International Business School (1. Dezember, 14.20-14.30 Uhr).

Weitere Informationen

Europäisch-chinesischer hochrangiger Dialog zwischen den Menschen

Jahr des interkulturellen Dialogs EU-China 2012

Programm MEDIA Mundus

EU-China-Handelsprojekt

Europäische Kommission: Allgemeine und berufliche Bildung

Website von Androulla Vassiliou

Androulla Vassiliou auf Twitter: @VassiliouEU

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229-59258); Twitter: @DennisAbbott

Dina Avraam (+32 229-59667),

William Fingleton (EU-Delegation in Peking) (+86 108 45 48 000)


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