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Fusionskontrolle: Kommission genehmigt Übernahme des deutschen Küchenherstellers Alno durch Whirlpool

Commission Européenne - IP/12/1234   20/11/2012

Autres langues disponibles: FR EN

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 20. November 2012

Fusionskontrolle: Kommission genehmigt Übernahme des deutschen Küchenherstellers Alno durch Whirlpool

Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme des deutschen Küchenherstellers Alno AG durch den US-amerikanischen Haushaltsgerätehersteller Whirlpool Corporation nach der EU-Fusionskontrollverordnung genehmigt. Die Untersuchung der Kommission ergab, dass es sowohl im Bereich des Angebots von Haushaltsgeräten als auch der Herstellung und des Vertriebs von Küchenmöbeln genügend Wettbewerber mit beträchtlichen Marktanteilen gibt. Deshalb ist der geplante Zusammenschluss wettbewerbsrechtlich unproblematisch.

Die Kommission hat geprüft, wie sich der geplante Zusammenschluss auf den Wettbewerb auf den Märkten für Haushaltsgeräte und die Herstellung und den Vertrieb von Küchenmöbeln auswirken würde. Sie kam zu dem Schluss, dass es bei den Tätigkeiten der beteiligten Unternehmen keine Überschneidungen gibt. Es würde lediglich in Deutschland, wo ALNO den größten Teil seines Umsatzes generiert, eine vertikale Beziehung entstehen, da ALNO seine Küchenmöbel mit Einbaugeräten, wie sie Whirlpool produziert, vertreibt.

Die Untersuchung der Kommission zeigte auf, dass die am Zusammenschluss beteiligten Unternehmen keine beträchtlichen Marktanteile auf den nach- und vorgelagerten Märkten halten und auf diesen Märkten zudem mehrere andere Anbieter mit beträchtlichen Marktanteilen vertreten sind. Kunden könnten ihre Küchengeräte somit problemlos von Wettbewerbern von Whirlpool beziehen. Die Marktuntersuchung bestätigte auch, dass die Wettbewerber von Whirlpool auf einen hinreichenden Kundenstamm zurückgreifen könnten. Die Kommission ist daher zu dem Schluss gelangt, dass das Vorhaben keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken gibt.

Das Vorhaben wurde am 12. Oktober 2012 bei der Kommission angemeldet.

Unternehmen und Produkte

Whirlpool hat seinen Sitz in Benton Harbor, Michigan (USA), und ist an der New Yorker Börse notiert. Whirlpool ist die Muttergesellschaft der Whirlpool Group. Das Unternehmen produziert und vertreibt weltweit eine umfassende Produktlinie von Haushaltsgeräten und verwandten Produkten wie Wäschepflegegeräte, Kühlgeräte, Kochgeräte und Geschirrspüler.

ALNO ist ein börsennotiertes deutsches Unternehmen mit Sitz in Pfullendorf (Deutschland). ALNO ist die Muttergesellschaft der ALNO Group und stellt Küchenmöbel her, die das Unternehmen zusammen mit Einbaugeräten (als Teil eines Gesamtpakets aus Küchenmöbeln und Einbaugeräten) vertreibt.

Fusionskontrollvorschriften und -verfahren

Die Kommission ist verpflichtet, Fusionen und Übernahmen von Unternehmen zu prüfen, deren Umsatz bestimmte Schwellenwerte übersteigt (vgl. Artikel 1 der Fusionskontrollverordnung), und Zusammenschlüsse zu untersagen, die den wirksamen Wettbewerb im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder in einem wesentlichen Teil desselben erheblich behindern würden.

Der weitaus größte Teil der angemeldeten Zusammenschlüsse ist wettbewerbsrechtlich unbedenklich und wird nach einer Standardprüfung genehmigt. Nach der Anmeldung muss die Kommission in der Regel innerhalb von 25 Arbeitstagen entscheiden, ob sie den Zusammenschluss im Vorprüfverfahren genehmigt (Phase I) oder ein eingehendes Prüfverfahren einleitet (Phase II).

Weitere Informationen unter:

http://ec.europa.eu/competition/elojade/isef/case_details.cfm?proc_code=2_M_6717

Kontakt:

Antoine Colombani (+32 229-74513)

Marisa Gonzalez Iglesias (+32 229-51925)


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