Chemin de navigation

Left navigation

Additional tools

Fusionskontrolle: Kommission genehmigt unter Bedingungen Übernahme der britischen Molkereigenossenschaft Milk Link durch ihren Konkurrenten Arla

Commission Européenne - IP/12/1038   28/09/2012

Autres langues disponibles: FR EN

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 28. September 2012

Fusionskontrolle: Kommission genehmigt unter Bedingungen Übernahme der britischen Molkereigenossenschaft Milk Link durch ihren Konkurrenten Arla

Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme der britischen Molkereigenossenschaft Milk Link durch den Molkereikonzern Arla Foods, bei dem es sich ebenfalls um eine Milcherzeugergenossenschaft handelt, nach der EU‑Fusionskontrollverordnung freigegeben. Die Genehmigung ist jedoch an die Bedingung geknüpft, dass das einzige H-Milch-Werk von Milk Link (in Devon) veräußert wird. Die Kommission hatte nach Prüfung der ursprünglichen Anmeldung Bedenken, dass der Zusammenschluss der beiden führenden H-Milch-Anbieter im Vereinigten Königreich den Wettbewerb auf diesem Markt erheblich verringern würde. Die beteiligten Unternehmen konnten diese Bedenken mit entsprechenden Verpflichtungsangeboten ausräumen.

Die Untersuchung der Kommission ergab, dass der Zusammenschluss der beiden größten britischen H-Milch-Anbieter nach den in der Anmeldung dargelegten Plänen zur Gründung eines Unternehmens mit sehr hohen Marktanteilen geführt hätte. Außerdem stellte die Kommission fest, dass viele Einzelhändler im Vereinigten Königreich H-Milch ausschließlich von britischen Anbietern beziehen und nicht auf Einfuhren zurückgreifen, so dass Arla und Milk Link von ausländischen H-Milch-Anbietern keine Konkurrenz befürchten müssen.

Um die Wettbewerbsbedenken der Kommission auszuräumen, boten die beteiligten Unternehmen an, das H-Milch- und Milchgetränkegeschäft von Milk Link einschließlich der damit verbundenen Marken und der in Crediton (Devon) gelegenen Produktionsstätte zu veräußern. Angesichts der angebotenen Abhilfemaßnahmen kam die Kommission zu dem Ergebnis, dass der geplante Zusammenschluss in der geänderten Form den Wettbewerb im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) nicht erheblich behindern wird. Sie beschloss daher, die Übernahme vorbehaltlich der Einhaltung aller Verpflichtungszusagen freizugeben.

Das Vorhaben wurde am 9. August 2012 bei der Kommission zur Genehmigung angemeldet.

Hintergrund

Die Kommission prüfte die möglichen Auswirkungen der geplanten Übernahme auf eine Reihe von Milchproduktmärkten im Vereinigten Königreich, in denen sich die Tätigkeiten der beteiligten Unternehmen überschneiden. Hierbei handelte es sich um die Märkte für Rohmilch und frische Milchmischgetränke ohne ernährungsphysiologische Zusätze, für H‑Milch, abgepackte Butter, Blauschimmelkäse, Flüssigmolke und Permeatpulver.

Die Kommission untersuchte auch eine Reihe vertikaler Beziehungen, die sich aus den Tätigkeiten der beteiligten Unternehmen auf dem Rohmilchmarkt und den nachgelagerten Märkten für Frischmilch und frischen Rahm ergeben.

Sie kam zu dem Ergebnis, dass der geplante Zusammenschluss auf den geprüften Märkten – abgesehen vom Markt für H-Milch – keinen Anlass zu Wettbewerbsbedenken gibt, da die Marktanteile in den meisten Fällen nur geringfügig steigen bzw. das neuaufgestellte Unternehmen weiterhin eine Reihe von Wettbewerbern haben wird.

Unternehmen und Produkte

Die Molkereigenossenschaft Arla, deren Eigentümer dänische, schwedische und deutsche Milcherzeuger sind, ist in der Herstellung und im Vertrieb einer Vielzahl von Milchprodukten tätig. Zudem stellt der Molkereikonzern Zusatzstoffe auf Molkebasis für die Lebensmittelindustrie her, so zum Beispiel Molkenproteinkonzentrat, Laktose und Permeatpulver.

Die britische Milcherzeugergenossenschaft Milk Link produziert und vermarktet Käse, H‑Milch, haltbare Milchmischgetränke und abgepackte Butter. Ihre Produktpalette umfasst ferner Flüssigmolke und Molkepulver; Molkenproteinkonzentrat und Permeatpulver bietet die Erzeugergemeinschaft über ihr Joint Venture mit Volac (MV Ingredients) an.

Fusionskontrollvorschriften und -verfahren

Die Kommission hat die Aufgabe, Fusionen und Übernahmen von Unternehmen zu prüfen, deren Umsatz bestimmte Schwellenwerte übersteigt (vgl. Artikel 1 der Fusionskontrollverordnung), und Zusammenschlüsse zu untersagen, die den wirksamen Wettbewerb im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder in einem wesentlichen Teil desselben erheblich behindern würden.

Der weitaus größte Teil der angemeldeten Zusammenschlüsse ist wettbewerbsrechtlich unbedenklich und wird nach einer Standardprüfung genehmigt. Nach der Anmeldung muss die Kommission in der Regel innerhalb von 25 Arbeitstagen entscheiden, ob sie den Zusammenschluss im Vorprüfverfahren genehmigt (Phase I) oder ein eingehendes Prüfverfahren einleitet (Phase II).

Weitere Informationen unter:

http://ec.europa.eu/competition/elojade/isef/case_details.cfm?proc_code=2_M_6611

Kontakt:

Antoine Colombani (+32 229-74513)

Marisa Gonzalez Iglesias (+32 229-51925)


Side Bar

Mon compte

Gérez vos recherches et notifications par email


Aidez-nous à améliorer ce site