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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 15. November 2012

Kommission begrüßt Forderung von 44 Nobelpreisträgern und 130 000 Bürgern nach Investitionen in Forschung und Innovation

Der Präsident der Europäischen Kommission José Manuel Barroso empfing heute eine von den Nobelpreisträgern Sir Tim Hunt und Professor Jules Hofmann angeführte Delegation. Dabei wurde Präsident Barroso sowie dem Präsidenten des Europäischen Parlaments Martin Schulz und dem Präsidenten des Europäischen Rates Herman van Rompuy ein von 44 Nobelpreisträgern und 6 Trägern der Fields-Medaille unterzeichneter offener Brief übergeben. Das Schreiben hebt die Bedeutung der EU-Finanzierung von Forschung und Innovation hervor und warnt vor den Folgen von Haushaltskürzungen in diesen Bereichen. Die Delegation machte zudem auf eine Petition zur Unterstützung dieses Anliegens aufmerksam, die bislang von mehr als 130 000 Menschen in Europa und weltweit unterzeichnet wurde.

Präsident Barroso erklärte: „Ich begrüße ausdrücklich die Unterstützung von 44 herausragenden Nobelpreisträgern, 6 Trägern der Fields-Medaille und einer beeindruckenden Anzahl von anderen Wissenschaftlern. Jeder auf europäischer Ebene in Forschung und Innovation investierte Euro hat ein größeres Gewicht als ein auf nationaler Ebene ausgegebener Euro. Aus diesem Grund hat die Europäische Kommission vorgeschlagen, die Forschungsmittel für den nächsten EU-Haushalt im Rahmen des Programms „Horizont 2020“ erheblich aufzustocken. Wir appellieren an die Staats- und Regierungschefs der EU, dieser Initiative Gehör zu schenken und sich während der außerordentlichen Tagung des Europäischen Rats am 22. und 23. November auf einen ambitionierten und wachstumsorientierten künftigen Haushalt zu einigen.“

Der von den Nobelpreisträgern Sir Tim Hunt und Professorin Christiane Nüsslein-Volhard initiierte offene Brief wurde Ende Oktober europaweit in führenden Medien veröffentlicht. Den Unterzeichnern zufolge ist es „entscheidend, dass wir auf gesamteuropäischer Ebene das Forschungs- und Innovationspotential in all seinem außerordentlichen Reichtum in ganz Europa unterstützen und, noch wichtiger, ermutigen“. Der Brief enthält auch eine Warnung: „Im Falle einer drastischen Kürzung des EU-Budgets für Forschung und Innovation riskiert Europa, eine ganze Generation talentierter Wissenschaftler zu verlieren – just zu dem Zeitpunkt, in dem sie am dringendsten gebraucht werden.“ In diesem Zusammenhang weisen die Verfasser des Briefs insbesondere darauf hin, dass der Europäische Forschungsrat „in bemerkenswert kurzer Zeit globale Anerkennung erfahren“ hat.

Die Initiative wurde unmittelbar durch eine Petition junger Wissenschaftler aus verschiedenen Fachbereichen gefolgt, die von der Initiative for Science in Europe (ISE) koordiniert wird und an die Staats- und Regierungschefs der EU appelliert, das Forschungsbudget nicht zu kürzen. Innerhalb weniger Stunden hatten Tausende von Bürgern in allen EU-Mitgliedstaaten und weltweit die Petition unterzeichnet.

Hintergrund

„Horizont 2020“ ist das neue EU-Programm für Forschung und Innovation, das die Kommission im Rahmen ihres Vorschlags für den mehrjährigen Finanzrahmen 2014-2020 vorgelegt hat. Um neue Impulse für Forschung und Innovation zu setzen und somit Wachstum und Beschäftigung anzukurbeln, hat die Kommission ein Budget von 80 Mrd. EUR (im Vergleich zu den 55 Mrd. EUR des laufenden 7. Rahmenprogramms) vorgeschlagen. Als Teil dieses Vorschlags möchte die Kommission ihre finanzielle Unterstützung für den ausdrücklich in dem offenen Brief genannten Europäischen Forschungsrat von 7,5 Mrd. EUR (2007-2013) auf mehr als 13 Mrd. EUR (2014-2020) aufstocken.

Weitere Informationen

Website mit der Petition und Kopien des offenen Briefes in verschiedenen EU-Sprachen:

http://www.no-cuts-on-research.eu/

Website der Kommission zum mehrjährigen Finanzrahmen 2014-2020:

http://ec.europa.eu/budget/mff/index_de.cfm

Website zu „Horizont 2020”:

http://ec.europa.eu/research/horizon2020/index_en.cfm?pg=home&video=none

Kontakt:

Pia Ahrenkilde Hansen (+32 2 295 30 70)

Jens Mester (+32 2 296 39 73)

Michael Jennings (+32 2 296 33 88)


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