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Fusionskontrolle: Europäische Kommission genehmigt Übernahme des OTC-Geschäfts von Teva durch Procter&Gamble

Commission Européenne - IP/12/1193   12/11/2012

Autres langues disponibles: FR EN

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 12. November 2012

Fusionskontrolle: Europäische Kommission genehmigt Übernahme des OTC-Geschäfts von Teva durch Procter&Gamble

Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme des Unternehmensbereichs „nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel“ (over-the-counter – OTC) des israelischen Generikaherstellers TEVA durch das US-amerikanische Unternehmen Procter & Gamble (P&G) nach der EU-Fusionskontrollverordnung freigegeben. Nach Prüfung des Vorhabens ist die Kommission zu dem Ergebnis gelangt, dass die Übernahme keinen Anlass zu Wettbewerbsbedenken gibt, da sie keine signifikanten Änderungen der Marktstruktur zur Folge haben wird.

Bei der Prüfung der geplanten Übernahme hat sich die Kommission auf topische Antirheumatika und Analgetika sowie Expektorantien konzentriert und dabei insbesondere die Märkte in Lettland, Litauen und Estland untersucht. Die Untersuchung ergab, dass die gemeinsamen Marktanteile der beiden Unternehmen auf diesen Märkten auch nach der Übernahme relativ gering bleiben werden und von den anderen Wettbewerbern auf den betreffenden Märkten weiterhin ausreichender Wettbewerbsdruck auf P&G ausgeübt werden wird.

Die Kommission hatte die betroffenen Märkte zuletzt im Oktober 2011 untersucht, als Teva das OTC-Geschäft von Cephalon übernahm (siehe Sache M.6258). Die Wettbewerbsbedingungen auf diesen Märkten haben sich seither nicht wesentlich verändert.

Die Kommission kam daher zu dem Schluss, dass die Übernahme den wirksamen Wettbewerb weder im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR)1 noch in einem wesentlichen Teil desselben erheblich behindern wird.

Das Vorhaben wurde am 9. Oktober 2012 bei der Kommission zur Genehmigung angemeldet.

Unternehmen und Produkte

P&G ist die Muttergesellschaft eines internationalen Konzerns, der eine breite Palette von Verbrauchsgütern (einschließlich Gesundheitsprodukten) anbietet. Das internationale Pharmaunternehmen Teva Pharmaceuticals Industries Limited mit Geschäftssitz in Israel produziert ein großes Sortiment von Generika und in begrenztem Umfang Originalpräparate. Das ursprüngliche OTC-Geschäft von Teva wurde bereits 2011 von P&G übernommen (siehe Sache M.6280). Die geplante Übernahme betrifft OTC-Produkte, die Teva 2011 von Cephalon übernahm (siehe Sache M.6258) und die jetzt auf P&G übertragen werden.

Fusionskontrollvorschriften und -verfahren

Die Kommission ist verpflichtet, Fusionen und Übernahmen von Unternehmen zu prüfen, deren Umsatz bestimmte Schwellenwerte übersteigt (vgl. Artikel 1 der Fusionskontrollverordnung), und Zusammenschlüsse zu untersagen, die den wirksamen Wettbewerb im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder in einem wesentlichen Teil desselben erheblich behindern würden.

Der weitaus größte Teil der angemeldeten Zusammenschlüsse ist wettbewerbsrechtlich unbedenklich und wird nach einer Standardprüfung genehmigt. Nach der Anmeldung muss die Kommission in der Regel innerhalb von 25 Arbeitstagen entscheiden, ob sie den Zusammenschluss im Vorprüfverfahren genehmigt (Phase I) oder ein eingehendes Prüfverfahren einleitet (Phase II).

Weitere Informationen unter:

http://ec.europa.eu/competition/elojade/isef/case_details.cfm?proc_code=2_M_6705

Kontakt:

Antoine Colombani (+32 229-74513)

Marisa Gonzalez Iglesias (+32 229-51925)

1 :

Der EWR umfasst die EU sowie Island, Liechtenstein und Norwegen.


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