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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 1. Oktober 2012

EU stockt humanitäre Hilfe für Opfer schwerer Monsun-Überschwemmungen in Bangladesch auf

Die Europäische Union stellt weitere 4 Mio. EUR für die Fortsetzung der Soforthilfe zugunsten der Opfer der schweren Monsunüberschwemmungen und ‑landrutsche bereit, welche den Südosten von Bangladesh im Juni und Juli 2012 heimgesucht haben. Die Hilfe erreicht mehr als 250 000 Betroffene. Der Schwerpunkt liegt auf den am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen: Frauen, Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und Randgruppen.

„Viele der von den Überschwemmungen Betroffenen waren bereits zuvor in einer sehr schwierigen Lage, so dass sie nach der Katastrophe nicht imstande waren, die erlittenen Verluste wieder auszugleichen und zu einem menschenwürdigen Leben zurückzufinden. Nachdem die schweren Monsun-Regenfälle die Ernten zerstört haben, können manche Familien sich kaum mehr eine einzige Mahlzeit pro Tag leisten“, erklärte die für humanitäre Hilfe, Katastrophenschutz und Krisenreaktion zuständige EU-Kommissarin Kristalina Georgieva. „Wir haben diese Krise aufmerksam verfolgt. Nachdem wir unsere Hilfe in den vergangenen Monaten zunächst über unseren Mechanismus für kleinere Einsätze ausgeweitet haben, stocken wir sie nun auf, um den am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen wieder auf die Beine zu helfen.“

Die von der EU finanzierten Hilfsmaßnahmen werden auf die drei südöstlichen Bezirke Chittagong, Bandarban und Cox's Bazar abzielen. Den Menschen dort werden weiterhin folgende Maßnahmen zugute kommen: Nahrungsmittel- und Ernährungshilfe, Wiederaufbau der Hygiene- und Sanitäreinrichtungen, Ausbesserung der Unterkünfte und erste Programme zur Wiederherstellung der Lebensgrundlagen. Die Hilfe wird über Transferzahlungsprogramme geleistet. Sie soll den Betroffenen dabei helfen, ihre humanitären Grundbedürfnisse zu decken und den Grundstein für die Erlangung ihrer wirtschaftlichen Eigenständigkeit legen. Gleichzeitig soll sie die Wiederherstellung von Häusern und gemeinschaftlicher Produktionsinfrastruktur ermöglichen. Gegenstand der Projekte sind auch die Komponenten „Reduzierung des Katastrophenrisikos“ und „Vorbereitung auf den Katastrophenfall“. Dadurch soll eine größere Widerstandsfähigkeit der betroffenen Gemeinschaften gegenüber den Auswirkungen künftiger Naturkatastrophen erreicht werden.

Die humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission wird über ihre Partner vor Ort bereitgestellt, zu denen unter anderem Sonderorganisationen der Vereinten Nationen, die Hilfsorganisationen Rotes Kreuz/Roter Halbmond und internationale Nichtregierungsorganisationen zählen.

Zusammen mit den heute zugesagten zusätzlichen Mitteln beläuft sich die humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission für Bangladesch im Jahr 2012 auf insgesamt 18,65 Mio. EUR.

Hintergrund

Anfang Juli kam es in drei südöstlichen Bezirken von Bangladesch (Chittagong, Bandarban und Cox's Bazar) zu schweren Regenfällen, die die größten Überschwemmungen und Landrutsche seit 60 Jahren auslösten. Es waren 1,3 Millionen betroffen, darunter gab es 122 Todesopfer. Mittlerweile konnten die vertriebenen Familien wieder in ihre beschädigten Häuser zurückkehren oder leben bei Freunden und Verwandten. Viele von ihnen, die bereits vor der Katastrophe Schwierigkeiten hatten, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, sind finanziell nicht in der Lage, ihre Häuser wieder aufzubauen. So mussten sie auf nachteilige Überlebensstrategien zurückgreifen und zum Beispiel die Anzahl ihrer Mahlzeiten verringern, ihre Habe aufbrauchen oder Kredite von Geldverleihern in Anspruch nehmen.

Weitere Informationen

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Website von EU-Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Kontakt:

Irina Novakova (+32 229-57517)

David Sharrock (+32 229-68909)


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