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Gemeinsame Finanzierung europäisch–afrikanischer Forschungsprojekte vereinbart

Commission Européenne - IP/12/1176   06/11/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 6.November 2012

Gemeinsame Finanzierung europäisch–afrikanischer Forschungsprojekte vereinbart

Die erste Initiative europäischer und afrikanischer Länder zur gemeinsamen Finanzierung von Verbundforschungsprojekten nimmt Gestalt an: EU-Kommissarin Máire Geoghegan-Quinn, zuständig für Forschung, Innovation und Wissenschaft, wird heute anlässlich ihres Besuchs in Cape Town eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnen. Für die Aufforderungen zur Einreichung von Projektvorschlägen, die im Januar veröffentlicht werden, stehen 11 Millionen EUR für die Finanzierung von Forschungsarbeiten in den Bereichen Landwirtschaft, Gesundheit, Klimawandel und Energie zur Verfügung. „Erneuerbare Energie“, „Übergreifende Herausforderungen“ und „Ideenorientierte Forschung“ lauten ihre Titel. Die Aufforderungen wurden im Rahmen des dreijährigen, mit 2 Millionen EUR ausgestatteten Projekts „ERA-Net for Africa“ (ERAfrica) entwickelt.

Máire Geoghegan-Quinn, EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft, erklärte dazu: „Die heutige Vereinbarung ist von historischer Bedeutung. Es ist das erste Mal, dass europäische und afrikanische Länder gemeinsam eine Forschungsagenda aufgestellt haben, die von beiden Seiten finanziert werden wird. Dies kann als Modell für weitere Kooperationen zwischen unseren beiden Kontinenten dienen und andere Länder ermutigen, diese neue Form der Partnerschaft einzugehen.“

ERAfrica wurde eingerichtet, um die Vernetzung afrikanischer und europäischer Geldgeber für Forschung und Innovation zu erleichtern und gemeinsame Projektaufforderungen zu ermöglichen. An der heutigen Vereinbarung sind Ministerien und öffentliche Einrichtungen aus 15 Ländern beteiligt: Ägypten, Belgien, Burkina Faso, Côte d’Ivoire, Deutschland, Finnland, Frankreich, Kenia, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Südafrika, Schweiz und Türkei. Gemeinsam haben sie beschlossen, mindestens 11 Millionen EUR für die Forschungsförderung bereitzustellen, wobei die fünf afrikanischen Staaten knapp 4 Millionen EUR beisteuern.

Die Aufforderungen für Projektvorschläge sollen Mitte Januar 2013 veröffentlicht werden, die Einreichungsfrist wird voraussichtlich Mitte April 2013 sein. Die Unterzeichnung der Verträge ist für den Zeitraum Dezember 2013 bis Mai 2014 vorgesehen.

Die Vereinbarung über die finanzielle Verpflichtung wird am Rande der Jahrestagung des Forums für wissenschaftliche Zusammenarbeit der gemeinsamen EU-Afrika-Expertengruppe unterzeichnet.

Hintergrund

ERAfrica wurde als Teil des Aktionsplans 2007-2010 der Gemeinsamen Strategie Afrika-EU (JAES) eingerichtet. Es wird aus dem Siebten EU-Rahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklung (RP7) finanziert. Neben ERAfrica wurden mit dem RP7 knapp 137 Mio. EUR in die Finanzierung von über 900 afrikanischen Beteiligungen an EU-Forschungsprojekten oder –initiativen gesteckt.

Die Vereinbarung schließt sich an den offiziellen Start eines neuen bilateralen Projekts zwischen der EU und Südafrika zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit – ESASTAP Plus – am 2. November an: Dieses bietet ein Forum für die Kooperation zwischen Forschungsministerien und -einrichtungen aus Südafrika, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien und der Schweiz zur Unterstützung der Beteiligung Südafrikas an den Rahmenprogrammen, aber auch der Beteiligung europäischer Partner an südafrikanischen Programmen. Außerdem wird damit die Koordinierung der Forschungsstrategien und -programme der Mitgliedstaaten und assoziierten Länder gegenüber Südafrika angestrebt und die Entwicklung neuer gemeinsamer Initiativen für eine für alle Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit gefördert.

Die EU-Kommissarin befindet sich auf einer einwöchigen Reise nach Südafrika, die dem 15. Jahrestag des ersten Wissenschafts- und Technologieabkommens der Europäischen Union mit Südafrika gewidmet ist.

Anprechpartner/innen:

Michael Jennings (+32 2 296 33 88)

Monika Wcislo (+32 2 295 56 04)


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