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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 8. November 2012

Neue EU-Hilfe zur Senkung der Müttersterblichkeit in Liberia

Der EU-Kommissar für Entwicklung Andris Piebalgs wird heute während eines Treffens mit der liberianischen Präsidentin und Nobelpreisträgerin des Jahres 2011, Ellen Johnson Sirleaf, ein neues mit 42 Mio. EUR ausgestattetes Programm ankündigen. Die neuen EU-Mittel werden zur Halbierung der Müttersterblichkeitsrate (einer der höchsten der Welt) von 770 auf 375 Todesfälle pro 100 000 Lebendgeburten beitragen. Diese Gelder werden für die Rehabilitation von Gesundheitszentren, die Bereitstellung medizinischer Geräte, die Schulung des medizinischen Personals und zahlreiche andere Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheitsdienstleistungen im Land eingesetzt werden. Diese EU-Finanzierung ist Teil der mit 1 Mrd. EUR ausgestatteten MDG-Initiative der EU, mit der die Fortschritte bei der Verwirklichung der Millenniums-Entwicklungsziele bis zum Jahr 2015 gefördert werden sollen.

Während der Zusammenkunft werden die Präsidentin und der Kommissar außerdem über die Entwicklungszusammenarbeit der EU und den politischen Dialog mit Liberia sowie über die regionale Zusammenarbeit in Westafrika insgesamt und über die Fortschritte bei der Verwirklichung der Millenniumsentwicklungsziele sprechen.

Kommissar Piebalgs hierzu: „Ich freue mich, Präsidentin Sirleaf zu treffen, die große Anstrengungen zur Stabilisierung Liberias und zur Förderung der Frauenrechte unternommen hat. Diese Maßnahmen geben Grund zur Hoffnung im Land und über seine Grenzen hinaus. Ich werde Frau Sirleaf ermutigen, ihre Bemühungen um die nationale Aussöhnung und die Bekämpfung der Korruption fortzusetzen, und werde ihr und ihrer Regierung volle Unterstützung bei der Umsetzung der Maßnahmen für Staatsbildung und Wiederaufbau zusichern. Außerdem werde ich der Präsidentin Hilfe bei ihren Reformbemühungen im Forstsektor und bei der Bekämpfung illegaler Holzausfuhren aus Liberia zusagen.“

Piebalgs weiter: „Darüber hinaus freue ich mich anzukündigen, dass die Europäische Kommission in Kürze ein neues Programm verabschieden wird, das der Regierung helfen wird, das Leben von Tausenden von Müttern zu retten, die sonst während der Entbindung sterben würden.“

Täglich sterben rund vier Frauen aufgrund einer Geburt oder schwangerschaftsbezogener Umstände. Nur 37 % der Geburten finden in Gesundheitseinrichtungen statt und nur 46 % der Geburten werden von geschulten Personen betreut.

Zusammenarbeit zwischen der EU und Liberia

Liberia erhält für den Zeitraum 2008-2013 Unterstützung in Höhe von 182 Mio. EUR aus dem 10. Europäischen Entwicklungsfonds. Hauptschwerpunkte dieser Unterstützung sind die Rehabilitierung der Basisinfrastrukturen und sozialen Dienste (im Bildungs- und Gesundheitsbereich), institutionelle Unterstützung zur Verbesserung der Regierungsführung und Stabilität sowie ein Budgethilfeprogramm zur Stabilisierung der Wirtschaft.

Bekämpfung illegaler Holzausfuhren aus Liberia

Im Jahr 2011 unterzeichneten die EU und Liberia im Rahmen der Initiative FLEGT (Forest Law Enforcement, Governance & Trade/Rechtsdurchsetzung, Politikgestaltung und Handel im Forstsektor) ein Freiwilliges Partnerschaftsabkommen (FPA). Ziel des FPA ist es, die illegalen Holzausfuhren aus Liberia in die EU zu unterbinden und das Land bei seinen Bemühungen um die Stärkung der Regierungsführung im Forstsektor zu unterstützen.

Die EU fördert die Umsetzung des FPA in Liberia durch ein mit 17 Mio. EUR ausgestattetes Programm, mit dem u. a. wichtige Regierungsinstitutionen wie die Forstentwicklungsbehörde dabei unterstützt werden, die Forstressourcen so zu regulieren und zu verwalten, dass eine legale Holzerzeugung sichergestellt ist. Darüber hinaus werden die zivilgesellschaftlichen Organisationen in ihrer Rolle als „Wächter“ der Umsetzung des FPA unterstützt. Das Programm wird von der Europäischen Kommission (mit 10 Mio. EUR) und dem Vereinigten Königreich (mit 7 Mio. EUR) kofinanziert und vom britischen Ministerium für internationale Entwicklung (Department for International Development – DFID) durchgeführt.

Millenniumsentwicklungsziele

Präsidentin Johnson Sirleaf ist Kovorsitzende der hochrangigen Beratergruppe zur Entwicklungsagenda für die Zeit nach 2015, die von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon gemeinsam mit dem britischen Premierminister David Cameron und dem indonesischen Präsidenten Susilo Bambang Yudhoyono eingesetzt wurde. Kommissar Piebalgs ist Mitglied dieser Beratergruppe. Sie ist Teil einer Initiative der Vereinten Nationen zur Förderung der entwicklungspolitischen Agenda für die Zeit nach 2015 und wird ihre Arbeit eng mit der internationalen Arbeitsgruppe zu den „Zielen einer nachhaltigen Entwicklung" abstimmen, deren Einrichtung auf der Rio+20-Konferenz beschlossen wurde.

Weitere Informationen:

IP/11/548: Bekämpfung des illegalen Holzeinschlags: Europäische Union und Liberia garantieren gemeinsam legalen Ursprung von Holzprodukten

IP/12/875: EU-Kommissar Piebalgs wird Mitglied der hochrangigen Beratergruppe zur Entwicklungsagenda für die Zeit nach 2015

Website des EU-Entwicklungskommissars Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit – EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_en.htm

Kontaktpersonen:

Catherine Ray (+32 2 296 99 21)

Wojtek Talko (+32 2 297 85 51)


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