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EU stellt Resilienz in den Mittelpunkt ihrer Arbeit zur Bekämpfung von Hunger und Armut

Commission Européenne - IP/12/1052   03/10/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 3. Oktober 2012

EU stellt Resilienz in den Mittelpunkt ihrer Arbeit zur Bekämpfung von Hunger und Armut

Andris Piebalgs, Kommissar für Entwicklung, und Kristalina Georgieva, Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, haben heute eine neue Politik vorgeschlagen, mit der vulnerablen Gemeinschaften weltweit dabei geholfen wird, Resilienz gegen künftige Krisen aufzubauen.

In der neuen Mitteilung „Ein EU-Konzept für Resilienz: Lehren aus Ernährungssicherheitskrisen“ wird den Erfahrungen Rechnung getragen, die bei der Bewältigung der jüngsten Ernährungskrisen gesammelt wurden, und dargelegt, wie die Europäische Union vulnerablen Bevölkerungsgruppen dabei helfen wird, die Auswirkungen künftiger Krisen und Katastrophen zu verringern.

Entwicklungskommissar Piebalgs erklärte: „Unerwartete Naturkatastrophen, Ernährungskrisen oder wirtschaftliche Erschütterungen können die Ergebnisse unserer Arbeit in Entwicklungsländern ernstlich gefährden.“ Er fügte hinzu: „Wir müssen unser Handeln darauf konzentrieren, die tieferen Ursachen der wiederkehrenden Krisen zu bekämpfen und nicht nur deren Folgen zu beseitigen. Das ist nicht nur effizienter, sondern auch viel billiger. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten müssen wir sicherstellen, dass jeder Euro so effizient wie möglich eingesetzt wird, sowohl im Interesse der Menschen, die wir vor Ort unterstützen, als auch der europäischen Steuerzahler.“

Kommissarin Georgieva erklärte: „Seit meiner Übernahme des EU-Ressorts Krisenreaktion habe ich alle erdenklichen Katastrophen gesehen – abgesehen vielleicht von einem Meteoriteneinschlag – und wie sie, verstärkt durch Klimawandel, Bevölkerungswachstum und Verstädterung, mehr Menschen treffen denn je.

Wenn unsere Hilfe wirksam und kosteneffizient sein soll, dürfen wir uns nicht damit begnügen, die Wunde zu verbinden, sondern müssen helfen, ein Heilmittel zu finden. Dies erfordert eine gemeinsame Vision aller, die in der humanitären und der Entwicklungshilfe tätig sind, und den gemeinsamen Willen zu handeln. Wir erklären hier und heute, dass Europa dazu bereit ist."

Die Stärkung der Resilienz ist das Kernstück einer erfolgreichen Politik im Bereich humanitäre Hilfe und Entwicklung. In der neuen Mitteilung der Europäischen Kommission wird ein breites Spektrum von Maßnahmen zum Aufbau von Resilienz umrissen, von der Verbesserung des Zugangs zu Nahrungsmitteln durch Unterstützung der Partnerländer bis zur Sicherstellung der raschen Warnung der Regierungen bei Ausbruch einer Krise.

Ferner enthält die Mitteilung unter anderem Leitlinien dazu, wie gewährleistet werden kann, dass die ärmsten Haushalte weiter Zugang zu den Märkten haben und dass natürliche Ressourcen wie Wasser geschützt werden.

Auch eine enge Zusammenarbeit zwischen humanitären Helfern und Entwicklungshelfern ist für den Aufbau von Resilienz unerlässlich. Darum will die Kommission ihre Soforthilfe- und Entwicklungsprogramme miteinander verknüpfen und kurzfristige und mittel- bis langfristige Maßnahmen kombinieren. Damit Notsituationen bewältigt werden können und gleichzeitig in die Resilienz investiert werden kann, sind koordinierte, mit nationalen Behörden und regionalen Organisationen abgestimmte Bemühungen erforderlich, um die Vulnerabilität der ärmsten Haushalte gegenüber Schocks zu verringern und die Ursachen der Nahrungsmittel- und Ernährungsunsicherheit anzugehen.

Hintergrund

Resilienz ist die Fähigkeit eines Individuums, eines Haushalts, einer Gemeinschaft, eines Landes oder einer Region, Belastungen und Schocks standzuhalten, sich anzupassen und sich rasch wieder zu erholen.

Der Begriff der Resilienz hat zwei Aspekte: die eigene Kraft, die es einem Individuum, einem Haushalt, einer Gemeinschaft oder einer größeren Einheit ermöglicht, Belastungen und Schocks standzuhalten, und die Fähigkeit, sich rasch von deren Folgen zu erholen.

Die Arbeit mit vulnerablen Bevölkerungsgruppen am Aufbau von Resilienz ist außerdem ein wesentlicher Bestandteil der Armutsminderung, die das eigentliche Ziel der EU-Entwicklungspolitik darstellt, wie in der kürzlich vorgelegten Agenda für den Wandel bekräftigt wurde. In diesem Dokument werden neue Prioritäten für die Leistung der EU-Hilfe gesetzt. Diese soll sich auf die Bereiche konzentrieren, die für langfristiges, inklusives Wachstum von zentraler Bedeutung sind, und den Ländern zugutekommen, die am stärksten auf Außenhilfe angewiesen sind und in denen mit der größten Wirkung zu rechnen ist.

Im Rahmen der Programme SHARE (Horn von Afrika) und AGIR (Sahelzone) hat die EU 3 Mio. EUR in HarvestPlus investiert, das höherwertiges und widerstandsfähigeres Saatgut entwickelt. Die Arbeit zur Stärkung der Resilienz hat auch die Entwicklung von Frühwarnsystemen in Nepal während der Überschwemmungen von 2010 ermöglicht, mit deren Hilfe die Bewohner der Gefahrenzonen evakuiert werden konnten.

Weitere Informationen

Communication "The EU Approach to Resilience: Learning from Food Security Crises":

http://ec.europa.eu/europeaid/what/food-security/index_en.htm

MEMO/12/733: "EU approach to resilience: Learning from food crises"

Joint videomessage of Commissioners Andris Piebalgs and Kristalina Georgieva (available at 14.30):

http://ec.europa.eu/avservices/ebs/schedule.cfm?page=2&date=10/03/2012&institution=0#109455

Website von EuropeAid, der GD Entwicklung und Zusammenarbeit der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_en.htm

Website der GD Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Website des EU-Kommissars für Entwicklung, Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Website der EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, Kristalina Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Website von SHARE (Horn of Africa):

http://ec.europa.eu/echo/policies/resilience/share_en.htm

Website von AGIR (Sahelzone):

http://ec.europa.eu/echo/policies/resilience/agir_en.htm

Kontakt:

Catherine Ray (+32 229-69921)

Wojtek Talko (+32 229-78551)

Irina Novakova (+32 229-57517)

David Sharrock (+32 229-68909)


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