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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 8. Oktober 2012

Neue Partnerschaft zwischen EU und UNESCO für Bildung, Kultur, Wissenschaft und Menschenrechte

Eine neue Vereinbarung zwischen der Europäischen Union (EU) und der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) soll der Zusammenarbeit und dem Dialog neue Impulse geben und den Austausch von Informationen und Best Practices fördern. Unterzeichnet wurde die Vereinbarung von UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokova, der Hohen Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik und Vizepräsidentin der Europäischen Kommission Catherine Ashton und von EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs.

Die Partnerschaft sieht klare, strategische Prioritäten und eine Intensivierung des politischen Dialogs in Bereichen von gegenseitigem Interesse für die beiden Organisationen (u. a. Bildung, Kultur, Wissenschaft und Technik, Meerespolitik und Meinungsfreiheit) vor.

„Ich sehe die heutige Unterzeichnung der Vereinbarung zwischen der UNESCO und der Europäischen Union in erster Linie als deutliche Bekräftigung des Engagements der EU in der UNESCO. Die EU unterstützt damit nicht nur den programmatischen Ansatz der UNESCO, sondern tritt auch für die Werte ein, für die die UNESCO steht und welche die Europäische Kommission teilt“, so Irina Bokova.

Die Partnerschaft eröffnet bessere Möglichkeiten, lokale, regionale und globale Herausforderungen anzugehen, u. a. durch einen verstärkten Dialog zwischen den EU‑Delegationen und den Büros und Fachinstituten der UNESCO.

EU-Kommissar Piebalgs begrüßte die Initiative: „Die heutige Vereinbarung gründet sich auf unsere gemeinsamen Werte und bekräftigt unseren Wunsch, die Zusammenarbeit mit der UNESCO zu vertiefen, um gemeinsam noch wirksamere Arbeit zu leisten. Dieses neuerliche Bekenntnis, Themen wie Menschenrechte und Bildung in den Vordergrund zu stellen, deckt sich mit unseren eigenen Prioritäten. Ich hoffe, dass uns diese Form der Zusammenarbeit mit unseren Partnern die Möglichkeit gibt, in diesen Schwerpunktbereichen künftig noch mehr als bisher zu bewirken.“

Der heute unterzeichneten Vereinbarung geht eine langjährige Zusammenarbeit zwischen der EU und der UNESCO voraus: Sie umfasst u. a. Multistakeholder-Initiativen wie die Globale Partnerschaft für Bildung, an der 48 Partnerländer teilnehmen und deren Ziel es ist, die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit zu erhöhen und den politischen Dialog im Bildungsbereich zu fördern. Weitere Initiativen sind die Task Force on Teachers for Education for All, die insbesondere afrikanischen Ländern helfen soll, ihr Bildungssystem mit genügend kompetenten und motivierten Lehrkräften auszustatten, und das Global Learning Cities Network zur Förderung der Erwachsenenbildung und des lebenslangen Lernens. Ein zentrales Anliegen der UNESCO ist der Zugang zu Wissen im Bildungsbereich (u. a. durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien – IKT) sowie in Wissenschaft, Technik und Innovation. Im Bildungsbereich plant sie insbesondere die Schaffung einer innovativen Online-Plattform mit kostenlosem, frei zugänglichem Lernmaterial.

Sowohl die UNESCO als auch die EU fördern Menschen- und Grundrechte als Eckpfeiler für Stabilität und Entwicklung, wobei sie sich gleichermaßen für eine effektivere multilaterale Zusammenarbeit und eine breitenwirksame Entwicklung einsetzen, die auf hochwertiger Bildung für alle und dem Respekt für kulturelle Vielfalt basiert.

Weitere Beispiele für das gemeinsame Engagement sind die Förderung der Meinungsfreiheit, der Sicherheit von Journalisten und der Stabilisierung demokratischer Prozesse. Ausgangspunkt sind auch hier Bildung und Kultur als Schlüssel für Entwicklung und für die Förderung der Menschenrechte und der Meinungsfreiheit.

Die Zusammenarbeit der UNESCO und der EU erstreckt sich auch auf die Bereiche Katastrophenschutz und Katastrophenbereitschaft, in deren Rahmen u. a. gemeinsam an der Prävention und Abwehr von vom Meer ausgehenden Gefahren sowie an nachhaltigen Frühwarnsystemen gearbeitet wird.

Auf der Grundlage der führenden Rolle der UNESCO in der Entwicklung internationaler Rechtsstandards im Bereich der Wahrung des kulturellen Erbes und der Förderung der Kulturwirtschaft wird mit der Vereinbarung zwischen der EU und der UNESCO ferner das Engagement für das Kulturmanagement auf nationaler und lokaler Ebene durch eine basisnahe Umsetzung des Übereinkommens über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen unterstützt. Die EU wirkt an der Umsetzung dieses Übereinkommens über eine Expertenstelle für Kulturmanagement mit, die 13 Ländern zur Verfügung steht.

Außerdem werden weitere Projekte in Partnerschaft mit der EU durchgeführt, u. a. zu den folgenden Themen: Schutz des Welterbes, Bewahrung des immateriellen Kulturerbes (z. B. traditionelle ägyptische Feste oder die Inventarisierung des biologischen Erbes im Mittelmeerraum), Erhaltung von Stätten des Welterbes (z. B. der Altstadt von Havanna oder von Nablus), Medienentwicklung und Förderung einer nachhaltigen Meeres- und Küstenarchäologie.

Kontakt:

Catherine Ray (+32 229-69921)

Wojtek Talko (+32 229-78551)


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