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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Limassol/Brüssel, 27. September 2012

Mehrsprachigkeit in Europa: EU-Kommissarin Vassiliou verleiht Europäischen Sprachensiegelpreis

Fünf Projekte, die das Lehren und Lernen von Fremdsprachen auf herausragende Weise gefördert haben, wurden heute im Rahmen der ersten „European Language Label of the Labels Awards“ ausgezeichnet. Die Siegerprojekte (nähere Angaben weiter unten) stammen aus Belgien, Italien, Litauen, Norwegen und Rumänien. Die Auszeichnungen wurden den Vertretern der Projekte von Androulla Vassiliou, der EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, auf der Konferenz zur Mehrsprachigkeit in Europa in Limassol auf Zypern verliehen. Die Konferenz ist eine von beinahe 500 Veranstaltungen, die europaweit zum Europäischen Tag der Sprachen stattfinden.

Die 32 Länder, die am Programm der EU für lebenslanges Lernen teilnehmen (27 EU-Mitgliedstaaten, vier EWR/EFTA-Länder und die Türkei), waren aufgerufen, ihre besten nationalen Sprachenlernprojekte für die Auszeichnung vorzuschlagen. Eine Jury aus Fachleuten unter Vorsitz von Miguel Ángel Martínez, dem Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments, wählte anschließend die fünf besten Projekte aus, und zwar anhand ihrer europäischen Dimension und ihrer Erfolge bei der Verbesserung der Sprachkenntnisse der jeweiligen Zielgruppe.

EU-Kommissarin Vassiliou dazu: „Ich gratuliere ganz herzlich den Siegern und all den hervorragenden Projekten, die nominiert waren. Bei der Auswahl der Siegerprojekte musste die Jury schwierige Entscheidungen treffen, weil die Qualität der eingereichten Projekte insgesamt ausgesprochen hoch war. Das Europäische Sprachensiegel zeichnet viele wunderbare Initiativen aus, die Menschen jeden Alters die Möglichkeit bieten, sich der Herausforderung des Erlernens neuer Sprachen und des Eintauchens in fremde Kulturen zu stellen. In den letzten zehn Jahren haben sich mehr als 1500 Projekte unserer Initiative angeschlossen, was zeigt, wie sehr das Europäische Sprachensiegel zur Mehrsprachigkeit beiträgt.“

Siegerprojekte

EuroCatering Language Training (Belgien, Französische und Niederländischsprachige Gemeinschaft): Dieses auf Praktikanten, Studierende und Beschäftigte im Hotel- und Gaststättengewerbe ausgerichtete Projekt soll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern helfen, ihre mündlichen Sprachfähigkeiten in sieben europäischen Sprachen (Englisch, Französisch, Spanisch, Niederländisch, Norwegisch, Slowenisch und Galicisch) zu verbessern. Es verbindet sprachliche und berufliche Kompetenzen und wird aus dem EU-Programm Leonardo Da Vinci für berufliche Aus- und Weiterbildung gefördert. Noch in diesem Jahr soll das Projekt auf weitere europäische Sprachen ausgedehnt werden.

CMC_E Communicating in Multilingual Contexts meets the Enterprise (Italien): Dieses Projekt erstreckt sich auf sechs europäische Sprachen (Englisch, Spanisch, Italienisch, Polnisch, Portugiesisch und Slowakisch) und zielt darauf ab, sehr gute Sprachkenntnisse für den beruflichen Kontext zu entwickeln. Dank der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen europäischen Hochschulen und Unternehmen zeigen sich die Auswirkungen des Projekts in ganz Europa.

Learning by moving (Litauen): Der Fokus dieses Neun-Sprachen-Projekts (Litauisch, Deutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch, Polnisch, Rumänisch, Türkisch und Maltesisch) liegt auf dem Erlernen der Sprachen von Nachbarländern. Zielgruppe sind Studierende, Rentner, Touristen, Arbeitslose, Zuwanderer und Erwerbstätige.

My language – your language (Norwegen): Dieses Projekt richtet sich hauptsächlich an Kinder in Vorschulen, Grund- und Sekundarschulen. Ausgangspunkt ist die Überzeugung, dass die Kenntnis sowohl der eigenen als auch anderer Sprachen Menschen dazu befähigt, mehr zur Gesellschaft und zur Vielfalt beizutragen. Der Sprachenerwerb wird mit kulturellen Veranstaltungen, wie z. B. Ausstellungen, kombiniert.

EuroIntegrELP (Rumänien): Dieses Projekt, das 15 europäische Sprachen (Englisch, Baskische Sprache, Französisch, Deutsch, Estnisch, Griechisch, Spanisch, Slowakisch, Kroatisch, Italienisch, Lettisch, Niederländisch, Polnisch, Rumänisch, Russisch) umfasst, erstreckt sich auf die meisten Bildungsbereiche und hat eine große Zielgruppe, unter anderem Studierende, Lehrkräfte, Arbeitnehmer und Arbeitslose.

Hintergrund

Die Verleihung der „European Label of the Labels Awards“ findet zum 10. Jahrestag der Ratstagung von Barcelona statt, auf der die Staats- und Regierungschefs im Jahr 2002 forderten, dass bereits ab einem sehr jungen Alter zwei Fremdsprachen gelernt werden sollten und ein Indikator für Sprachkompetenz zur Messung der Fortschritte beim Sprachenlernen entwickelt werden sollte.

Mehrsprachigkeit ist der Kern der Initiative „Europäisches Sprachensiegel“, die mit einem Pilotprojekt 1998/99 begann und im Jahr 2001 zu einer europaweiten Initiative ausgebaut wurde.

Alle 31 nominierten Projekte erhielten eine Gedenkplakette und werden in einer Sonderbroschüre (European Language Label – Empowering People) vorgestellt, die zur Preisverleihung veröffentlicht wird. Das einzige Teilnahmeland, das kein Projekt nominierte, war Schweden.

Bewertungskriterien waren die europäische Dimension und die Wirksamkeit der Projekte. Das Kriterium der europäischen Dimension spiegelt sich in der sprachlichen Vielfalt der Siegerprojekte sowie darin wider, wie der Sprachenerwerb zu einem besseren Verständnis anderer Kulturen beiträgt. Die Wirksamkeit betrifft den Erfolg des Projekts, seinen innovativen Charakter, die Förderung der Fremdsprachenkenntnisse, den Umfang der Zielgruppe und den Anstieg der Teilnehmerzahlen.

Weitere Informationen

Europäisches Sprachensiegel: Europäisches Sprachensiegel (siehe auch Label-Datenbank) 

Europäischer Tag der Sprachen: IP/12/1005 und MEMO/12/703

Website von Androulla Vassiliou

Androulla Vassiliou auf Twitter @VassiliouEU

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229-59258); Twitter: @DennisAbbott

Dina Avraam (+32 229-59667)


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