Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR RO

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 19. Oktober 2012

Beschäftigung: EU-Kommission will ehemalige Beschäftigte von Nokia in Rumänien mit 2,9 Mio. EU aus dem Globalisierungsfonds unterstützen

Die Europäische Kommission hat heute vorgeschlagen, Rumänien 2,9 Mio. EUR aus dem Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) zu gewähren. Damit soll die Jobsuche von 1416 Arbeitskräften unterstützt werden, die in Rumänien bei der SC Nokia România S.R.L. und einem ihrer Zulieferer entlassen worden sind. Der Vorschlag wird jetzt dem Europäischen Parlament und dem EU-Ministerrat zur Genehmigung vorgelegt.

László Andor, EU–Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration hierzu: „Das weltweite Produktionsgefüge bei Mobiltelefonen ändert sich, da die europäischen Hersteller ihre Anlagen näher an die am schnellsten wachsenden Märkte verlagern, die sich nun in Asien befinden. Mit unserem Vorschlag sollen für die Nokia-Beschäftigten etwa 3 Mio. EUR aus dem Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung bereitgestellt werden, damit sie sich weiterqualifizieren, eine neue Stelle finden und ihre Zukunftsaussichten verbessern.“

Der rumänische Antrag betrifft 1904 Entlassungen bei der SC Nokia România S.R.L. und einem Zulieferer. Es wird davon ausgegangen, dass von diesen entlassenen Arbeitskräften 1416 an den aus dem EGF kofinanzierten Maßnahmen teilnehmen. Im Rahmen des Maßnahmenpakets werden den Arbeitskräften folgende Hilfsangebote gemacht: Dienstleistungen eines Übergangszentrums, Information, Beratung und Berufsberatung, berufliche Bildung und Kurse (Ziel: Abschluss), Förderung des Unternehmertums und finanzielle Unterstützung für Unternehmensneugründungen, Betreuung und Unterstützung nach der Aufnahme einer neuen Tätigkeit sowie diverse Zuschüsse, z. B. zur Arbeitsuche, zu Transport und zu Praktika.

Die Kosten für das Paket werden mit insgesamt etwa 4,5 Mio. EUR veranschlagt; davon sollen aus dem EGF 2,9 Mio. EUR beigesteuert werden.

Darüber hinaus hat die Europäische Kommission heute vorgeschlagen, auch die bei Nokia in Finnland entlassenen Arbeitskräfte aus dem EGF zu unterstützen (siehe IP/12/1122). In beiden Fällen ist der Grund für die Entlassungen die Verlagerung der Produktion von Europa nach Asien.

Hintergrund

Hauptgrund für die Entlassungen ist die Verlagerung der Fertigung von Mobiltelefonen nach Asien (China, Südkorea, Indien und Vietnam – dort wird gerade ein neues Nokia-Werk gebaut). Die Herstellung von Komponenten und die an Subunternehmen vergebene Produktion erfolgen bereits nicht mehr in Europa.

In Rumänien waren der Kreis Cluj und vor allem der Großraum Cluj-Napoca (Klausenburg) am stärksten von den Entlassungen betroffen.

Die Situation in Cluj hat sich hinsichtlich Beschäftigung und Produktion verschlechtert. Etwa 40 % der dortigen Arbeitsplätze im Bereich IT und Kommunikation fielen nach der Schließung des Nokia-Werks in Cluj weg.

Seit Aufnahme der Tätigkeit des EGF im Jahr 2007 gingen 101 Anträge über ca. 443,3 Mio. EUR zur Unterstützung von etwa 92 000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ein. Immer mehr Mitgliedstaaten stellen EGF-Anträge zur Unterstützung entlassener Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer; auch die Zahl der betroffenen Branchen nimmt zu.

Ein offenerer Handel weltweit ist insgesamt förderlich für Wachstum und Beschäftigung, doch kann er bisweilen auch Arbeitsplätze kosten; hiervon betroffen sind vor allem sensible Branchen und geringqualifizierte Arbeitskräfte. Aus diesem Grund hatte der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, die Einrichtung eines Fonds vorgeschlagen, der dazu beitragen sollte, in derartigen Fällen die Folgen der Globalisierung abzufedern. Der EGF wurde Ende 2006 eingerichtet; er ist Ausdruck der Solidarität der großen Zahl derer, die vom offenen Handel profitieren, gegenüber den wenigen, die mit dem plötzlichen Verlust ihres Arbeitsplatzes konfrontiert sind. Im Juni 2009 wurden die EGF-Bestimmungen geändert, um die Rolle des EGF als Instrument für frühzeitiges Eingreifen im Rahmen der EU-Maßnahmen zur Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise zu stärken. Die geänderte EGF-Verordnung trat am 2. Juli 2009 in Kraft und gilt für alle Anträge, die vom 1. Mai 2009 bis zum 30. Dezember 2011 gestellt wurden. Darin wurde der Kofinanzierungssatz der EU von 50 % auf 65 % angehoben.

Ausgehend von den Erfahrungen mit dem EGF seit 2007 und angesichts seines Mehrwerts für die unterstützten Arbeitskräfte und die betroffenen Gebiete hat die Europäische Kommission vorgeschlagen, den Fonds auch im mehrjährigen Finanzrahmen 2014-2020 weiterzuführen und seine Arbeitsweise noch zu verbessern.

Weitere Informationen:

László Andors Website:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/andor/index_de.htm

EGF-Website

Video-News:

Europe acts to fight the crisis: the European Globalisation Fund revitalised

Facing up to a globalised world – The European Globalisation Fund

Abonnieren Sie den kostenlosen E-Mail-Newsletter der Europäischen Kommission zu den Themen Beschäftigung, Soziales und Integration unter http://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=371&langId=de

Folgen Sie László Andor auf Twitter: http://twitter.com/#!/LaszloAndorEU

Kontakt:

Jonathan Todd (+32 229-94107)

Nadège Defrère (+32 229-64544)


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website