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Beschäftigung: Kommission schlägt Bereitstellung von 1,3 Mio. EUR aus dem Globalisierungsfonds für ehemalige Beschäftigte der Metallindustrie in Spanien vor

European Commission - IP/12/1125   19/10/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 19. Oktober 2012

Beschäftigung: Kommission schlägt Bereitstellung von 1,3 Mio. EUR aus dem Globalisierungsfonds für ehemalige Beschäftigte der Metallindustrie in Spanien vor

Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, 1,3 Mio. EUR aus dem Europäischen Globalisierungsfonds (EGF) bereitzustellen, um 500 entlassenen Arbeitskräften der Metallbranche in der spanischen Region País Vasco zu helfen, wieder einen Arbeitsplatz zu finden. Die von den spanischen Behörden beantragte Finanzhilfe würde ehemaligen Arbeitskräften aus 423 kleinen und mittleren Unternehmen zugute kommen. Der Vorschlag muss nun von dem Europäischen Parlament und dem EU-Ministerrat gebilligt werden.

László Andor, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration, erklärte:Mit dem vorgeschlagenen Finanzbeitrag von 1,3 Mio. EUR zugunsten der entlassenen Arbeitskräfte in País Vasco bekundet die EU ihre Solidarität mit denjenigen, die am stärksten von der Wirtschaftskrise getroffen wurden und ihren Arbeitsplatz verloren haben. Mit einem Paket konkreter Maßnahmen sollen diese Arbeitskräfte bei der Suche nach einer neuen Stelle unterstützt werden.“

Der spanische Antrag bezieht sich auf 1106 Entlassungen bei 423 Unternehmen der metallverarbeitenden Industrie in der nordspanischen Region País Vasco. Von diesen insgesamt 1106 entlassenen Arbeitskräften sollen 500 aus dem EGF unterstützt werden, damit sie so rasch wie möglich wieder in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden. Das Paket sieht insbesondere folgende Maßnahmen vor: Profilerstellung, berufliche Orientierung und Beratung mit Blick auf eine Existenzgründung oder selbständige Tätigkeit, verschiedene Schulungs- und Umschulungsmöglichkeiten, Begleitmaßnahmen wie Hilfe bei der Arbeitssuche sowie finanzielle Unterstützung bei der Stellensuche und weitere Anreize. Die Kosten für das Paket werden mit insgesamt etwa 2 Mio. EUR veranschlagt, wovon der EGF 1,3 Mio. EUR bereitstellen würde.

Hintergrund

Die metallverarbeitende Industrie spielt eine Schlüsselrolle bei der Belieferung einer breiten Palette von Produktionsbetrieben, insbesondere im Schiffbau, im Baugewerbe und in der Automobilindustrie. In allen EU-Ländern hat die Wirtschaftskrise diese Branche hart getroffen, wie dies bereits bei früheren EGF-Anträgen festgestellt wurde. Die Folgen waren in Spanien besonders schwerwiegend, gehört das Land doch zu den Mitgliedstaaten, die von der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise am stärksten betroffen sind; zudem verschlechtert sich die Situation in der verarbeitenden Industrie weiterhin.

Infolge der Krise sank in Spanien die Nachfrage nach Metall und Metallerzeugnissen 2009 gegenüber dem Vorjahr um 24,6 % und die Produktion ging um 23,3 % zurück. Zwar war im ersten Quartal 2011 ein beginnender Aufschwung zu verzeichnen, aber in der zweiten Jahreshälfte brach die Produktion in beiden Sektoren wieder drastisch ein. Dies wirkte sich wiederum nachteilig auf die Beschäftigung in Spanien aus: 2009 wurden im Metallsektor über 180 000 Arbeitsplätze und 2010 weitere 60 000 abgebaut, das sind rund 15 % der Gesamtbeschäftigung in dieser Branche.

Seit Aufnahme der Tätigkeit des EGF im Jahr 2007 gingen 102 Anträge ein. Insgesamt wurden 438,4 Mio. EUR zur Unterstützung von rund 91 000 entlassenen Arbeitskräften beantragt. Immer mehr Mitgliedstaaten stellen EGF-Anträge zur Unterstützung entlassener Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer; auch die Zahl der betroffenen Branchen nimmt zu.

Ein offenerer Handel weltweit ist insgesamt förderlich für Wachstum und Beschäftigung, doch kann er bisweilen auch Arbeitsplätze kosten; hiervon betroffen sind vor allem sensible Branchen und geringqualifizierte Arbeitskräfte. Aus diesem Grund hatte der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, die Einrichtung eines Fonds vorgeschlagen, der dazu beitragen sollte, in derartigen Fällen die Folgen der Globalisierung abzufedern. Der EGF wurde Ende 2006 eingerichtet; er ist Ausdruck der Solidarität der großen Zahl derer, die vom offenen Handel profitieren, gegenüber den wenigen, die mit dem plötzlichen Verlust ihres Arbeitsplatzes konfrontiert sind. Im Juni 2009 wurden die EGF-Bestimmungen geändert, um die Rolle des EGF als Instrument für frühzeitiges Eingreifen im Rahmen der EU-Maßnahmen zur Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise zu stärken. Die geänderte EGF-Verordnung trat am 2. Juli 2009 in Kraft und gilt für alle Anträge, die vom 1. Mai 2009 bis zum 30. Dezember 2011 gestellt wurden.

Ausgehend von den Erfahrungen mit dem EGF seit 2007 und angesichts seines Mehrwerts für die unterstützten Arbeitskräfte und die betroffenen Gebiete hat die Kommission vorgeschlagen, den Fonds auch im mehrjährigen Finanzrahmen 2014-2020 weiterzuführen und seine Arbeitsweise noch zu verbessern.

Weitere Informationen

László Andors Website: http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/andor/index_de.htm

EGF-Website

Video-News:

Europe acts to fight the crisis: the European Globalisation Fund revitalised

Facing up to a globalised world – The European Globalisation Fund

Abonnieren Sie den kostenlosen E-Mail-Newsletter der Europäischen Kommission zu den Themen Beschäftigung, Soziales und Integration unter
http://ec.europa.eu/social/e-newsletter

László Andor auf Twitter: http://twitter.com/laszloandoreu

Kontakt:

Jonathan Todd (+32 229-94107)

Nadège Defrère (+32 229-64544)


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