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Informelle Tagung der Bildungsminister (4.-5. Oktober)

European Commission - IP/12/1049   03/10/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel/Nikosia, 3. Oktober 2012

Informelle Tagung der Bildungsminister (4.-5. Oktober)

Auf ihrer informellen Tagung in Nikosia werden sich die EU-Bildungsminister auf die zentrale Rolle konzentrieren, die die Bildung bei der Umsetzung der Strategie Europa 2020 für Beschäftigung und Wachstum spielt. Professor Christopher Pissarides, Nobelpreisträger 2010 für Wirtschaftswissenschaften, wird erläutern, welche Verbindung zwischen Bildung und Wirtschaftsleistung besteht ‑ ein wichtiges Thema in der neuesten Ausgabe des OECD-Berichts „Bildung auf einen Blick“. Demnach können europäische Hochschulabsolventen im Laufe ihres Arbeitslebens mit einem Nettogewinn von etwa 140 000 EUR rechnen, und eine Hochschulbildung bedeutet aufgrund der höheren Steuereinnahmen und anderer Einsparungen für die Allgemeinheit langfristig dreimal mehr Vorteile als Kosten (IP/12/947). Außerdem werden die Minister über die Empfehlungen der von der Kommission eingesetzten Hochrangigen Gruppe für Alphabetisierung diskutieren, die letzten Monat vorgestellt wurden (IP/12/940).

Allgemeine und berufliche Bildung

„Ich begrüße es, dass die zyprische Ratspräsidentschaft Bildung und Wachstum ganz oben auf ihre Agenda gesetzt hat. In Krisenzeiten sind Investitionen im Bildungsbereich notwendiger denn je; daher hat die Europäische Kommission eine deutliche Aufstockung des Budgets für unser neues Programm für allgemeine und berufliche Bildung und Jugend „Erasmus für alle“ vorgeschlagen. Damit könnten wir im Zeitraum 2014-2020 die Anzahl von Studierenden und anderen Begünstigten, die Beihilfen für Studium, Ausbildung und Freiwilligendienst im Ausland erhalten, von 400 000 auf bis zu 900 000 pro Jahr verdoppeln,“ erklärte Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend. „Diese Möglichkeiten sind von unschätzbarem Wert für die Verbesserung von Qualifikationen und Beschäftigungsfähigkeit. Meine Botschaft an die Finanzminister und Regierungschefs ist simpel: Denken Sie zuerst an unsere jungen Menschen, wenn Entscheidungen über die Prioritäten für den zukünftigen EU-Haushalt anstehen.“

Aktuellen Schätzungen zufolge wird der Anteil der Arbeitsplätze, für die hohe Qualifikationen erforderlich sind, bis 2020 auf 35 % aller Arbeitsplätze ansteigen, während nur 26 % der gesamten Erwerbsbevölkerung bislang eine Hochschulbildung abgeschlossen haben. Im Rahmen ihres Konzepts für eine nachhaltige und inklusive Wirtschaft sieht die Strategie Europa 2020 zwei Bildungsziele vor: Senkung der Schulabbrecherquote auf unter 10 % gegenüber derzeit 13,5 % und Steigerung des Anteils junger Menschen mit Hochschulabschluss auf 40 % gegenüber 34,6 % heute.

Der Beitrag von Bildung zu Wachstum und Beschäftigung wird auch auf dem Forum für die allgemeine und berufliche Bildung am 18.-19. Oktober in Brüssel diskutiert.

Die Kommission wird noch vor Jahresende eine neue strategische Initiative für ein Umdenken im Bildungsbereich vorschlagen. Damit soll gewährleistet werden, dass junge Menschen auf allen Bildungsebenen mit den Fähigkeiten und Qualifikationen ausgestattet werden, die sie für ihren Erfolg im Leben und im Beruf brauchen, und dass ein tragfähiges Fundament für nachhaltiges Wachstum geschaffen wird.

Lese- und Schreibkompetenz

Am 6. September hat die Hochrangige Gruppe der EU für Alphabetisierung ihren Bericht vorgelegt und an Europa appelliert, die Alphabetisierungsproblematik anzugehen. Die Sachverständigen unter Vorsitz Ihrer Königlichen Hoheit Prinzessin Laurentien der Niederlande haben Forschungsergebnisse und bewährte Verfahren aus ganz Europa untersucht und Empfehlungen für alle Altersgruppen ausgesprochen.

20 % der 15-jährigen sowie beinahe 75 Millionen Erwachsene verfügen nicht über grundlegende Lese- und Schreibfähigkeiten, was ihnen die Suche nach einem Arbeitsplatz erschwert und ihr Risiko von Armut und sozialer Ausgrenzung erhöht. Auf ihrer informellen Tagung werden die Bildungsminister über die Herausforderungen bei der Überwindung des Tabuthemas Analphabetismus sprechen und Maßnahmen ermitteln, die auf nationaler und europäischer Ebene für eine gesellschaftsweite Alphabetisierung erforderlich sind. Minister aus Frankreich, Polen, Irland und den Niederlanden werden ihre nationalen Maßnahmen und Strategien zur Alphabetisierung vorstellen. Die Diskussionsergebnisse sollen in die Schlussfolgerungen des Rates zur Alphabetisierung einfließen, die im November auf dem Rat der Bildungsminister angenommen werden sollen.

Weitere Informationen

Zyprische Ratspräsidentschaft: Informelle Tagung der Bildungsminister am 4.-5. Oktober und Rat (Bildung, Kultur, Jugend und Sport) am 26.-27. November

Europäische Kommission: Allgemeine und berufliche Bildung

Website von Kommissarin Vassiliou

Androulla Vassiliou auf Twitter @VassiliouEU

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229-59258); Twitter: @DennisAbbott

Dina Avraam (+32 229-59667)


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