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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 9. November 2012

Europäische Persönlichkeiten fordern EU-Staats- und Regierungschefs zur Unterstützung von Erasmus auf

Mehr als 100 Persönlichkeiten aus Bildung, Kunst, Literatur, Wirtschaft, Philosophie und Sport haben einen offenen Brief an die Staats- und Regierungschefs der EU gerichtet, um das bedrohte Erasmus-Programm, das EU-Austauschprogramm für Studierende, zu unterstützen. Die Unterzeichner, zu denen unter anderem der spanische Filmregisseur Pedro Almodóvar, der Präsident des FC Barcelona Sandro Rosell, der Nobelpreisträger Christopher Pissarides und mehrere Olympiasieger zählen, kommen aus allen Mitgliedstaaten der EU. Sie reagieren auf Befürchtungen, dass die Zahl der Plätze für Studierende sowie die Stipendien im Zuge des Streits um die EU-Haushaltspläne 2012 und 2013 möglicherweise drastisch gesenkt werden müssen. Das Programm verzeichnet bereits in diesem Jahr ein Defizit von 90 Mio. EUR, und es wird befürchtet, dass die Lage sich 2013 weiter verschlimmert. Erasmus hat es in den letzten 25 Jahren fast drei Millionen jungen Europäerinnen und Europäern ermöglicht, im Ausland zu studieren. Seit einiger Zeit werden mit dem Programm auch Unternehmenspraktika im Ausland gefördert. Eine ganze Generation hat so erfahren, was es bedeutet, mit Menschen aus anderen Kulturen zu leben und zu arbeiten, und sich zugleich die Kenntnisse und Fertigkeiten angeeignet, die heute auf dem Arbeitsmarkt unerlässlich sind.

Wenn das Erasmus-Budget in den Jahren 2012/2013 nicht ausreicht, um die Zusagen einzuhalten, die den Studierenden auf Grundlage bereits vereinbarter Verpflichtungen gegeben wurden, dann werden – so die Unterzeichner des Briefes – möglicherweise Tausende von jungen Menschen die Chance auf eine Erfahrung verpassen, die ihr Leben verändern könnte.

Diese Probleme des Programms hätten kaum zu einem ungünstigeren Zeitpunkt für die jungen Europäerinnen und Europäer kommen können. Seit Beginn der Krise ist die Arbeitslosigkeit bei den 15- bis 24-Jährigen um 50 % gestiegen, so dass heute jeder fünfte junge Europäer – insgesamt über 5 Millionen – keinen Arbeitsplatz hat.

Die Unterzeichner des Briefs fordern Investitionen in die allgemeine und berufliche Bildung, die im Mittelpunkt der Reaktion Europas auf die Krise stehen muss. Sie unterstreichen, dass die Kommission im Rahmen des neuen Programms „Erasmus für alle“, das 2014 starten soll, noch mehr Möglichkeiten für junge Menschen schaffen möchte, neue Kompetenzen zu erwerben und ihre Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern.

Der Brief schließt mit einem Aufruf: „‚Erasmus für alle‘ wird weniger als 2 % des gesamten EU-Haushalts kosten. In den nächsten Wochen können Sie, die Staats- und Regierungschefs der EU, die wegweisende Entscheidung treffen, das neue Programm anzunehmen und mit den nötigen Mitteln auszustatten. Unsere Jugend verdient diese Unterstützung. Unsere Zukunft hängt davon ab.“

Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, begrüßte die Veröffentlichung des Schreibens: „Seit 25 Jahren steht Erasmus für prägende Erfahrungen und erweiterte Perspektiven. Das soll noch lange so bleiben! Die Krise hat die jungen Menschen besonders hart getroffen. Sie brauchen unsere Unterstützung mehr denn je. Ich bin stolz und freue mich, dass so viele Menschen so unterschiedlicher Herkunft ihre Unterstützung für Erasmus erklären.“

Weitere Informationen

Offener Brief zu Erasmus auf Facebook

MEMO/12/816 Häufig gestellte Fragen: Erasmus und Erasmus-Haushalt

25 Jahre Erasmus: prägende Erfahrungen – neue Perspektiven

Neuer Rekord für Erasmus: 8,5 % mehr Austauschstudierende

Erasmus: Eine europäische Erfolgsgeschichte

Website von Androulla Vassiliou

Androulla Vassiliou auf Twitter: @VassiliouEU

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229-59258); Twitter: @DennisAbbott

Dina Avraam (+32 229-59667)

Anhang

Die Zukunft von Erasmus: ein offener Brief an die Staats- und Regierungschefs der EU

Europa muss in Bildung und Jugend investieren

An die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union

Die Wirtschaftskrise hat Europas Jugend sehr hart getroffen. Seit Beginn der Krise ist die Arbeitslosigkeit bei den 15- bis 24-Jährigen um 50 % gestiegen, so dass heute jeder fünfte junge Europäer – insgesamt über 5 Millionen – keinen Arbeitsplatz hat. Diese Entwicklung muss gestoppt werden. Eine verlorene Generation kann sich Europa nicht leisten.

Europa muss reagieren, und im Mittelpunkt dieser Reaktion muss die allgemeine und berufliche Bildung stehen. Jeder zivilisierten Gesellschaft ist es ein Anliegen, in die Zukunft der jungen Menschen zu investieren, damit sie sich als Bürgerinnen und Bürger aktiv einbringen, eine lohnende Arbeit finden und ein erfülltes Leben führen können. Gute Bildung ist unerlässlich, damit sich unsere Jugend auf eine Welt einstellen kann, die von immer mehr Wandel, Mobilität, gegenseitiger Abhängigkeit sowie multikulturellen Umfeldern geprägt ist.

Das beliebte EU-Programm Erasmus hat es in den letzten 25 Jahren fast 3 Millionen jungen Europäerinnen und Europäern ermöglicht, im Ausland zu studieren. Seit einiger Zeit werden mit Erasmus auch Unternehmenspraktika im Ausland gefördert. Eine ganze Generation hat so erfahren, was es bedeutet, mit Menschen aus anderen Kulturen zu leben und zu arbeiten, und sich zugleich die Kenntnisse und Fertigkeiten angeeignet, die heute auf dem Arbeitsmarkt unerlässlich sind. Menschen aus dieser Generation sind heute begehrte Kandidaten für die attraktivsten Arbeitsplätze.

Wir hoffen, dass das Erasmus-Budget in den Jahren 2012/2013 ausreichend sein wird, um die Zusagen einzuhalten, die den Studierenden auf Grundlage bereits vereinbarter Verpflichtungen gegeben wurden. Anderenfalls verpassen möglicherweise Tausende von jungen Menschen die Chance auf eine Erfahrung, die ihr Leben verändern könnte.

Die Europäische Kommission hat ein neues Finanzierungsprogramm – „Erasmus für alle“ – vorgeschlagen, das ab 2014 mehreren Millionen weiteren jungen Menschen solche Chancen eröffnen soll. Es wird ihnen die Möglichkeit geben, im Ausland zu studieren, eine Ausbildung zu absolvieren, zu arbeiten oder Freiwilligendienst zu leisten und so Erfahrungen zu sammeln, die für die wertvolle erste Arbeitsstelle unerlässlich sind.

„Erasmus für alle“ wird weniger als 2 % des gesamten EU-Haushalts kosten. In den nächsten Wochen können Sie, die Staats- und Regierungschefs der EU, die wegweisende Entscheidung treffen, das neue Programm anzunehmen und mit den nötigen Mitteln auszustatten.

Unsere Jugend verdient diese Unterstützung. Unsere Zukunft hängt davon ab.

Unterzeichner

Österreich

Serge Falck, Schauspieler

Christina Stuermer, Sängerin

Peter Hofbauer, Theaterdirektor

Uwe Kröger, Musicaldarsteller

Vera Russwurm, Fernsehmoderatorin

René Kremser, Erasmus-Botschafter, Institut für Sozialdienste

Belgien

Jonathan und Kevin Borlée, Olympiateilnehmer

Axelle Red, Sängerin

Lien Van de Kelder, Beraterin für geistiges Eigentum, Schauspielerin und ehemalige Erasmus-Studentin

Bulgarien

Stefka Kostadinova, Präsidentin des Nationalen Olympischen Komitees, Weltrekordhalterin im Hochsprung

Prof. Rumyana Todorova, Erasmus-Botschafterin, Vizerektorin für Wissenschaft, Forschung und internationale Beziehungen, Universität Schumen

Boryana Klinkova, Erasmus-Botschafterin, Auslandsstudienberaterin, Friedrich-Alexander Universität, Erlangen-Nürnberg

Tschechische Republik

Jiří Bělohlávek, Chefdirigent der Tschechischen Philharmoniker

Pavel Nedvěd, ehemaliger Fußballer, Vorstandsmitglied bei Juventus

Eva Jiřičná, Architektin und Designerin

Martin Wichterle, Unternehmer

Zypern

Prof. Christopher Pissarides, Wirtschaftsnobelpreisträger 2010

Michalis Sarris, Wirtschaftswissenschaftler und ehemaliger Finanzminister

Pavlos Kontides, Segler, Silbermedaillengewinner bei den Olympischen Spielen 2012

Cyprien Katsaris, Pianist

Vivian Kanari, Fernsehmoderatorin

Dänemark

Prof. Marlene Wind, Leiterin des Zentrums für europäische Politik, Universität Kopenhagen

Prof. Gerard Byrne, Künstler, Royal Danish Academy of Fine Art

Estland

Helen Lokuta, Opernsängerin

Johannes Tralla, Fernsehjournalist

Finnland

Tuomo Martikainen, emeritierter Professor der Universität Helsinki

Paula Pietilä, Erasmus-Botschafterin, Behindertenkoordinatorin, Universität Turku

Frankreich

Lilian Thuram, ehemaliger Fußballer, Fußballwelt- und Europameister, Vorsitzender einer Antirassismus-Stiftung

Prof. Pierre Joliot-Curie, Biologe, nationales Forschungszentrum (CNRS), Enkel von Marie Curie

Michel Serres, Philosoph und Schriftsteller

Cédric Villani, Mathematiker, stellvertretender Vorsitzender von EuropaNova

Deutschland

Detlev Buck, Filmproduzent und Schauspieler

Daniel Brühl, Schauspieler

Cornelia Funke, Schriftstellerin

Peter Scholze, Professor für Mathematik

Griechenland

Sia Kosioni, Journalistin

Maria Farantouri, Sängerin

Giannis Tsimitselis, Schauspieler

Dionisis Tsaknis, Komponist

Dr. Gkikas Magiorkinis, Marie-Curie-Preisträger 2012, Universität Oxford und Universität Athen

Ungarn

Áron Szilágyi, Fechter, Weltmeister und Goldmedaillengewinner bei den Olympischen Spielen 2012

Eszter Ónodi, Schauspielerin

Irland

Mick Galwey, ehemaliger Mannschaftskapitän der Rugby-Nationalmannschaft

Gerry McLoughlin, Bürgermeister von Limerick und früheres Mitglied der Rugby-Nationalmannschaft

Noelle O’Connell, Executive Director, European Movement Irland

Jessica Gough, Erasmus-Botschafterin, National University of Ireland, Galway

Italien

Beppe Severgnini, Journalist, Kolumnist und Schriftsteller

Margherita Hack, Astrophysikerin und Wissenschaftsjournalistin

Federico Taddia, Radio- und Fernsehmoderator

Elisa Di Francisca, Fechterin, Goldmedaillengewinnerin bei den Olympischen Spielen 2012

Lettland

Juris Šteinbergs, Professor für Molekularbiologie und TV-Star

Lauris Reiniks, Sänger, Songwriter, Fernsehmoderator und Schauspieler

Aleksejs Naumovs, Erasmus-Botschafter und Rektor der lettischen Kunstakademie

Madara Apsalone, Vice National Representative im Erasmus Student Network, Finanzministerium

Litauen

Rūta Meilutytė, Schwimmerin, Goldmedaillengewinnerin bei den Olympischen Spielen 2012

Martynas Levickis, Konzertakkordeonist

Erica Jennings, Liedermacherin

Luxemburg

Liz May, Triathletin

Jean Muller, Pianist

Patrick Weimerskirch, Präsident des Jugendparlaments

Joseph Lorent, Journalist und Generalsekretär des Presserates

Ranga Yogeshwar, Autor, Wissenschaftsjournalist und Physiker

Malta

Valerie Vella, Fernsehmoderatorin

Pierre Mejlak, Schriftsteller

Ira Losco, Popsängerin

Niederlande

Harry Starren, Moderator und früherer CEO von de Baak, Institut für Wissen und Bildung

Susanne Stolte, Vorsitzende des niederländischen Direktorenverbandes

Dr. Rob van den Berg, Direktor des Raumfahrtmuseums Space Expo, Noordwijk

Dr. Ruben Baumgartner, Verwaltungsratsvorsitzender, SHL-Groep

Steijn Pelle, junger Unternehmer

Bram Peper, Erasmus-Botschafter, Dozent, Erasmus-Universität Rotterdam

Désiree Majoor, Erasmus-Botschafterin, Vizepräsidentin des Verwaltungsrates der Kunsthochschule Utrecht

Polen

Wojciech Błach, Schauspieler

Jerzy Baczyński, Chefredakteur, Polityka

Wilhelm Sasnal, Künstler, Preisträger des Vincent van Gogh Biennial Award for Contemporary Art 2006

Małgorzata Ludwisiak, Kuratorin und stellvertretende Direktorin, Kunstmuseum Łodz

Portugal

Vasco da Graça Moura, Präsident des Centro Cultural de Belém

Fernando Carvalho Rodrigues, Wissenschaftler und ehemaliger Direktor bei der NATO

Teresa de Sousa, Journalistin

Prof. Manuel Jose Santos Silva, Universität Beira Interior

Rumänien

Ivan Patzaichin, Kanusprintmeister

Vlad Petreanu, Journalist und Blogger

Luca Niculescu, Journalist and Fernsehmoderator

Slowenien

Mojca Mavec, Journalistin, Fernsehmoderatorin, Publizistin

Eva und Nika Prusnik, Sängerinnen, Botschafterinnen für „Jugend in Bewegung“

Slowakei

Emília Vašáryová, Schauspielerin

Karin Habšudová, Tennisspielerin

Adela Banášová, Fernsehmoderatorin

Spanien

Pedro Almodóvar, Filmregisseur

Sandro Rosell, Präsident des FC Barcelona

Fernando Savater, Philosoph und Schriftsteller

Enrique Pérez Vergara (Flipy), Fernsehmoderator

Javier Marías, Schriftsteller, Mitglied der Königlichen Spanischen Akademie

Schweden

Anders Wijkman, Senior Advisor beim Stockholm Environment Institute und Vizepräsident des Club of Rome

Staffan Nilsson, Präsident des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses

Rolf Gustavsson, Journalist

Hans Åhl, Erasmus-Botschafter, Mittuniversitetet

Karl-Fredrik Ahlmark, Erasmus-Botschafter, Universität Göteborg

Vereinigtes Königreich

Rhodri Morgan, ehemaliger Erster Minister von Wales

David Hare, Dramatiker

Larry Lamb, Schauspieler

Sian Lloyd, Fernsehmoderatorin

Dr. Claire Belcher, Marie-Curie-Preisträgerin 2012, Universität Exeter

Cornelia Parker OBE, Bildhauerin und Installationskünstlerin

John Stezaker, Künstler

Gwyneth Lewis, Dichterin und Schriftstellerin

Mererid Hopwood, Dichterin und Schriftstellerin

Richard Wentworth CBE, Künstler


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