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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 29. Oktober 2012

EU-Kommissar Piebalgs besucht Ghana: „Ghana ist ein entwicklungspolitisches Vorbild“

EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs wird morgen zu einem zweitägigen Besuch in Ghana erwartet, wo er mit Vizepräsident Paa Kwesi Bekoe Amissah-Arthur zusammentreffen und den reibungslosen Regierungswechsel nach dem Tod von Präsident Atta Mills würdigen wird.

Anlässlich des Besuches wird EU-Entwicklungskommissar Piebalgs weitere EU-Hilfe für Ghana ankündigen. Die EU wird das Land bei seinen Bemühungen unterstützen, die Müttergesundheit zu verbessern und die lokalen Behörden weiter zu stärken, insbesondere im Hinblick auf die raschere Verwirklichung der Millenniums-Entwicklungsziele (MDG). Piebalgs wird zudem an einem hochrangigen Forum zum Thema „Nachhaltige Energieversorgung für alle in Westafrika“ teilnehmen, auf dem regionale Politikrahmen zur Förderung erneuerbarer Energien und der Energieeffizienz verabschiedet werden sollen. Die Veranstaltung ist einer der ersten Schritte zur Umsetzung der UN-Initiative „Nachhaltige Energieversorgung für alle“, deren Ziele bis zum Jahr 2050 erreicht werden sollen. Auf dem Forum wird eine neue Aufforderung zur Interessensbekundung vorgestellt, für die im Rahmen der AKP-EU-Energiefazilität 75 Mio. EUR vorgesehen sind.

Vor seiner Abreise erklärte EU-Kommissar Piebalgs: „Ghana ist in der demokratischen und wirtschaftlichen Praxis ein Vorbild für die Region. Ich freue mich auf die Gespräche, bei denen wir erörtern werden, wie wir den politischen Dialog vertiefen und eine nachhaltige und solide Entwicklung des Landes gewährleisten können. Bei diesen Bemühungen werden wir ein verlässlicher Partner sein. Ich freue mich auch, dass wir Finanzierungsvereinbarungen unterzeichen können, die Ghana bei der Verwirklichung der Millenniums-Entwicklungsziele und der Konsolidierung der Staatsführung unterstützen werden."

Piebalgs weiter: „Die Förderung der nachhaltigen Energieversorgung in Afrika gehört zu meinen Prioritäten. Ghana ist einer unserer engagiertesten Partner. 2012 hat die EU bereits mehr als 500 Mio. EUR für die UN-Initiative „Nachhaltige Energieversorgung für alle“ bereitgestellt. Im Einklang mit dem Ziel der EU, bis 2030 500 Millionen Menschen in Entwicklungsländern den Zugang zur Energieversorgung zu ermöglichen, kann auch Westafrika auf unsere Unterstützung zählen.“

Hilfeprogramme zur Förderung der Müttergesundheit und der Dezentralisierung

Während des Besuchs von EU-Kommissar Piebalgs soll der Startschuss zu zwei EU-Programmen gegeben werden, die in Form von Budgethilfen für die Regierung Ghanas abgewickelt werden. Ziel des EU-Programms „Förderung der Müttergesundheit“ (52 Mio. EUR) ist die Senkung der Müttersterblichkeit durch eine fachgerechtere Versorgung von Müttern, den Ausbau der geburtshilflichen Notversorgung und der Versorgung von Neugeborenen sowie durch Familienplanungsmaßnahmen.

Die EU-Hilfe soll dazu beitragen, dass spätestens im Jahr 2015 80 % der Mütter bei der Geburt von einer medizinischen Fachkraft betreut werden. Außerdem sollen die generelle Betreuung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung verbessert und durch Informationsmaßnahmen eine stärke Nutzung von Familienplanungsmethoden gefördert werden. Ein weiteres Ziel ist der Ausbau des Zugangs zur geburtshilflichen Notversorgung und zur Versorgung von Neugeborenen, den Ghana bis 2015 auf 60 % erhöhen will. Mit diesen Programmen unterstützt die EU die Bemühungen Ghanas, die Müttersterblichkeit auf 185 Todesfälle pro 100 000 Lebendgeburten zu senken (2008: 451 pro 100 000 Lebendgeburten).

Das zweite, mit 45 Mio. EUR ausgestattete Programm soll die dezentralen Behörden bei der Verbesserung der Versorgung in den Bereichen Wasser, Abwasser und Straßen unterstützen. Das EU-Programm „Unterstützung der Dezentralisierung in Ghana" konzentriert sich auf grundlegende Dienste, die bereits in Händen der dezentralen Behörden liegen, wie etwa die Abwasserentsorgung und das ländliche Zufahrtsstraßennetz. Außerdem soll die von der Regierung verfolgte Dezentralisierungspolitik in zwei weiteren Kernbereichen – Bildung und Gesundheit – unterstützt werden.

Hochrangiges Energieforum „Nachhaltige Energieversorgung für alle in Westafrika“

Die Veranstaltung unter dem Motto „Paving the Way through Renewable Energy and Energy Efficiency“ steht im Kontext der UN-Initiative „Nachhaltige Energieversorgung für alle“ (SE4ALL). Bei der Veranstaltung sollen regionale Politikrahmen zur Förderung erneuerbarer Energien und zur Förderung der Energieeffizienz verabschiedet werden. Auf der Tagesordnung stehen auch konkrete Initiativen in den Bereichen Normen und Kennzeichnung, Beleuchtung, Stromversorgung und effiziente Kochmethoden.

Auf dem Forum wird die Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission eine Kartierungsinitiative und eine von ihr entwickelte Landkarte vorstellen, die das wettbewerbsfähige Solarstrompotenzial Afrikas verdeutlicht. Aus der Karte geht u. a. hervor, dass in vielen Teilen Afrikas mit netzunabhängigen photovoltaische Systemen (wie Solarmodulen) günstiger Strom erzeugt wird als mit konventionellen Dieselgeneratoren (siehe Link).

Weitere Informationen:

MEMO/12/814: Background on Commissioner Piebalgs' visit to Ghana and EU energy cooperation with West Africa

Website des EU-Kommissars für Entwicklung Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_en.htm

Weitere Informationen zum Solarstrompotenzial Afrikas:

http://re.jrc.ec.europa.eu/pvgis/download/PVGIS-AfricaSolarPotential_v2.pdf

Kontakt :

Catherine Ray (+322 296-9921)

Wojtek Talko (+322 297-8551)


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