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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 27. November 2012

Generationensolidarität: Kommission, Parlament und Rat diskutieren mit philosophischen und nichtkonfessionellen Organisationen

Brüssel, den 27. November 2012 – Kommissionspräsident José Manuel Barroso war heute Gastgeber eines Treffens mit Vertretern philosophischer und nichtkonfessioneller Organisationen, das am Sitz der Kommission in Brüssel zu dem Thema „Solidarität zwischen den Generationen: Weichenstellung für die europäische Gesellschaft von morgen“ stattfand. Herman Van Rompuy, Präsident des Europäischen Rates, und der Vizepräsident des Europäischen Parlaments László Surján führten gemeinsam den Vorsitz. Vor dem Hintergrund demographischer Umwälzungen und immer dringender werdender gesellschaftlicher Innovation fand zwischen den europäischen Spitzenpolitikern und den Teilnehmern ein Meinungsaustausch darüber statt, wie in Europa die Solidarität zwischen den Generationen gestärkt und eine Kultur aktiven Alterns entwickelt werden kann.

José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission, erklärte: „Europa ist auf Solidarität aufgebaut, aber diese Solidarität wird in Krisenzeiten in Frage gestellt. Wenn Menschen leiden, ist die Versuchung groß, populistischem Gedankengut zu folgen und die Europäische Union zum Sündenbock zu erklären. In Wirklichkeit lassen sich aber Solidarität und die notwendigen Reformen nur im Rahmen der EU zum allgemeinen Wohl in Europa zusammenbringen. Deshalb sollten wir nichts unversucht lassen, Hand in Hand zu arbeiten und die Solidarität zwischen Nationen, auch innerhalb der Staaten, zwischen reich und arm, alt und jung wiederherzustellen. Das heutige Treffen leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Das von allen Teilnehmern unter Beweis gestellte Engagement macht mir Mut.“

EU-Ratspräsident Van Rompuy betonte: „Ich habe den Akzent heute morgen auf die europäische Identität, auf Europa, gelegt, für das der wichtigste Wert der Respekt jedes einzelnen Menschen ist, der mit gleichen Rechten für alle und Nichtdiskriminierung in all ihren Formen sowie Solidarität und Brüderlichkeit verbunden ist. Der Respekt des Einzelnen ist für uns heute der zentrale Wert für die Gestaltung einer Europäischen Union, die sich auf mehr Solidarität – auch zwischen jung und alt – gründet.“

László Surján, Vizepräsident des Europäischen Parlaments, erklärte: „Im Europäischen Parlament sind wir der Ansicht, dass die Generationensolidarität den Bürgern geholfen hat, die jüngste Krise zu überstehen. Sie ist auch aus anderen Gründen von entscheidender Bedeutung für die gesamte Gesellschaft – man denke nur an die Rentensysteme oder den Transfer von Knowhow und Erfahrungen von einer Generation auf die andere.“

Die Teilnehmer bestätigten die wichtige Rolle, die philosophische und nichtkonfessionelle Organisationen bei der Förderung von Werten wie Freiheit, Gleichberechtigung und Solidarität in Europa und in der Welt spielen. Sie waren sich einig, dass die Herausforderungen des demographischen Wandels bspw. durch die Bekämpfung von Diskrimination, die Schaffung besserer Beschäftigungsmöglichkeiten für Personen jeden Alters oder die Einführung lebenslangen Lernens angegangen werden müssen. Indem sie auf bessere Bildung, weniger Armut und eine gerechtere Gesellschaft setzen, fügen sich diese Bemühungen direkt in die allgemeine Wachstumsstrategie der Europäischen Kommission für Europa ein.

Hintergrund

2012 ist das „Europäische Jahr des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen“. Es hat ein breites Spektrum interessierter Kreise mobilisiert. Neue Initiativen zur Förderung des aktiven Alterns und zur Stärkung der Solidarität zwischen den Generationen wurden vorgestellt, die einen Beitrag zur Strategie "Europa 2020“ der Kommission für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum leisten. Auch das heutige Treffen passt in diese Strategie.

Hochrangige Treffen zwischen Europäischen Organen und philosophischen und nichtkonfessionellen Organisationen sowie mit Kirchen und religiösen Vereinigungen oder Gemeinschaften sind zu einer festen Tradition geworden. Seit Inkrafttreten des Lissabonner Vertrags im Dezember 2009 ist der Dialog mit Kirchen und weltanschaulichen Gemeinschaften primärrechtlich verankert (Art. 17 AEUV). Für die EU-Organe ist der Dialog ein wichtiges Instrument der partizipativen Demokratie. Neben den hochrangigen Treffen mit religiösen Führern und Vertretern philosophischer und nichtkonfessioneller Organisationen finden mit den verschiedenen Gesprächspartnern regelmäßig Dialogseminare zu spezifischen EU-Politiken statt.

Für die Teilnehmerliste wird auf MEMO/12/901 verwiesen.

Audio-, Video- und Fotomaterial zu der Veranstaltung bietet die Webseite der Europäischen Kommission für Audiovisuelle Dienste.

Website of the Dialogue with churches, religious associations and communities and philosophical and non-confessional organisations

Website von José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission

Kontakt:

Pia Ahrenkilde Hansen (+32 2 295 30 70)

Jens Mester (+32 2 296 39 73)

Dirk Volckaerts (+32 2 299 39 44)


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