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Forschernacht: kosmische und irdische Experimente in 350 Städten

European Commission - IP/12/1013   27/09/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 27. September 2012

Forschernacht: kosmische und irdische Experimente in 350 Städten

Um den Halleyschen Kometen zu sehen, kann man 75 Jahre warten... oder in ein paar Minuten selbst einen herstellen. Das geht wirklich: Man braucht nur die richtige Mischung aus frischem Trockeneis, Wasser, Matsch und ein paar anderen Zutaten, und schon hat man seinen eigenen Kometen. Spacig, oder? Mit Weltraumforschern in London einen Kometen bauen, mit Meteorologen in Bozen (Italien) eine Wolke entstehen lassen und mit Geologen den Vulkan San Antonio (Kanarische Inseln) erforschen – das sind nur drei der vielen Highlights der 7. Forschernacht, die morgen Abend (28. September) an vielen verschiedenen Orten in ganz Europa veranstaltet wird.

In den rund 350 teilnehmenden Städten – von Akureyri (Island) bis Nikosia (Zypern) – soll Spaß an Naturwissenschaften vermittelt und Interesse an naturwissenschaftlichen Berufen geweckt werden. Die Besucherinnen und Besucher können sich an Experimenten beteiligen, bei interaktiven Wissenschaftsshows mitmachen, Forschungslabors besuchen, die normalerweise nicht öffentlich zugänglich sind, und komplexe Geräte ausprobieren.

„Durch diese Veranstaltung kann jeder eine Nacht lang Forscher werden“, sagte Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend. „In der jährlichen Forschernacht kann man nicht nur etwas lernen und Spaß haben, sondern sie ist auch eine großartige Gelegenheit, bei Jungen und Mädchen Interesse an einer naturwissenschaftlichen Laufbahn zu wecken.“

„Die Schülerinnen und Schüler, die heute lernen, wie man Geheimtinte herstellt, lösen in ein paar Jahren vielleicht schon als Wissenschaftler die Probleme unserer Wirtschaft und Gesellschaft“, ergänzte die Kommissarin.

In der Forschernacht werden Naturwissenschaftler aller Fachrichtungen an öffentlichen Orten – Einkaufszentren, Plätze, Denkmäler, Parks und Museen – präsent sein, um Menschen aller Altersgruppen zu zeigen, wie sich ihre Arbeit auf den Alltag der Menschen auswirkt.

In insgesamt 32 EU-Mitgliedstaaten und Nachbarländern finden Hunderte von Veranstaltungen statt (siehe nachstehende Liste). Einige Höhepunkte werden im Anhang vorgestellt. Veranstaltungen in Ihrer Nähe finden Sie über die Forschernacht-Website.

Hintergrund

Was ist die Forschernacht?

Die Forschernacht findet jedes Jahr in ganz Europa am vierten Freitag im September statt. Diesmal gibt es Veranstaltungen in 24 EU-Mitgliedstaaten sowie in Bosnien und Herzegowina, den Färöern, der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien, Island, Israel, Montenegro, Serbien und der Türkei. Die EU-Mitgliedstaaten Österreich, Dänemark und Luxemburg nehmen in diesem Jahr nicht teil.

Die Veranstaltung ist stetig gewachsen: 2006 beteiligten sich 92 Städte, in diesem Jahr bereits 350. Im Jahr 2011 zählte man 800 000 Besucher, und in diesem Jahr wird mit einer weiteren Steigerung gerechnet.

Warum investiert die EU in die Veranstaltung?

Die Forschernacht ist Teil der Marie-Curie-Maßnahmen, mit denen die EU internationale berufliche Laufbahnen von Forschern in Europa finanziell unterstützt. In der Forschernacht wenden sich Wissenschaftler direkt an die breite Öffentlichkeit, um die wichtige Rolle der Forschung in der Gesellschaft zu veranschaulichen. Zudem ist es für das künftige Wachstum Europas von entscheidender Bedeutung, mehr Menschen für eine naturwissenschaftliche Laufbahn zu begeistern, denn unsere Wirtschaft ist immer stärker von innovativen Produkten, Dienstleistungen und Geschäftsmodellen abhängig.

Die EU übernimmt etwas mehr als die Hälfte der diesjährigen Gesamtkosten der Forschernacht: 4 Mio. EUR von insgesamt fast 7,5 Mio. EUR. Die Veranstaltungen und Organisatoren wurden im Rahmen eines Wettbewerbs auf Grundlage einer Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen ausgewählt.

Insgesamt stehen für die Marie-Curie-Maßnahmen 4,7 Mrd. EUR aus dem EU-Haushalt zur Verfügung. Diese Mittel werden fast vollständig von der Exekutivagentur für die Forschung der Kommission verwaltet, und zwar zusammen mit dem 7. Rahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklung (RP7), dem wichtigsten EU-Programm zur Finanzierung der Forschung mit einem Gesamtvolumen von 50 Mrd. EUR.

Die Marie-Curie-Maßnahmen sind auch im Vorschlag für das neue Programm Horizont 2020 für Forschung und Innovation vorgesehen, für dessen Laufzeit von 2014 bis 2020 ein Budget von 80 Mrd. EUR veranschlagt wurde und das Teil der Initiativen zur Schaffung von Wachstum und Beschäftigung in Europa ist.

Weitere Informationen

Europäische Kommission: Allgemeine und berufliche Bildung

Website von Androulla Vassiliou

Androulla Vassiliou auf Twitter: @VassiliouEU

Forschernacht 2012

Marie-Curie-Maßnahmen und RP7

Innovationsunion und Strategie Europa 2020

Exekutivagentur für die Forschung

Höhepunkte

London (Vereinigtes Königreich)

Im Natural History Museum findet ein Workshop zum Bau von Kometen statt. Die Formel für die Entstehung von Kometen in unserem Sonnensystem wird mit Stoffen umgesetzt, die auf der Erde zu finden sind, z. B. Wasser und Schlamm. Außerdem können sich die Besucher unter Anleitung von Anthropologen mit Kohle als Höhlenmaler betätigen. Auf dem Whitechapel-Campus der University of London (Queen Mary) wird eine riesige Skulptur aus Tausenden von Milchzähnen errichtet, die von Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung gestellt wurden.

Bozen (Italien)

In der Europäischen Akademie Bozen können Freunde des Nervenkitzels Überlebenstraining unter Extrembedingungen betreiben: in einer Kältekammer und einer Schneesturm-Simulation. Nach dem Versuch erhalten sie Feedback zur Reaktion ihres Körpers. Im Institut für Meteorologie können Wetterinteressierte mit Wasser, Luft und Druck Wolken herstellen.

Fuencaliente (Kanarische Inseln, Spanien)

Gemeinsam mit Wissenschaftlern und professionellen Führern können Abenteurer die einmalige Flora, die Felsformationen und die farbigen Lavastrukturen des Vulkans San Antonio entdecken. Örtliche Produzenten und Geologen demonstrieren außerdem, wie der Vulkan die Qualität der regionalen Weine verbessert.

Krakau (Polen)

An 17 Orten finden Wissenschaftsshows statt. Unter anderem wird gezeigt, wie Animationstechnologien, die normalerweise für Videospiele verwendet werden, bei der Diagnose und Behandlung von Krankheiten helfen können. Das Institut für Kernphysik zeigt Teilchenbeschleuniger, die beispielsweise zur Behandlung von Augenkrebs oder zur Ermittlung der Zusammensetzung unbekannter Stoffe eingesetzt werden, was auch neue Erkenntnisse für die Restauration von Kunstwerken, in der Medizin und in der Geologie liefert.

Angers, Besançon, Toulouse (Frankreich)

Auf Grundlage von Forschung und Innovation können Zeitreise-Fans in mehreren französischen Städten Gesellschaften der Zukunft erschaffen. Gemeinsam mit Wissenschaftlern entwickeln die Besucher Szenarios für „Angers 2025“, „Besançon 2084“ und Toulouse in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts. Dabei stützen sie sich auf Prognosen für die Entwicklung von Bildung, Verkehr, Umwelt und Energie sowie anderer für die Gesellschaft relevanter Aspekte.

Nikosia (Zypern)

Beim Spiel „Dr. Turing, können Maschinen eigentlich denken?“ müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die menschliche Stimme von Computergeräuschen unterscheiden. Grundlage ist der „Turing-Test", der 1950 entwickelt wurde, um zu prüfen, inwieweit sich ein Computer intelligent verhalten und wie ein Mensch reagieren kann.

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229-59258); Twitter: @DennisAbbott

Dina Avraam (+32 229-59667)


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