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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Energie Top-Thema der Entwicklungsagenda: Kommissar Piebalgs nimmt an europäischer Auftaktveranstaltung zum UN-Jahr der nachhaltigen Energie für alle teil

Brüssel, 7. Februar 2012 – Am Mittwoch, den 8. Februar wird Andris Piebalgs, der für Entwicklung zuständige EU-Kommissar, auf der offiziellen europäischen Auftaktveranstaltung zum UN-Jahr der nachhaltigen Energie für alle das Engagement der Europäischen Kommission bekräftigen, bis 2030 das Ziel der nachhaltigen Energie für alle zu verwirklichen. Dieses ehrgeizige Ziel wurde von einer neuen hochrangigen Gruppe unter der Leitung von UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon festgelegt, zu deren Mitgliedern Kommissar Piebalgs zählt. Auf der Veranstaltung werden die Maßnahmen erörtert, zu denen sich alle Sektoren verpflichten müssen, damit die Ärmsten der Welt Zugang zu Energie bekommen.

Vor der Auftaktveranstaltung erklärte Kommissar Piebalgs: „UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon hat das Jahr 2012 zum Internationalen Jahr der nachhaltigen Energie erklärt und damit inspirierende Ziele gesetzt. Ich bin entschlossen, den EU-Beitrag zur Verwirklichung dieser Ziele zu stärken. Uns allen ist die tragende Rolle des Zugangs zu Energie bewusst: ob als Motor für Entwicklung und die Sicherung der Gesundheitsversorgung oder für Bildung, Ernährungssicherung und Wirtschaftswachstum. Mit Mittelzuweisungen von rund 2 Mrd. EUR für den Energiesektor in der ganzen Welt nimmt die EU eine Führungsrolle bei der Förderung der weltweiten Energieversorgung ein. Indem wir unsere Technologie und unser Fachwissen weiterentwickeln und gleichzeitig unsere Hilfemittel gezielt einsetzen, wirken wir darauf hin, den Zugang der Ärmsten zu moderner Energieversorgung weltweit zu verbessern.“

Im Einklang mit der „Agenda für den Wandel“, einem Vorschlag für eine neue Ausrichtung der EU-Entwicklungspolitik, zählt der Zugang zu Energie künftig zu den Top-Prioritäten von Kommissar Piebalgs. Nachhaltige Energie ist ein Schlüsselfaktor, wenn es darum geht, Möglichkeiten für breitenwirksames, gerechtes und umweltfreundliches Wirtschaftswachstum und neue Arbeitsplätze zu schaffen, zur Armutsminderung beizutragen und gleichzeitig den Übergang zu CO2-armen und ressourceneffizienten Energiemodellen vorzubereiten.

Der EU-Kommissar wird auch seine Unterstützung für die drei Ziele der Initiative bekräftigen, die bis 2030 erreicht werden sollen:

  • universaler Zugang zu moderner Energieversorgung

  • Verdopplung der Geschwindigkeit, mit der Energieeffizienz verbessert wird

  • Verdopplung des Anteils der erneuerbaren Energien an der weltweiten Energieerzeugung

Energie wird auch eines der wichtigsten Themen auf der Rio+20-Konferenz sein, die im Juni 2012 stattfinden wird.

Veranstaltung

Die Veranstaltung findet im Europäischen Parlament in Brüssel statt; die Presse hat freien Zugang. Veranstaltungsort: Paul-Henri Spaak 5B001.

Die Herausforderung

Weltweit haben rund 1,4 Milliarden Menschen keinen Zugang zu elektrischem Strom. Bis zu eine weitere Milliarde Menschen haben nur Zugang zu unzuverlässigen Stromnetzen. Fast 3 Milliarden Menschen sind zum Kochen und Heizen auf feste Brennstoffe (d. h. traditionelle Biomasse und Kohle) angewiesen. Durch ein gut funktionierendes Energiesystem, das den effizienten Zugang zu modernen Energieformen verbessert, hätten die Ärmsten der Armen mehr Möglichkeiten, sich den schlimmsten Auswirkungen der Armut zu entziehen. Zugang zu Energie gibt den Menschen die Möglichkeit, Einkommen zu erzielen, was wiederum Wohlstand und neue Märkte schafft.

Beispiele von EU-Maßnahmen im Bereich Energie

EU-Maßnahmen zur Förderung nachhaltiger Energie in Afrika – die Energiepartnerschaft EU-Afrika

2008 hat die EU die Energiepartnerschaft mit Afrika begründet, um die Elektrifizierung Afrikas zu fördern sowie den Zugang zu Energie und die Energieversorgungssicherheit zu verbessern und die Entwicklung erneuerbarer Energien im Hinblick auf die Stärkung der Energieeffizienz zu fördern. Diese Partnerschaft hat Früchte getragen: 2010 wurde gemeinsam mit der Afrikanischen Union das Programm für die Zusammenarbeit im Bereich der erneuerbaren Energien gestartet. Dieses Kooperationsprogramm soll einen Beitrag zum Erreichen der afrikanischen Ziele im Bereich der erneuerbaren Energien bis 2020 leisten. Ziel des Programms ist es, in Afrika relevante Technologien für erneuerbare Energien auf den Markt zu bringen.

Das Programm wird einen wertvollen Beitrag zur Arbeit der neu geschaffenen Hochrangigen Gruppe „Nachhaltige Energie für alle“ der Vereinten Nationen leisten.

Zugang zu nachhaltiger Energie in Entwicklungsländern ist auch ein Schlüsselelement der vor kurzem veröffentlichten Mitteilung der Kommission zur Energieversorgungssicherheit und internationalen Zusammenarbeit (KOM(2011)539 vom 7. September 2011).

Auszug aus dem Konferenzprogramm:

8.00 Uhr – 9.00 Uhr: Ansprachen von EU-Kommissar Andris Piebalgs und Kandeh Yumkella, Generaldirektor der UNIDO, Vorsitzender von UN-Energy und Kovorsitzender der Hochrangigen Gruppe des Generalsekretariats „Nachhaltige Energie für alle“

9.00 Uhr – 11.00 Uhr: Podiumsdiskussionen zur Initiative „Nachhaltige Energie für alle“, zur Rolle der Europäischen Union bei der Förderung der nachhaltigen Energie und zur Rolle der Unternehmen und der Zivilgesellschaft bei der Verwirklichung der Ziele der Initiative

Zu den Teilnehmern zählen u. a. hochrangige Vertreter der Vereinten Nationen, der Europäischen Union und des Europäischen Parlaments wie auch wichtige Vertreter der Zivilgesellschaft und des Privatsektors

Weitere Informationen:

Näheres zum Thema „Nachhaltige Energie für alle“: www.sustainableenergyforall.org/about

Website der EU-Afrika-Energiepartnerschaft:

http://www.africa-eu-partnership.org/energy

IP/10/1122 und MEMO/10/407 – Energie in Afrika: EU-Kommissar Piebalgs und EU-Kommissar Oettinger lancieren das Programm für die Zusammenarbeit im Bereich der erneuerbaren Energien.

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_de.htm

Website des EU-Kommissars für Entwicklung Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Kontakt:

Catherine Ray (+32 229-69921)

Wojtek Talko (+32 229-78551)


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