Chemin de navigation

Left navigation

Additional tools

Digitale Agenda: Großbanken, Telekommunikationsunternehmen und staatliche Stellen üben EU-weit gemeinsam die Abwehr von Cyberattacken

Commission Européenne - IP/12/1062   04/10/2012

Autres langues disponibles: FR EN DA ES NL IT SV PT FI EL CS ET HU LT LV MT PL SK SL BG RO

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 4. Oktober 2012

Digitale Agenda: Großbanken, Telekommunikationsunternehmen und staatliche Stellen üben EU-weit gemeinsam die Abwehr von Cyberattacken

Hunderte von Computer-Sicherheitsexperten aus der ganzen EU testen heute in einer ganztägigen europaweiten Simulation, wie gut sie auf die Abwehr von Cyberangriffen vorbereitet sind. Bei der Übung Cyber Europe 2012 werden 400 Experten von Großbanken, Telekommunikations­unternehmen, Internetdiensteanbietern und staatlichen Stellen auf lokaler und nationaler Ebene in ganz Europa im Rahmen einer simulierten DDoS-Kampagne (Distributed Denial of Service, verteilte Überlastungsangriffe) mit mehr als 1200 Einzelvorfällen konfrontiert (unter anderem mehr als 30 000 E-Mails). Getestet wird, wie sie anhaltende Angriffe auf die öffentlichen Internetseiten und Computersysteme europäischer Großbanken bewältigen und bei deren Abwehr zusammenarbeiten. Bei einer wirklichen Attacke wären Millionen von Bürgern und Unternehmen in ganz Europa von massiven Störungen betroffen, und der EU-Wirtschaft würden Schäden in Millionenhöhe drohen.

Neelie Kroes, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, erklärte: „Zum ersten Mal sind Banken und Internetunternehmen an einer EU-weiten Übung zur Abwehr von Cyberattacken beteiligt. Angesichts der steigenden Zahl und zunehmenden Raffinesse von Internetangriffen ist eine solche Zusammenarbeit unerlässlich. Bei der heutigen Übung geht es darum, wie die Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit des Internets und anderer wesentlicher Infrastrukturen durch Zusammenarbeit auf europäischer Ebene gewährleistet werden kann.“

Cyberattacken werden immer häufiger. 2011 nahm die Zahl der Angriffe im Netz um 36 % zu. Von 2007 bis 2010 wurde eine Vervierfachung der Zahl der Unternehmen gemeldet, die sicherheitsrelevante Vorfälle mit finanziellen Auswirkungen zu verzeichnen hatten (der Anteil dieser Unternehmen stieg von 5 % im Jahr 2007 auf 20 % im Jahr 2010).

Laut Experten des Weltwirtschaftsforums besteht für das kommende Jahrzehnt ein 10-prozentiges Risiko einer schwerwiegenden Störung kritischer Informationsinfrastrukturen, die wirtschaftliche Schäden von mehr als 200 Mrd. EUR nach sich ziehen könnte.

Hintergrund

Bei dieser Planübung wird ein in sich geschlossenes System zur Simulation der Eigenschaften und Leistungsmerkmale tatsächlicher kritischer Informationsinfrastrukturen verwendet. Reale Infrastrukturen sind nicht einbezogen. Experten der Europäischen Agentur für Netz- und Informationssicherheit (ENISA) werden erste Ergebnisse in den nächsten Tagen präsentieren und einen Bericht mit den wesentlichen Erkenntnissen bis zum Jahresende vorlegen.

„Cyber Europe 2012“ findet parallel zum Europäischen Monat der Cybersicherheit (ECSM) statt und ist die zweite von den Mitgliedstaaten, der Kommission und ENISA veranstaltete EU-weite Simulationsübung zur Abwehr von Cyberangriffen. Die diesjährige Übung ist von der Thematik und vom Ausmaß her wesentlich umfangreicher als die erste Übung im Jahr 2010 (IP/10/1459).

Die europäischen Institutionen haben außerdem erst kürzlich eigene IT-Notfallteams (CERT-EU) zum Schutz der EU-Organe gegen Cyberangriffe und Störungen gebildet (siehe IP/12/949). Vor Jahresende wollen die Europäische Kommission und der Europäische Auswärtige Dienst eine umfassende Strategie zur Cybersicherheit vorlegen. Ein wesentliches Element dieser Strategie wird ein Legislativvorschlag zur Verbesserung der Netz- und Informationssicherheit in der EU sein. Der Vorschlag wird einen Mechanismus der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten umfassen und Sicherheitsanforderungen für den Privatsektor einführen. Zur Vorbereitung holt die Kommission zurzeit Meinungen von staatlichen Stellen, Unternehmen und Verbrauchern über die Sicherheit von Netzen und Informationssystemen (NIS), einschließlich des Internets, ein (siehe IP/12/818). Die Konsultation läuft bis zum 15. Oktober.

Nützliche Links

EU-Politik zur Netz- und Informationssicherheit

ENISA-Website

Website zur Digitalen Agenda

Ihre Meinung zählt

Hash-Tag: CyberEurope12

Website von Neelie Kroes

Neelie Kroes auf Twitter

Ansprechpartner:

Ryan Heath (+32 2 296 17 16), Twitter: http://twitter.com/RyanHeathEU

Linda Cain (+32 2 299 90 19)


Side Bar

Mon compte

Gérez vos recherches et notifications par email


Aidez-nous à améliorer ce site