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Neue Katastrophenschutzinitiative der Europäischen Kommission in der Europa-Mittelmeer-Region

Commission Européenne - IP/12/1188   08/11/2012

Autres langues disponibles: FR EN

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 8. November 2012

Neue Katastrophenschutzinitiative der Europäischen Kommission in der Europa-Mittelmeer-Region

Die Europäische Kommission kündigte heute ein neues Katastrophenschutzprogramm an, das auf dem erfolgreichen regionalen Programm zur Prävention, Verringerung und Bewältigung von Naturkatastrophen und von Menschen verursachten Katastrophen (PPRD) im Europa-Mittelmeer-Raum aufbaut.

Das neue Programm läuft ab Frühjahr 2013 bis 2016 und wurde auf einer hochrangigen Konferenz in Brüssel anlässlich der Beendigung des ersten PPRD vorgestellt.

Die Europäische Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, Kristalina Georgieva, erklärte auf dieser Konferenz: „In den letzten 20 Jahren haben sich im Mittelmeerraum 1085 Katastrophen ereignet, die fast 47 000 Menschenleben gefordert haben – also jede Woche eine Katastrophe. Kein Land kann solche häufigen und großen Herausforderungen allein bewältigen. Wir brauchen eindeutig eine intensivere, bessere regionale Zusammenarbeit. Das Programm PPRD Süd steht beispielhaft für die Vorteile, die eine solche Kooperation für die Länder und die Menschen der Region bietet. Mit ihm werden Kapazitäten zur Prävention, Verringerung und Bewältigung von Katastrophen aufgebaut.”

Der Europäische Kommissar für Erweiterung und europäische Nachbarschaftspolitik, Štefan Füle, fügte hinzu: „Über die im Krisenfall gebotene Solidarität hinaus müssen wir bei der Prävention und Entschärfung solcher Ereignisse zusammenarbeiten. Wenn wir gut vorbereitet sein wollen, müssen wir bereit sein zusammenzuarbeiten. Wir haben durch dieses Programm bereits viel erreicht, doch es bleibt noch einiges zu tun. Sich weiter für den Katastrophenschutz in dieser Region einzusetzen, bringt handfesten Nutzen. Nur gemeinsam können wir die Gefahren durch Naturkatastrophen und von Menschen verursachte Katastrophen im Mittelmeerraum verringern.”

Das neue Katastrophenschutzprogramm ist stark auf die Prävention und Verringerung, weniger auf die Bewältigung von Katastrophen ausgerichtet. Es umfasst folgende Schwerpunkte:

1. Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen der EU und den für Katastrophenschutz im südlichen Mittelmeerraum zuständigen Einrichtungen;

2. Förderung einer Koordination der Katastrophenbewältigung, wenn mehrere Länder von demselben Ereignis betroffen sind;

3. Entwicklung eines regionalen Ansatzes des Katastrophenmanagements, der auf Prävention und Verringerung von Katastrophen aufbaut und neben staatlichen Stellen auch die Zivilgesellschaft einbezieht.

Das neue Programm wird mit 5 Mio. EUR aus dem Europäischen Nachbarschafts- und Partnerschaftsinstrument (ENPI) finanziert.

Hintergrund

Das Programm „PPRD Süd I”

Mit dem PPRD Süd I wurde ein effizientes Netz nationaler Ansprechpartner für den Katastrophenschutz im Mittelmeerraum eingerichtet. Es wurden umfassende Schulungsmaßnahmen durchgeführt und die Fähigkeit der Region zur Katastrophenvorsorge und ‑bewältigung gestärkt.

Außerdem wurde ein Handbuch für operativen Katastrophenschutz zusammengestellt, das als Referenz für Katastrophenschutzpersonal im gesamten Mittelmeerraum dient. Ferner wurde ein Risiko-Atlas entwickelt, mit dem online die Anfälligkeit für Naturkatastrophen und von Menschen verursachte Katastrophen im Mittelmeerraum dargestellt werden kann. Mit diesem Atlas lässt sich die Prioritätensetzung bei Investitionen in Infrastruktur und Ausrüstung zur Katastrophenbewältigung wissenschaftlich untermauern. Darüber hinaus dient er zur Entwicklung von politischen Maßnahmen zur Verringerung des Gefährdungspotenzials durch Katastrophen sowie zur Wiederaufbauplanung.

Das Katastrophenschutzprogramm lief ab März 2009 und war mit insgesamt 5 Mio. EUR ausgestattet. Beim PPRD Süd I arbeiten die Katastrophenschutzbehörden der beteiligten Länder zusammen, und es wird von einem Konsortium geleitet, dem die Katastrophenschutzbehörden Italiens, Frankreichs, Ägyptens und Algeriens sowie die Internationale Strategie zur Katastrophenvorsorge der Vereinten Nationen (UN/ISDR) angehören. Die begünstigten Länder sind Jordanien, Libanon, Libyen, Marokko, Syrien, die Palästinensische Behörde, Tunesien, die Türkei, Israel, Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kroatien und Montenegro. Mauretanien hat einen Beobachterstatus.

Die hochrangige Konferenz über die künftige Ausrichtung des Dialogs und der Zusammenarbeit beim Katastrophenschutz im Europa-Mittelmeer-Raum

Neben der Europäischen Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, Kristalina Georgieva, und dem Europäischen Kommissar für Erweiterung und Europäische Nachbarschaftspolitik, Štefan Füle, nahmen an der Konferenz die Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen für die Katastrophenvorsorge, Margareta Wahlström, der ägyptische Stellvertretende Innenminister General Bakr, der Generalsekretär der Mittelmeerunion, Fathallah Sijilmassi, sowie hochrangige Vertreter aus EU-Mitgliedstaaten und Ländern des südlichen Mittelmeerraums und des Balkans aus den Bereichen Katastrophenschutz und Verteidigung teil.

Weitere Informationen

Website der GD ECHO – Katastrophenschutzverfahren der EU (auf Englisch und Französisch):

http://ec.europa.eu/echo/policies/disaster_response/mechanism_en.htm

Website der EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, Kristalina Georgieva (auf Englisch, Bulgarisch und Französisch):

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit – EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_de.htm

Website des EU-Kommissars für Erweiterung und Europäische Nachbarschaftspolitik, Štefan Füle (auf Englisch und Tschechisch):

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/fule/index_en.htm

Kontakt:

Irina Novakova (+32 229-57517)

David Sharrock (+32 229-68909)

Anca Paduraru (+32 229-66430)

Peter Stano (+32 229-57484)


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