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Europäischer Tag gegen Menschenhandel: gemeinsam den Menschenhandel beseitigen

Commission Européenne - IP/12/1106   17/10/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 17. Oktober 2012

Europäischer Tag gegen Menschenhandel: gemeinsam den Menschenhandel beseitigen

Anlässlich des sechsten Europäischen Tages gegen Menschenhandel wird EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström am 18. Oktober an einer Konferenz über die Gestaltung künftiger Maßnahmen und die Zusammenarbeit aller Akteure bei der Beseitigung des Menschenhandels teilnehmen und dabei eine Rede halten. Die zyprische Innenministerin Eleni Mavrou und die EU-Koordinatorin für die Bekämpfung des Menschenhandels Myria Vassiliadou nehmen ebenfalls an der Veranstaltung teil, die von der Europäischen Kommission und vom zyprischen EU-Ratsvorsitz organisiert wird.

Menschenhandel bleibt ein schwerwiegendes Problem in der Europäischen Union. Laut Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation sind 880 000 Menschen in der EU – d. h. 1,8 von 1000 Einwohnern – Opfer von Zwangsarbeit, einschließlich erzwungener sexueller Ausbeutung. Nach der neuesten Eurobarometer-Umfrage sind sich 93 % der Europäer darin einig, dass die EU-Mitgliedstaaten gemeinsam gegen Menschenhandel vorgehen sollten.

„Dass Menschen zum Zwecke der Profiterzielung ihrer Freiheit beraubt, ausgebeutet und als Ware feilgeboten werden, ist ein gravierender Verstoß gegen die Menschenrechte. Menschenhandel jeglicher Art kann nicht geduldet werden, weder in Europa noch anderswo in der Welt. Wir haben weitreichende Rechtsvorschriften und Maßnahmen zur Bekämpfung von Menschenhandel entwickelt und erkennen auch den entsprechenden politischen Willen bei den Mitgliedstaaten. Jetzt muss der Schwerpunkt auf der Umsetzung der Vorschriften in die Praxis liegen. Wir sind moralisch und rechtlich zum Handeln verpflichtet und müssen dabei mit internationalen Organisationen, Drittländern, Organisationen der Zivilgesellschaft, dem privaten Sektor und mit allen anderen maßgebenden Akteuren innerhalb und außerhalb der EU partnerschaftlich zusammenarbeiten. Wir können den Menschenhandel nur gemeinsam beseitigen”, erklärte Cecilia Malmström.

Die Konferenz bietet der Europäischen Kommission die Möglichkeit, die Mitgliedstaaten dazu anzuhalten, die neuen EU-Rechtsvorschriften zur Bekämpfung des Menschenhandels zeitnah umzusetzen und die in der neuen EU-Strategie genannten konkreten praktischen Maßnahmen zur wirksamen Bekämpfung dieses abscheulichen Verbrechens durchzuführen. Die Mitgliedstaaten haben die EU-Richtlinie zur Bekämpfung des Menschenhandels jetzt in weniger als sechs Monaten umzusetzen.

Die Veranstaltung vereint hochrangige politische Entscheidungsträger, Regierungsbeamte aus allen Mitgliedstaaten, Vertreter von Organisationen der Zivilgesellschaft und des privaten Sektors, Sachverständige, Betreuer von Opfern sowie Künstler und die Medien. Die Teilnehmer werden gemeinsam erörtern, wie die praktische Arbeit zu sämtlichen Aspekten des Menschenhandels erleichtert und die kohärente Umsetzung der politischen Initiativen der EU sichergestellt werden kann.

Die auch Journalisten zugängliche Konferenz konzentriert sich auf die künftige Stärkung der Zusammenarbeit und der Partnerschaften, der Prävention, des Schutzes und der Unterstützung der Opfer sowie der strafrechtlichen Verfolgung der Menschenhändler.

Diese Themen gehören zu den wichtigsten Prioritäten und Initiativen der „Strategie der EU zur Beseitigung des Menschenhandels 2012-2016“ (IP/12/619 und MEMO/12/455).

So werden beispielsweise nach wie vor wenige Fälle in der EU strafrechtlich verfolgt. Den vorläufigen jüngsten Daten zufolge ist die Zahl der Verurteilungen wegen Menschenhandels von 2008 bis 2010 zurückgegangen. Deshalb sieht die Strategie unter anderem die Einrichtung nationaler multidisziplinärer Strafverfolgungsstellen vor, die auf Menschenhandel spezialisiert sind, und unterstützt die Mitgliedstaaten bei der Einsetzung gemeinsamer Ermittlungsteams. Durch die verbesserte Erkennung der Opfer sowie mehr Unterstützung und Schutz für sie wird ihre Bereitschaft zur Mitwirkung und Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden gesteigert. Die Strategie unterstreicht die Notwendigkeit formalisierter nationaler Verweismechanismen in allen Mitgliedstaaten.

Am 18. Oktober findet um 13 Uhr eine Pressekonferenz im Konferenzzentrum Albert Borschette (CCAB, Saal 0A) statt.

Hintergrund

Mit der „Strategie der EU zur Beseitigung des Menschenhandels 2012-2016“ konzentriert sich die Kommission auf konkrete Maßnahmen, mit denen sie die Umsetzung der EU-Rechtsvorschriften zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels und zum Schutz seiner Opfer (Richtlinie 2011/36/EU), deren Umsetzungsfrist am 6. April 2013 endet, unterstützen und ergänzen will.

Die EU-Strategie ist ein praktisches Instrument, mit dem in den nächsten fünf Jahren die wichtigsten Bedürfnisse und Herausforderungen in der Europäischen Union im Hinblick auf Menschenrechte sowie geschlechtsspezifische Fragen angegangen werden sollen. Sie zeigt Maßnahmen für jede der folgenden fünf Prioritäten auf:

  • Erkennung, Schutz und Unterstützung der Opfer des Menschenhandels

  • Verstärkung der Präventionsmaßnahmen gegen Menschenhandel

  • Verstärkung der strafrechtlichen Verfolgung der Menschenhändler

  • Verbesserung der Koordination und Kooperation zwischen den maßgeblichen Akteuren sowie Kohärenz der Politiken

  • Verbesserung der einschlägigen Kenntnisse und effiziente Reaktionen auf neu auftretende Probleme im Zusammenhang mit allen Formen des Menschenhandels

Nützliche Links

Website von Cecilia Malmström

Kommissarin Malmström auf Twitter

Website der Generaldirektion Inneres

Generaldirektion Inneres auf Twitter

Website der Europäischen Kommission zum Thema Menschenhandel

Konferenz "Working together towards eradication of trafficking in human beings: the way forward" (hier wird die Rede von Kommissionsmitglied Malmström veröffentlicht)

Kontakt:

Michele Cercone (+32 2 298 09 63)

Tove Ernst (+32 2 298 67 64)


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