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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Zypern, den 16. November 2012

Die Gewinner des Unternehmensförderpreises 2012: Die sozial Schwächsten zur Gründung eines eigenen Unternehmens befähigen

Der 6. europäische Unternehmensförderpreis geht, wie die Jury heute bekanntgab, an das britische Projekt Outset. Damit würdigte das Gremium den einzigartigen Ansatz des Projekts, den Schwächsten in der Gesellschaft durch Selbständigkeit und Unternehmertum einen Weg in die Erwerbstätigkeit zu öffnen. Auch Beiträge aus Zypern, Schweden, Italien, Portugal und der Türkei wurden für neue, innovative und lokale Lösungen zur Förderung unternehmerischer Initiative ausgezeichnet.

Die von der Europäischen Kommission, dem zyprischen EU-Ratsvorsitz und dem Ausschuss der Regionen gemeinsam ausgerichtete Preisverleihung fand in Zypern statt. Bei den nationalen Wettbewerben gingen dieses Jahr 402 Projekte an den Start, um sich einen Platz in der europaweiten Endausscheidung zu sichern. 57 nationale Gewinnerbeiträge schafften es schließlich in die zweite Runde. An dem Wettbewerb beteiligten sich alle 27 EU-Mitgliedstaaten, Beitrittsland Kroatien sowie zwei Teilnahme­länder am Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP), Serbien und die Türkei. Weitere Informationen zu den ausgezeichneten Projekten entnehmen Sie bitte dem MEMO/12/870.

Der für Industrie und Unternehmertum zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission, Antonio Tajani, erklärte: „Das beeindruckende Engagement der Teilnehmer am diesjährigen Wettbewerb belegt, wie wichtig die Förderung unternehmerischer Initiative in Europa zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist. Unternehmerisches Handeln kann das Leben von Einzelnen und sozialen Gruppen nachhaltig verändern. Es ist wichtig, die wertvolle Arbeit von Organisationen anzuerkennen, die durch Projekte wie Outset Start-up-Unternehmen ein Forum bieten. Im aktuellen Wirtschaftsumfeld brauchen wir mehr solche Initiativen. Deshalb arbeite ich mit meinem Team derzeit an einer europäischen Agenda für unternehmerische Initiative. Dieser Aktionsplan soll die EU-Bürgerinnen und Bürger durch konkrete Maßnahmen dazu ermutigen, ihr eigener Chef zu werden.“

Ausführliche Informationen zu den Preiskategorien, zur Jury und den Partnern

http://ec.europa.eu/enterprise/policies/sme/small-business-act/index_de.htm

Der „Small Business Act“

Die sechs Gewinner des Europäischen Unternehmensförderpreises 2012 sind:

Großer Preis der Jury: Wirtschaftliche Entwicklung und Unternehmensunterstützung

Unternehmerische Initiative und Gründungswillen bei schwer zugänglichen Personengruppen fördern (England): Ziel des Projekts Outset ist es, negative Denkmuster bei Mitgliedern der sozial schwächsten Gruppen zu durchbrechen und sie davon zu überzeugen, dass sie ihr eigenes kleines Unternehmen gründen können. Seit Programmstart konnte Outset mehr als 6 000 Personen erreichen. 673 von ihnen haben ihr eigenes Unternehmen gegründet und so insgesamt 890 Arbeitsplätze geschaffen.

Förderung des Unternehmergeistes

Förderung der unternehmerischen Tätigkeit von Frauen durch leichteren Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten (Zypern): Die von Unternehmerinnen gegründete Women's Co-Operative Bank erleichtert Frauen den Zugang zu Finanzierungs­möglichkeiten. Seit dem Projektstart stieg die Unternehmertätigkeit unter Frauen in Gesamtzypern von 12 % im Jahr 2001 auf heute 28 %.

Investitionen in Kenntnisse und Fertigkeiten

Förderung der Wissensvermittlung und der digitalen Visualisierung (Schweden): Mit dem Visualization Park von Campus i12, zu dessen Angebot auch eine Reihe berufsbildender Lehrgänge gehört, sollte ein Kristallisationspunkt für ein Unternehmens­cluster im Bereich der digitalen Visualisierung geschaffen und unternehmerische Initiative in der kleinen, ländlich geprägten Garnisonsstadt Eksjö gefördert werden. Seit Gründung des Parks im Juli 2009 hat sich die Zahl der Partnerunternehmen auf heute über 100 Unternehmen mehr als verdoppelt. Doch vor allem hat sich die Einstellung der Studierenden geändert: Viele spielen heute mit dem Gedanken, selbst unternehmerisch tätig zu werden.

Verbesserung des Unternehmensumfelds

Abbau von Hürden für KMU in städtischen Gebieten (Italien): Das Konzept FaciliTO der Stadt Turin soll durch Zugang zu Beratungsangeboten und Finanzierungen Abhilfe für die Probleme kleiner Unternehmen in benachteiligten städtischen Gebieten schaffen. An dem Projekt nahmen mehr als 200 Unternehmen teil, von denen 93 finanziell unterstützt wurden.

Unterstützung der Internationalisierung von Unternehmen

Kooperation beim Export von Weinen aus der Douro-Gegend (Portugal): Mit dem Ziel, Informationen auszutauschen und sich gegenseitig bei der stetigen Verbesserung der Qualität ihrer Weine zu unterstützten, taten sich fünf Kleinwinzer aus der Region Douro zusammen. Sie kooperierten bei der Entwicklung einer Marke und der weltweiten Vermarktung von Douro-Weinen. So gelang es ihnen, ihren Weinexport um 134 % zu steigern.

Verantwortliches und integrationsfreundliches Unternehmertum

Unterstützung von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsplatz (Türkei): Das türkisch-niederländische Gemeinschaftsprojekt Disabled at Work unterstützt Menschen mit Behinderungen durch berufliche Bildung und ein Mentorenprogramm. 194 Personen wurden im Rahmen des Projekts ausgebildet und 65 fanden eine Beschäftigung.

Eine besondere Erwähnung der Jury erhielten zudem die drei folgenden innovativen Projekte:

  • Unternehmergeist bei Kindern wecken (Niederlande): Am Projekt De Torteltuinen B.V. (Taubengärten) nahmen über 500 Zehn- bis Zwölfjährige aus einem Wohnviertel von Groningen teil. Im Rahmen des Projekts konnten die Kinder ihren eigenen Garten anlegen, Erzeugnisse anbauen und so ihre unternehmerischen Fähigkeiten entwickeln.

  • e-Geschäftsberichte (Estland): Dank eines Systems zur elektronischen Über­mittlung von Geschäftsberichten an das zentrale Handelsregister konnten estnische Unternehmer mehr als 4,5 Mio. EUR einsparen.

  • Schaffung eines einheitlichen Ansatzes in Sachen soziale Verantwortung von Unternehmen (Litauen): Das Projekt GATES wurde vom Entwicklungs­programm der Vereinten Nationen (UNDP) in Litauen ins Leben gerufen, um die Ansätze zur Stärkung der sozialen Verantwortung von Unternehmen (Corporate Social Responsibility, CRS) durch Schulungs- und Unterstützungsangebote für KMU zu vereinheitlichen. Mehr als 2 500 Menschen aus über 500 KMU nahmen bislang an dem Projekt teil.

Hintergrund

Seit 2006 werden mit den Europäischen Unternehmensförderpreisen erfolgreiche und innovative Ansätze zur Förderung der unternehmerischen Initiative in der EU und in den am Programm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) beteiligten Ländern ausgezeichnet. Mit den Preisen werden herausragende Leistungen bei der Förderung des Unternehmergeistes und des Kleinunternehmertums auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene gewürdigt. Seit Einführung des Preises beteiligten sich mehr als 2 000 Bewerber mit ihren Projekten an den Ausschreibungen. Gemeinsam trugen sie zur Gründung von über 10 000 Unternehmen bei.

Ansprechpartner:

Carlo Corazza (+322-295 17 52)

Sara Tironi (+322-299 04 03)


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