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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 17. Oktober 2012

KMU-Woche: Die EU braucht mehr Unternehmerinnen, um Wachstum und Arbeitsplätze zu schaffen

Das unternehmerische Potenzial von Frauen ist nicht genügend erschlossen und die EU braucht mehr Unternehmerinnen, um Wachstum und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Dies war die wichtigste Botschaft des heutigen Gipfeltreffens der europäischen KMU-Woche (European SME Week Summit) in Brüssel, deren Schwerpunkt darauf liegt, Frauen zu ermutigen, die Gründung und den Betrieb einer eigenen Firma, in der Regel ein kleines oder mittleres Unternehmen (KMU), ins Auge zu fassen. Da die Volkswirtschaften in Europa zunehmend bestrebt sind, Mehrwert durch Dienstleistungen zu schaffen, wird der Bedarf an mehr und besser qualifizierten Arbeitskräften stetig zunehmen. Frauen können hierbei eine Schlüsselrolle spielen. Die Tatsache, dass Frauen lediglich 34,4 % der Selbständigen in Europa stellen, lässt darauf schließen, dass sie mehr Unterstützung brauchen, um ihr eigenes Unternehmen zu gründen. Hier liegt ein beträchtliches, noch unerschlossenes Potenzial, das dringend benötigt wird, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln und die neuen Arbeitsplätze zu schaffen, die in dem zur Zeit sehr schwierigen Wirtschaftsklima gebraucht werden. Wenn mehr Frauen motiviert werden können, Unternehmen zu gründen und zu leiten, könnte dies europaweit zur Schaffung von Wachstum und Arbeitsplätzen führen.

Die Europäische Kommission fördert aktiv die Unternehmertätigkeit der Frauen durch folgende Maßnahmen:

  • das Europäische Netz von Botschafterinnen (European Ambassadors’ Network), das inspirierende Rollenmodelle bietet, die Frauen ermutigen sollen, die Gründung eines Unternehmens als Karriereoption in Erwägung zu ziehen und

  • ein Europäisches Netz von Mentorinnen und Mentoren (European Mentors’ Network), dessen Mitglieder den Frauen, die vor kurzem ein eigenes Unternehmen gegründet haben, mit praktischen Ratschlägen zur Seite stehen.

Der für Industrie und Unternehmertum zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission Antonio Tajani erklärte: „Kreativität und unternehmerisches Potenzial von Frauen sind eindeutig eine der am wenigsten erschlossenen Quellen für Wirtschaftswachstum und neue Arbeitsplätze. Sie sollten in Europa stärker genutzt werden. In Krisenzeiten können wir es uns nämlich nicht leisten, auf dieses Potenzial zu verzichten. Wenn es mehr Unternehmerinnen gibt, werden Frauen wirtschaftlich eine größere Rolle spielen und dementsprechend ihren Beitrag zum Wachstum leisten.“

Weitere Informationen zur KMU-Woche

Weitere Informationen über das Netz von Botschafterinnen für das Unternehmertum

Weitere Informationen über Netzwerke für Unternehmerinnen

Unternehmerinnen gehen kalkuliertere Risiken ein

Zwar sind Frauen in Europa mindestens genau so gut ausgebildet wie Männer, doch entschließen sich nur wenige von ihnen in den fünfzehn Jahren nach ihrem Schulabschluss zur Gründung eines eigenen Unternehmens. Dies erklärt sich zum Teil durch die Schwierigkeiten, die sich ihnen bei der Vereinbarung von Privat- und Berufsleben stellen. Außerdem sind die bestehenden Systeme zur Unterstützung von Unternehmensgründungen nicht immer auf die speziellen Bedürfnisse von Frauen zugeschnitten. Zu den Problemen, die sich potenziellen Unternehmerinnen stellen, gehören größere Schwierigkeiten beim Zugang zu Finanzierungen, zu beruflichen Netzwerken und zu Fortbildungsmaßnahmen sowie ein möglicher Mangel an Selbstbewusstsein aufgrund fehlender geeigneter Rollenmodelle.

Frauen neigen außerdem dazu, vorsichtig zu sein und kalkuliertere Risiken einzugehen; sie gründen Unternehmen eher in vertrauten Bereichen, wo sie auf die Unterstützung ihrer Familie zählen können. Sie nutzen Netzwerkinitiativen häufig nur unzureichend und vergrößern ihre Unternehmen oft sehr langsam und nur dann, wenn ihre familiäre Situation ihnen lange Arbeitszeiten erlaubt und gute Erfolgsaussichten bestehen. Frauen brauchen daher bei der Gründung ihrer Unternehmen maßgeschneiderte Fördermaßnahmen.

Siehe auch EU Studie zur Förderung von Unternehmerinnen

Weitere Informationen und Beispiele erfolgreicher Unternehmerinnen

Europäische KMU-Woche 2012

Die Europäische KMU-Woche 2012 umfasst Aktivitäten in 37 Ländern um sicherzustellen, dass die Veranstaltungen für bestehende und potenzielle Unternehmer zugänglich sind. Die Veranstaltungen werden von Wirtschaftsverbänden, Anbietern von Unterstützungsdiensten für Unternehmen, nationalen, regionalen und lokalen Behörden organisiert und werden den bestehenden Unternehmen dabei helfen, ihre Erfahrungen auszutauschen und sich weiterzuentwickeln. Letztes Jahr fanden rund 1 500 Veranstaltungen in ganz Europa statt.

Kontakt:

Carlo Corazza (+32 2 295 17 52)

Sara Tironi (+32 2 299 04 03)


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