Navigation path

Left navigation

Additional tools

Beschäftigung: Kommission verbessert EURES-Netz für die berufliche Mobilität

European Commission - IP/12/1262   26/11/2012

Other available languages: EN FR DA ES NL IT SV PT FI EL CS ET HU LT LV MT PL SK SL BG RO

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 26. November 2012

Beschäftigung: Kommission verbessert EURES-Netz für die berufliche Mobilität

Die Europäische Kommission hat einen Beschluss zur Modernisierung und Verbesserung des EU-weiten Beschäftigungsnetzes EURES angenommen. Mit dem Beschluss soll die transnationale Mobilität der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen erhöht und damit der Weg zu einem echten europäischen Arbeitsmarkt geebnet werden. Dank der EURES-Reform soll es für Arbeitsuchende einfacher werden, Kontakt zu Arbeitgebern aufzunehmen, die Arbeitskräfte mit besonderen Qualifikationen suchen. Der Schwerpunkt wird auf Branchen und Berufe gelegt, in denen Arbeitskräftemangel herrscht. Außerdem sollen spezielle Mobilitätsprogramme für junge Menschen unterstützt werden.

László Andor, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration, erklärte: „Die Förderung der EU-internen Mobilität von Arbeitsuchenden kann zur Lösung des Problems der derzeit unannehmbar hohen Arbeitslosenquoten beitragen. Das verbesserte EURES-Netz hilft Personen, die gewillt sind, im Ausland zu arbeiten, bei der Suche nach geeigneten offenen Stellen und kann Arbeitgeber bei der Suche nach qualifizierten Arbeitskräften unterstützen. Wir appellieren nun an alle Mitgliedstaaten, die erforderlichen Schritte für die Umsetzung der Reform einzuleiten.“

Trotz hoher Arbeitslosenquoten (mehr als 25 Millionen Arbeitslose in der EU) herrscht weiterhin ein Fachkräftemangel und bleiben Stellen in bestimmten Berufen unbesetzt. Seit Mitte 2009 ist in der Tat die Zahl offener Stellen angestiegen, vor allem in wachstumsintensiven Bereichen wie Informations-, Kommunikations- und Umwelttechnologie.

EURES ist ein bereits bestehendes Arbeitsvermittlungs-Netz, dem 31 europäische Arbeitsverwaltungen in den EU-Mitgliedstaaten, den EWR-Ländern (Norwegen, Island und Liechtenstein) und der Schweiz angehören. Der neue Kommissionsbeschluss wird dazu beitragen, dass EURES unmittelbar auf spezifische wirtschaftliche Bedürfnisse reagieren kann. Über das Netz erfolgt proaktiv ein Abgleich von Personen, die Arbeit suchen oder einen Arbeitsplatzwechsel anstreben, mit den vorhandenen Stellenangeboten. Für die Arbeitgeber wird zudem der Zugang zu einem Kandidatenpool mit den für die Entwicklung und das Wachstum ihres Unternehmens benötigten Qualifikationen verbessert.

Infolge der Reform wird EURES stärker auf die jungen Menschen ausgerichtet sein, die eine höhere Mobilitätsneigung haben, und sich auf Beschäftigungsverhältnisse erstrecken, bei denen Arbeit und Lernen kombiniert werden (z. B. Ausbildungsverhältnisse). Schließlich wird das EURES-Webportal umgestaltet, damit benutzerfreundliche innovative Online-Instrumente für die Stellenvermittlung zur Verfügung stehen und der Zugang zu qualifikationsbasierten Arbeitsmarktdaten gewährleistet ist.

Mit der Reform wird die Anzahl der Partner, die im Rahmen von EURES Mobilitätsdienstleistungen anbieten, erhöht und eine Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Arbeitsvermittlern eingeführt. Auf diese Weise soll ein noch höherer Prozentsatz freier Stellen erfasst werden (derzeit werden insgesamt 30-40 % der freien Stellen abgedeckt).

Der Beschluss gilt ab 1. Januar 2014. Bis dann muss jedes teilnehmende Land eine besondere Dienststelle benennen, die die Reform umsetzt, mit den neuen Partnern zusammenarbeitet und das erforderliche spezifische Leistungsangebot entwickelt.

Hintergrund

Gemäß dem Grundsatz der Freizügigkeit der Arbeitnehmer können EU-Bürgerinnen und ‑Bürger in jedem beliebigen EU-Land Arbeit suchen und dort ohne Arbeitserlaubnis arbeiten; sie müssen dabei in Bezug auf Zugang zu Beschäftigung, Arbeitsbedingungen und Sozialleistungen so wie die Staatsangehörigen des Aufnahmelandes behandelt werden.

Derzeit leben nur 3,1 % der EU-Erwerbsbevölkerung in einem anderen Mitgliedstaat als dem eigenen. Die Zahl ist seit 2005 um nahezu 60 % angestiegen, hauptsächlich im Zuge der Erweiterungen in den Jahren 2004 und 2007. Laut Schätzungen ist das BIP in der EU‑15 infolge der Mobilitätsströme nach der Erweiterung im Zeitraum 2004-2009 um insgesamt etwa 1 % gestiegen. Allerdings hat die Wirtschaftskrise die Mobilitätsströme zwischen den EU-Mitgliedstaaten gebremst: im Vergleich zum Zeitraum 2006-2008 gingen die EU-internen Mobilitätsströme im Zeitraum 2009-2011 um ein Drittel zurück.

Das EURES-Portal zur beruflichen Mobilität ist bereits jetzt einzigartig in der EU: es ist gebührenfrei und bietet Informationen über die Lebens- und Arbeitsbedingungen in allen teilnehmenden Ländern in 25 Sprachen an. Über die Website, die jeden Monat 4 Millionen Besucher verzeichnet, werden jeden Monat 150 000 Kontakte zwischen Arbeitsuchenden und Arbeitgebern hergestellt, die in etwa 50 000 Vermittlungen pro Jahr münden. Im Durchschnitt sind auf dem Portal ständig 750 000 Lebensläufe eingetragen. Über den EURES-Veranstaltungskalender können mehrere hundert Veranstaltungen abgerufen werden, die in Europa stattfinden.

Weitere Informationen

MEMO/12/896 und MEMO/12/897

Beschluss der Kommission:

http://ec.europa.eu/social/main.jsp?langId=de&catId=89&newsId=1725&furtherNews=yes

László Andors Website: http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/andor/index_de.htm

Folgen Sie László Andor auf Twitter: http://twitter.com/LaszloAndorEU

Abonnieren Sie den kostenlosen E-Mail-Newsletter der Europäischen Kommission zu den Themen Beschäftigung, Soziales und Inklusion unter http://ec.europa.eu/social/e-newsletter

Kontakt:

Jonathan Todd (+32 229-94107)

Nadège Defrère (+32 229-64544)


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website