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Fahrzeuge werden durch internationale Harmonisierung sicherer

Commission Européenne - IP/12/1209   14/11/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 14. November 2012

Fahrzeuge werden durch internationale Harmonisierung sicherer

Die Europäische Kommission hat sich heute mit internationalen Partnern auf neue internationale harmonisierte Vorschriften über Notbrems-Assistenzsysteme und Spurhaltewarnsysteme für Nutzfahrzeuge geeinigt. In EU-Rechtsvorschriften sind Termine für die EU-weite obligatorische Einführung dieser technischen Einrichtungen, die die Sicherheit erhöhen, vorgesehen. Um die Sicherheit grenzüberschreitend ebenso zu fördern wie die Ausfuhr der Automobilindustrie, ist es wichtig, dass für diese Einrichtungen weltweit harmonisierte Normen gelten. Im Weltforum der Vereinten Nationen für die Harmonisierung der Regelungen für Kraftfahrzeuge (United Nations' World Forum for Harmonization of Vehicle Regulations) hat sich die Kommission an diesen und anderen Maßnahmen aktiv beteiligt. Zu ihnen gehören unter anderem die Anpassung der Regeln für eine neue Generation von Kinderrückhaltesystemen, „i-Size“, und Vorschriften über die Sicherheit von Akkus, die in Elektrofahrzeugen eingebaut sind.

Mit der Einbeziehung dieser Maßnahmen in die internationale Übereinkunft der Vereinten Nationen über die Konstruktion von Kraftfahrzeugen wird dafür gesorgt, dass dieselben Anforderungen nicht nur in Europa, sondern auch in anderen Ländern wie Japan, Russland und Südkorea erlassen werden. Dadurch werden Hürden für den Marktzugang zu wichtigen Automobilmärkten verringert und der Handel zwischen ihnen erleichtert.

Der für Industrie und Unternehmertum zuständige Kommissionsvizepräsident Antonio Tajani erklärte: „Dies ist ein weiterer Schritt zur Vereinfachung unserer Rechtsvorschriften und zur Förderung der internationalen Harmonisierung, der europäischen Herstellern den Zugang zu Märkten außerhalb der EU erleichtert. Wir verbessern damit die Sicherheit im Straßenverkehr und vereinfachen die Rechtsetzung, und zwar ausschließlich auf Grundlage international vereinbarter Normen. Hier kann man sehen, wie der vor einer Woche vorgestellte Aktionsplan CARS 2020 in der Praxis funktioniert.“

Weitere Informationen

http://ec.europa.eu/enterprise/sectors/automotive/documents/unece/index_en.htm

World Forum for Harmonization of Vehicle Regulations

Hintergrund

Notbrems-Assistenzsysteme

Notbrems-Assistenzsysteme stellen mithilfe von Sensoren fest, wenn ein Fahrzeug zu dicht auf das vorausfahrende Fahrzeug auffährt, und warnen den Fahrer. Reagiert der Fahrer nicht rechtzeitig, leitet das System automatisch eine Notbremsung ein, um einen Aufprall zu verhindern oder abzumildern. Besonders wirksam sind solche Systeme in Situationen, in denen sich beispielsweise ein Schwerfahrzeug dem Ende eines Verkehrsstaus nähert und dessen Fahrer nicht rechtzeitig oder gar nicht reagiert.

Spurhaltewarnsysteme

Spurhaltewarnsysteme helfen Fahrern dabei, die Spur zu halten, indem sie eine Warnung abgeben, sobald das Fahrzeug unbeabsichtigt von der Fahrspur abzukommen droht , was vornehmlich auf mangelnde Aufmerksamkeit des Fahrers zurückzuführen ist. Diese Einrichtungen eignen sich insbesondere zur Vermeidung von Unfällen durch Lastkraftwagen, die von der Spur abkommen. Dies ist auf Autobahnen eine wesentliche Ursache für Unfälle mit Personenschäden.

Kinderrückhaltesysteme

Mit diesen neuen Maßnahmen soll sichergestellt werden, dass die Kindersitze der neuen Generation mit modernen Autos kompatibel sind und nahtlos in sie eingebaut werden können. Bei dem Kinderrückhaltesystem mit der Bezeichnung „i-Size“ brauchen sich Eltern nicht mehr mit schwierigen Gewichtsklassen herumzuschlagen, sondern es gibt eine Auswahl unterschiedlicher Größen, ähnlich der Größeneinteilung bei Kinderkleidung. Kinder werden nicht mehr dadurch gefährdet, dass vorwärts gerichtete Sitze zu früh verwendet werden, da die Kindersitze bis zum Alter von 15 Monaten nach hinten gerichtet sein werden. Schließlich bieten die neuen Kindersitze einen besseren Schutz bei Seitenaufprall.

Sicherheitsanforderungen für Akkus in Elektrofahrzeugen

Die in Elektrofahrzeuge eingebauten Akkus sind unter Umständen harten Betriebsbedingungen ausgesetzt, etwa heftigen Schwingungen, plötzlichen Temperaturwechseln und sogar Zusammenstößen, was zur Beschädigung des Akkus und möglicherweise zur Gefährdung der Sicherheit der Fahrzeuginsassen führen kann. Um dieser Problematik zu begegnen, wurde eine neue Reihe von Prüfungen erarbeitet, mit denen bestimmte Situationen simuliert werden, die im Straßenverkehr vorkommen können, z. B. Zusammenstöße, Brände außerhalb des Fahrzeugs oder ein Kurzschluss (IP/10/260).

Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE)

Die weltweite technische Harmonisierung ist ein Schlüsselfaktor bei der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie auf dem Weltmarkt. Je mehr auf UN/ECE-Ebene geregelt wird, desto besser für die europäische Industrie und desto weniger EU-Rechtsvorschriften werden benötigt.

Die EU ist Vertragspartnerin des internationalen Übereinkommens über die Konstruktion von Fahrzeugen von 1958. Diesem Übereinkommen mit einem Anhang von 127 Regelungen sind gegenwärtig 50 Vertragsparteien beigetreten (u. a. die EU, Japan, Russland und Korea). In den Regelungen geht es um die Genehmigung der Sicherheits- und Umweltaspekten von Fahrzeugen. Sie werden von einer ständigen Arbeitsgruppe der UN/ECE verwaltet, dem World Forum for Harmonization of Vehicle Regulations (Weltforum für die Harmonisierung der Regelungen für Kraftfahrzeuge). Die Kommission und Mitgliedstaaten nehmen an den technischen Vorarbeiten des Forums teil, und die Kommission übt im Forum das Stimmrecht im Namen in der EU aus.

Kontakte:

Carlo Corazza (+32 229 51752)

Sara Tironi (+32 229 90403)


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