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Kommission ruft zu Meinungsäußerungen zu den Folgemaßnahmen zu Rio+20 auf

European Commission - IP/12/1152   25/10/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 25. Oktober 2012

Kommission ruft zu Meinungsäußerungen zu den Folgemaßnahmen zu Rio+20 auf

Auf dem Weltgipfel Rio+20 der Vereinten Nationen, der im Juni 2012 in Rio de Janeiro stattfand, sollte eine Erneuerung des politischen Engagements für nachhaltige Entwicklung erreicht werden. Im Nachgang zu der Konferenz möchte die Europäische Kommission spezifische und konkrete Maßnahmen erarbeiten, damit nachhaltige Entwicklung in der EU und weltweit Realität wird. Hierzu sollen im Rahmen einer öffentlichen Konsultation Ansichten und Ideen zusammengetragen werden. Diese dienen dann als Input für eine für das erste Quartal 2013 geplante Mitteilung der Kommission zu den Folgemaßnahmen zu Rio+20. Die Konsultation läuft bis zum 15. Januar 2013.

EU-Umweltkommissar Janez Potočnik erklärte: „Rio+20 war nicht einfach eine weitere Konferenz – es war ein lauter, unmissverständlicher Ruf nach Maßnahmen für eine weltweit nachhaltige Zukunft, ein Ruf nach Veränderung zum Erhalt und zur Verbesserung unserer Lebensbedingungen, indem wir die Grenzen unseres einzigen, gemeinsamen Planeten respektieren. Rio+20 war der Impulsgeber; nun liegt es an uns, nachhaltige Entwicklung in jedem Winkel der Erde Wirklichkeit werden zu lassen. Und dabei wollen wir jeden in die Diskussion über die konkret erforderlichen Schritte einbeziehen.”

Die öffentliche Konsultation soll Input zu einer Reihe von politischen Themen in fünf wichtigen Bereichen liefern:

1. Maßnahmen zur Förderung einer integrativen grünen Wirtschaft, um zu einer nachhaltigen Entwicklung in der EU und weltweit zu gelangen.

2. Festlegung von Schwerpunktbereichen wie Armutsbekämpfung, nachhaltige Land­wirtschaft, Wasserversorgung, nachhaltige Energie, menschenwürdige Arbeit für alle, Ozeane und Fischerei, Nachhaltigkeit in Erzeugung und Verbrauch und Überlegungen zur Zweckmäßigkeit von Zielen und Indikatoren in diesen Bereichen.

3. Erarbeitung von Zielen der nachhaltigen Entwicklung, dabei Überlegungen zu Themen und ihrer optimalen Form sowie Vorschläge zur Überwachung der Fortschritte auf dem Weg dorthin.

4. Abwägen von Optionen für eine wirksame Finanzierungsstrategie für nachhaltige Entwicklung, einschließlich der Möglichkeiten zur Nutzung vorhandener Ressourcen und zur Förderung von Investitionen.

5. Stärkung des institutionellen Rahmens für nachhaltige Entwicklung im Rahmen des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) und des hochrangigen politischen Forums (HLPF) für nachhaltige Entwicklung sowie Überlegungen, wie Interessengruppen besser einbezogen werden können.

Die Konsultation stellt auch eine Ergänzung zu den früher in diesem Jahr durchgeführten öffentlichen Konsultationen zum entwicklungspolitischen Rahmen für die Zeit nach 2015 dar.

Bei dieser Konsultation sind alle Interessengruppen aufgerufen, sich zu beteiligen: Bürger, Organisationen, öffentliche Verwaltungen, Unternehmen etc.

Nächste Schritte

Die Kommission beabsichtigt, im ersten Quartal 2013 eine Mitteilung zu den Folgemaß­nahmen zu Rio+20 herauszugeben.

Hintergrund

Obwohl bei der Armutsbekämpfung und beim Umweltschutz große Fortschritte erzielt wurden, sind auch zwei Jahrzehnte nach dem ersten „Erdgipfel“ 1992 weltweit noch erhebliche Herausforderungen zu bewältigen. Mehrere Millenium-Entwicklungsziele sind weit von ihrer Verwirklichung entfernt. Rund 1,4 Milliarden Menschen leben nach wie vor in äußerster Armut, und ein Sechstel der Weltbevölkerung leidet an Unterernährung. Natürliche Ressourcen schwinden und gleichzeitig steigen die weltweiten Treibhausgas­emissionen weiter an. Dies stellt eine große Herausforderung für eine weltweit nachhaltige Entwicklung dar.

Vor diesem Hintergrund kamen im Juni 2012 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt in Rio de Janeiro zum vierten Umweltgipfel dieser Art zusammen, um den 20. Jahrestag der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung (Rio 1992) und den 10. Jahrestag des Johannesburger Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung (2002) zu begehen. Bei Rio+20 lag der Schwerpunkt auf zwei miteinander verknüpften Themen: auf der grünen Wirtschaft vor dem Hintergrund von nachhaltiger Entwicklung und Armutsbekämpfung sowie auf dem institutionellen Rahmen für die nachhaltige Entwicklung.

Nach umfangreichen Verhandlungen wurde ein gemeinsames Rio+20 Outcome document (Abschlussdokument Rio+20) erstellt, in dem eine Reihe von Maßnahmen und Verpflich­tungen enthalten sind, deren Umsetzung die EU überwachen muss.

Weitere Informationen:

Teilnahme an der öffentlichen Konsultation:

http://ec.europa.eu/environment/consultations/rio20_en.htm

Siehe auch:

http://ec.europa.eu/environment/international_issues/rio20_en.htm

Kontaktpersonen:

Joe Hennon (+32 229-53593)

Monica Westeren (+32 229-91830)


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