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Tagung der Energieminister in Addis Abeba: Kommissar Piebalgs kündigt EU-Unterstützung für Bau des größten Solarkraftwerks in Westafrika an

Commission Européenne - IP/12/1204   14/11/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 14. November 2012

Tagung der Energieminister in Addis Abeba: Kommissar Piebalgs kündigt EU-Unterstützung für Bau des größten Solarkraftwerks in Westafrika an

EU-Entwicklungskommissar Piebalgs gab heute bekannt, die EU werde den Bau des künftig größten afrikanischen Photovoltaik-Kraftwerks in Burkina Faso unterstützen. Das Kraftwerk soll jährlich 32 Gigawattstunden und damit 6 % der derzeitigen Stromproduktion des Landes erzeugen. Dadurch wird der Energiebedarf von rund 400 000 Menschen gedeckt. Die Ankündigung erfolgte vor der Abreise Piebalgs’ nach Addis Abeba (Äthiopien), wo er an der Konferenz der afrikanischen Energieminister und der „All Africa Energy Week“ teilnehmen wird.

Kommissar Piebalgs erklärte: „Mehr als 1 Milliarde Menschen auf unserem Planeten werden nicht mit Strom versorgt, die Hälfte davon in Afrika. Dies ist eines der größten Hemmnisse für die Entwicklung Afrikas. Damit das enorme Potenzial erschlossen werden kann, hat die EU zugesagt, 500 Millionen Menschen den Zugang zur Energieversorgung zu ermöglichen und diesen Worten werden wir Taten folgen lassen. Der Bau der neuen Solarkraftanlage in Burkina Faso zeigt, dass die EU entschlossen ist, den dringend notwendigen Wandel in der afrikanischen Erzeugung von nachhaltiger Energie zu unterstützen. Für Burkina Faso bedeutet dies eine erheblich bessere Versorgung mit Ökostrom, eine größere energiewirtschaftliche Unabhängigkeit und eine besser gesicherte Energieversorgung der Bevölkerung“.

Das neue Kraftwerk wird in Zagtouli am Rande der Hauptstadt Ouagadougou liegen und über 96 000 Solarpaneele verfügen. Derzeit haben nur 15 % der Bevölkerung von Burkina Faso Zugang zu Strom und das Land ist noch stark von Energieeinfuhren abhängig. Die große Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wirkt sich nachteilig auf die Umwelt aus. Die EU-Unterstützung für das Kraftwerk beläuft sich auf 25 Mio. EUR, während die Europäische Investitionsbank (EIB) und die Französische Entwicklungsagentur (AFD) Darlehen von insgesamt 38 Mio. EUR bereitstellen.

Die Energiewoche in Addis Abeba (Äthiopien)

Am 15. November nimmt Kommissar Piebalgs an einem Rundtischgespräch der Minister über die Herausforderungen teil, mit denen der Privatsektor im Energiebereich konfrontiert ist. Darüber hinaus wird er verschiedene bilaterale Gespräche mit afrikanischen Energieministern führen. Ferner ist eine gemeinsame Sitzung mit den Ministern aus der Demokratischen Republik Kongo, Ruanda und Burundi geplant, um über eine Energie-Initiative für das Gebiet der Großen Seen zu diskutieren. Am 16. November hält Kommissar Piebalgs eine Ansprache vor der Konferenz der afrikanischen Energieminister. Auf der Konferenz wird voraussichtlich auch eine Erklärung einschließlich Beschlüssen über die afrikanischen Strategien für den Energiesektor abgegeben.

EU-Zusammenarbeit im Bereich „Nachhaltige Energie für alle“

Die EU ist der weltgrößte Geber für den Energiebereich. Untersuchungen zufolge hat sie in den letzten fünf Jahren über 2 Mrd. EUR in Energieprojekte in Entwicklungsländern und über 1 Mrd. EUR in die Verbesserung des Energiewesens in Afrika investiert, darunter Maßnahmen zur Verbesserung des Zugangs zu modernen Energiedienstleistungen. Die EU engagiert sich mit ihren Partnern in der VN-Initiative "Nachhaltige Energie für alle“ und Präsident José Manuel Barroso hat zugesagt, die Kommission werde die Entwicklungsländer dabei unterstützen, 500 Millionen Menschen bis zum Jahr 2030 den Zugang zur Energieversorgung zu ermöglichen.

Mit der Einführung einer EU-Fazilität für technische Hilfe (65 Mio. EUR), mit der die teilnehmenden Entwicklungsländer unterstützt werden sollen, setzt die Kommission diese Zusage bereits in die Tat um. Weitere 400 Mio. EUR sind geplant, um die innovativen Finanzierungsinstrumente der EU auszuweiten und zu verbessern. Es wird erwartet, dass dies vor Ort zu konkreten Investitionen von bis zu 5 Mrd. EUR führen wird. Über die Finanzierungsinstrumente kann beispielsweise Unterstützung für öffentlich-private Partnerschaften für den Energiezugang oder die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle für Investitionen in nachhaltige Energie in ländlichen Gebieten oder Gebieten ohne Stromanschluss geleistet werden. Die Mittel werden auch zur Einrichtung von Bürgschaftsprogrammen bei Finanzinstituten beitragen, in deren Rahmen die Investitionsrisiken teilweise durch EU-finanzierte Instrumente abgedeckt werden.

Weitere Informationen:

IP/12/372 „Energie für die Entwicklung“: neue Initiative der Kommission für universellen Energiezugang bis 2030

“Powering the world – The European Union’s Work on Energy” factsheet

Website des EU-Entwicklungskommissars Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit – EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_de.htm

Kontakt:

Catherine Ray (+32 229-69921)

Wojtek Talko (+32 229-78551)


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