Navigation path

Left navigation

Additional tools

Koordinierter EU-Einsatz hilft Griechenland und Albanien bei der Bekämpfung der Waldbrände

European Commission - IP/11/990   26/08/2011

Other available languages: EN FR BG

Europäische Kommission – Pressemitteilung

Koordinierter EU-Einsatz hilft Griechenland und Albanien bei der Bekämpfung der Waldbrände

Brüssel, 26. August 2011 – Griechenland hat das EU-Katastrophenschutzverfahren aktiviert und um Soforthilfe für die Bekämpfung der Waldbrände in Alexandroupolis (im Nordosten des Landes) gebeten. Zuvor hatte bereits Albanien ein Hilfegesuch gestellt. Innerhalb weniger Stunden konnte das Beobachtungs- und Informationszentrum (MIC) einen koordinierten EU-Einsatz starten, in dem Spanien, Frankreich und Italien Löschflugzeuge bereitstellen.

„Griechenland und Albanien können auf die Unterstützung der EU zählen, und ich möchte den Mitgliedstaaten persönlich dafür danken, dass sie auf dieses Hilfegesuch so rasch reagiert haben“, erklärte Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion.

„Spanien, Frankreich und Italien haben damit ein ganz konkretes Beispiel für die europäische Solidarität gegeben. Das Beobachtungs- und Informationszentrum unterstützt nun in den entscheidenden Stunden und Tagen die Koordinierung der EU-Hilfe.“

In Griechenland wüteten in den letzten Tagen großflächige Waldbrände. Am 25. August um 12:50 Uhr ging bei dem Beobachtungs- und Informationszentrum (MIC) der Europäischen Kommission und der an dem Verfahren teilnehmenden Länder ein Hilfegesuch Griechenlands ein, das drei Module für die Feuerbekämpfung aus der Luft beantragte (d. h. insgesamt sechs Löschflugzeuge vom Typ Canadair CL-415).

Das MIC organisierte umgehend eine Telefonkonferenz mit allen Mitgliedstaaten, die über solche Flugzeuge verfügen. Es wurde vereinbart, dass Spanien und Frankreich – über ein aus dem EU-Haushalt finanziertes Projekt – zwei Module für die Feuerbekämpfung aus der Luft bereitstellen. Zudem wird ein weiteres Flugzeug in Frankreich im Standby bleiben, das bei Bedarf in Italien eingesetzt werden kann, wo ebenfalls ein erhöhtes Waldbrandrisiko besteht. Dadurch kann Italien ein Löschflugzeug vom Typ CL415 nach Albanien und anschließend nach Griechenland schicken. Alle Löschflugzeuge haben heute ihre Basis verlassen. Das MIC entsendet ferner einen MIC-Verbindungsbeamten nach Griechenland, um vor Ort für eine reibungslose Koordinierung zwischen Griechenland, den Modulen der Mitgliedstaaten und dem MIC zu sorgen.

Hintergrund

Das Europäische Katastrophenschutzverfahren ermöglicht die Zusammenarbeit in der Katastrophenbewältigung zwischen 31 Ländern in Europa (EU-27 sowie Kroatien, Island, Liechtenstein und Norwegen). Die teilnehmenden Länder bündeln die verfügbaren Ressourcen für Einsätze in von Katastrophen heimgesuchten Ländern auf der ganzen Welt. Bei Aktivierung des Verfahrens werden die Hilfseinsätze innerhalb und außerhalb der Europäischen Union koordiniert. Die Europäische Kommission verwaltet das Verfahren über das Beobachtungs- und Informationszentrum.

Seit 2001 wurde das Katastrophenschutzverfahren bei mehr als 100 Katastrophen weltweit aktiviert, darunter der Hurrikan Katrina in den USA (2005), die Erdbeben in China (2008) und Italien (2009), das Erdbeben in Haiti (2010) und das Erdbeben und der Tsunami in Japan (2011). In den letzten beiden Jahren wurde das Katastrophenschutzverfahren bei Waldbränden innerhalb Europas und darüber hinaus 20 Mal aktiviert.

Weitere Informationen:

Website von EU-Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/hot_topics/european_disaster_response_capacity_en.htm

Die Europäische Kommission und der Katastrophenschutz:

http://ec.europa.eu/echo/civil_protection/civil/index.htm

Kontakt:

David Sharrock (+32 229-68909)

Irina Novakova (+32 229-57517)


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website