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Quotenjahr 2011/12: Sechs Mitgliedstaaten haben ihre Milchquoten überschritten

European Commission - IP/12/1116   18/10/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 18. Oktober 2012

Quotenjahr 2011/12: Sechs Mitgliedstaaten haben ihre Milchquoten überschritten

Sechs Mitgliedstaaten – Österreich, Irland, die Niederlande, Deutschland, Zypern und Luxemburg – haben ihre Milchquoten für 2011/12 überschritten und müssen deshalb eine Überschussabgabe von insgesamt etwa 79 Mio. EUR entrichten, wie aus heute von der Kommission veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Trotz der Quotenüberschreitung in diesen sechs Mitgliedstaaten bleibt die gesamte EU-Liefermenge jedoch deutlich unter der Gesamtquotenmenge (-4,7 %).

Laut den nationalen Meldungen haben Österreich, Irland, die Niederlande, Deutschland, Zypern und Luxemburg trotz der 1 %igen Quotenanhebung im Wirtschaftsjahr 2011/12, die im GAP-Gesundheitscheck von 2008 beschlossen worden war, ihre einzelstaatlichen Quoten um insgesamt 283 000 Tonnen überschritten. Die Niederlande sind außerdem auch bei den Direktverkäufen über ihre Quote hinausgegangen, wogegen die anderen Mitgliedstaaten lediglich die Quote für Lieferungen überschritten haben.

Die Zahl der Mitgliedstaaten, die ihre Quoten nicht eingehalten haben, bleibt jedoch begrenzt, und die betreffende Überschusserzeugung macht weniger als 0,2 % der insgesamt gelieferten bzw. direkt verkauften Milchmenge aus. Mehrere Mitgliedstaaten haben ihre einzelstaatlichen Quoten deutlich unterschritten; zehn Mitgliedstaaten verzeichneten Liefermengen, die um mindestens 10 % unter ihrer jeweiligen Quote lagen.

Im Quotenjahr 2010/11 mussten fünf Mitgliedstaaten Geldbußen von insgesamt 55,6 Mio. EUR zahlen und lag die gesamte EU-Liefermenge um 5,5 % unter der EU-Gesamtquotenmenge.

Hintergrund

Das Milchquotensystem wurde in den 1980er Jahren eingeführt, um die Probleme der Überschusserzeugung zu bewältigen. Jeder Mitgliedstaat verfügt über zwei Quoten, eine für die Lieferungen an Molkereien und eine für die Direktverkäufe ab Hof. Diese Mengen werden auf die Erzeuger (einzelbetriebliche Quoten) in den einzelnen Mitgliedstaaten aufgeteilt. Die Quotenregelung wird am 1. April 2015 abgeschafft, und deshalb hat der sogennante GAP Gesundheitscheck in 2008 eine stufenweisen Steigerung der Quoten (+1% pro Jahr) vereinbart.

Bei Überschreitung der einzelstaatlichen Quote wird eine Überschussabgabe erhoben, die in den betreffenden Mitgliedstaaten von den Erzeugern im Verhältnis zu ihrem Anteil an diesem im Quotenjahr (1. April – 31. März) entstandenen Überschuss entrichtet werden muss. Der Überschuss wird festgestellt, nachdem die von anderen Erzeugern nicht in Anspruch genommenen Quoten neu verteilt wurden. Die Abgabe beläuft sich auf 27,83 EUR je 100 kg Überschuss. Die Mitgliedstaaten müssen der Kommission jedes Jahr vor dem 1. September die Ergebnisse der Anwendung der Milchquotenregelung im vorangegangenen Zeitraum melden. Diese Mitteilung erfolgt durch Ausfüllen eines Fragebogens, der alle zur Berechnung der Überschussabgabe erforderlichen Daten enthält.

Weitere Informationen in

  • Anhang 1: Vorläufige Zahlen für 2011/12

  • Anhang 2: Zahlen für 2010/11

Ansprechpartner:

Fanny Dabertrand +32 229-90625

Roger Waite +32 229-61404


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