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Weitere EU-Unterstützung für wirtschaftliche Entwicklung der türkisch-zyprischen Gemeinschaft

European Commission - IP/12/1239   22/11/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 22. November 2012

Weitere EU-Unterstützung für wirtschaftliche Entwicklung der türkisch-zyprischen Gemeinschaft

Die Europäische Kommission hat heute ein finanzielles Hilfsprogramm zugunsten der türkisch-zyprischen Gemeinschaft genehmigt. Das mit 27,2 Mio. EUR ausgestattete Programm konzentriert sich auf die Förderung der wirtschaftlichen Integration der Insel und soll den Weg für die Wiedervereinigung ebnen.

Durch das Programm soll eine Reihe von Sektoren unterstützt werden, darunter die Bekämpfung von Tierseuchen, der Umweltschutz, die Straßenverkehrssicherheit, das kulturelle Erbe und die Zivilgesellschaft. Studenten, Lehrer und NRO zählen zu den Hauptbegünstigten des Programms.

Štefan Füle, EU-Kommissar für Erweiterung und europäische Nachbarschaftspolitik, erklärte: „Die Bereitstellung zusätzlicher Mittel zeugt vom Engagement der Europäischen Union, die wirtschaftliche Integration der türkisch-zyprischen Gemeinschaft zu unterstützen; durch den Dialog zwischen den beiden Gemeinschaften und die gegenseitige Bereicherung, die dieser darstellt, wird die zukünftige Wiedervereinigung der Insel weiter unterstützt.“

Die Europäische Union hat im Rahmen des Hilfsprogramms für die türkisch-zyprische Gemeinschaft bislang mehr als 320 Mio. EUR investiert. In diesem Jahr wurde bereits eine spezifische Mittelzuweisung von 800 000 EUR zur Finanzierung des EU-Stipendienprogramms für das akademische Jahr 2012/2013 genehmigt.

Hintergrund

Seit der Lancierung des EU-Hilfsprogramms im Jahr 2006 hat die Europäische Union mehr als 320 Mio. EUR zur Unterstützung der türkisch-zyprischen Gemeinschaft bereitgestellt. Letztere hat spürbare Vorteile durch das Programm und wurde der EU näher gebracht. Nachstehend einige Beispiele für erfolgreiche Projekte:

Die EU unterstützt die Aussöhnung, die vertrauensbildenden Maßnahmen und die bilaterale Zusammenarbeit, weshalb ihr Beitrag einen wesentlichen Eckpfeiler des laufenden Friedensprozesses darstellt:

  1. Die EU hat die Öffnung der beiden letzten Übergangsstellen Limnitis/Yeşilırmak (Oktober 2010) und Ledra/Lokmacı Street (Februar 2009) finanziert.

  2. Die EU hat mit 11,5 Mio. EUR die Minenräumung in der Pufferzone bis auf vier Minenfelder unterstützt.

  3. Die EU leistet mit 7,5 Mio. EUR den größten Beitrag zum Ausschuss für die Vermissten (CMP).

  4. Die EU unterstützt den Bau einer bikommunalen Kläranlage für ganz Nikosia in Mia Milia/Haspolat, die im zweiten Halbjahr 2012 fertiggestellt werden soll.

Das Hilfsprogramm spielt außerdem eine wichtige Rolle bei der Modernisierung der Infrastruktur sowie bei der Unterstützung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung und der Verbesserung der Standards in zahlreichen Bereichen im Einklang mit dem EU-Besitzstand; dadurch soll eine reibungslose Umsetzung einer von den Zyprern vereinbarten umfassenden Lösung der Zypern-Frage unterstützt werden.

  1. Im Energiebereich ist das Pilotsolarkraftwerk inzwischen in Betrieb; es handelt sich um das erste Kraftwerk dieser Größenordnung auf der gesamten Insel.

  2. Im Infrastrukturbereich wurde im Jahr 2011 auch der Austausch von Asbestrohren in zahlreichen Städten vollständig abgeschlossen, was zu einer bedeutenden Verbesserung der Wasserversorgung geführt hat.

  3. Die Kläranlage in Morphou ist inzwischen in Betrieb; der Bau dieser ersten Abwassersammlungs- und Aufbereitungsanlage der Stadt wurde durch die EU ermöglicht.

  4. Im Bereich des kulturellen Erbes hat die EU ermöglicht, das Baudenkmal Bedesten im nördlichen Teil der Altstadt Nikosias wieder zum Leben zu erwecken. Das Projekt zur Renovation des Bauwerks, das sich heute zu einem lebendigen Kulturzentrum entwickelt hat, erhielt den Europa-Nostra-Preis.

  5. Die alte Abfalldeponie in der Nähe des Dorfes Dhikomo/Dikmen, die ein großes Umweltproblem darstellte, wurde gesäubert und rehabilitiert.

  6. Die Instandsetzungsarbeiten in mehreren Dörfern im Nordteil Zyperns wurden 2010 abgeschlossen.

  7. Die Arbeiten zur Restaurierung des alten traditionellen Marktes (Bandabuliya) in der Altstadt von Nikosia nahe des Kulturzentrums Bedestan wurden abgeschlossen.

  8. Durch das Stipendienprogramm haben 500 türkisch-zyprische Studenten und Lehrer die Möglichkeit erhalten, für die Dauer von bis zu einem Jahr an einem Grund- oder Postgraduierten-Studium an Hochschulen anderer Mitgliedstaaten teilzunehmen.

Weitere Informationen

Hilfsprogramm für die türkisch-zyprische Gemeinschaft:

http://ec.europa.eu/enlargement/tenders/aid-programme-tcc/index_de.htm

Kontaktpersonen:

Anca Paduraru (+32 229-6 6430)

Peter Stano (+32 229-57484)


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