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Kommissarin Georgieva verspricht Unterstützung für die afrikanischen Regierungen, um den Kreislauf von Dürre und Hunger am Horn von Afrika zu durchbrechen

European Commission - IP/11/985   25/08/2011

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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Kommissarin Georgieva verspricht Unterstützung für die afrikanischen Regierungen, um den Kreislauf von Dürre und Hunger am Horn von Afrika zu durchbrechen

Brüssel, 25. August 2011 – Rasches Handeln, Großzügigkeit und wirksame Zusammenarbeit sind die wesentlichen Voraussetzungen für die Eindämmung der Hunger–, Flüchtlings– und Dürrekatastrophe am Horn von Afrika. Doch auch die afrikanischen Länder müssen – mit Unterstützung der internationalen Gemeinschaft – langfristige Maßnahmen ergreifen, damit die Dürre nicht weitere Hungersnöte hervorruft.

So lautete die Botschaft der EU–Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, Kristalina Georgieva, auf der heutigen internationalen Geberkonferenz in Addis Abeba, die von der Afrikanischen Union (AU) zur Bekämpfung von Dürre und Hunger am Horn von Afrika einberufen wurde. Kommissarin Georgieva vertrat die Europäische Union, die der größte Geber von humanitärer Hilfe für diese Notsituation ist.

„Ich zolle der Afrikanischen Union meine Anerkennung dafür, dass sie dieser Krise entgegentritt. Dürren lassen sich nicht vermeiden, Hunger hingegen schon – darum ist es unerlässlich, dass die Sofortmaßnahmen mit langfristiger Unterstützung für eine nachhaltige Existenzsicherung verknüpft werden“, so die Kommissarin.

Auf der AU–Konferenz trafen afrikanische Regierungen und internationale Geber mit dem Ziel zusammen, „einem afrikanischen Problem mit einer afrikanischen Antwort zu begegnen“. Kommissarin Georgieva war eine der Hauptrednerinnen auf der Konferenz und führte darüber hinaus bilaterale Gespräche mit dem Vorsitzenden der AU, Jean Ping, dem äthiopischen Ministerpräsidenten Meles Zenawi und dem somalischen Ministerpräsidenten Mohamed Abdulahi Mohamed .

HINTERGRUND:

Die Europäische Union hat fast 600 Mio. EUR bereitgestellt, um notleidenden Menschen in Äthiopien, Kenia, Dschibuti und Somalia zu helfen. Der Klimawandel, die jahrzehntelangen Bürgerkriege und die Unterentwicklung in der Region haben die Vereinten Nationen veranlasst, eine Hungersnot auszurufen. Dies ist das erste Mal seit 1984, als fast eine Million Äthiopier verhungerte. Es wird erwartet, dass die Hungersnot in den kommenden Wochen auf weitere Teile Somalias übergreift, wodurch sich die Krise noch verschärfen wird.

Angesichts der voraussichtlich späten und unterdurchschnittlichen Ernten, der zunehmenden Knappheit von Weideland und Wasser sowie der heraufschnellenden Preise für Grundnahrungsmittel wie Mais (dessen Preis um 240 % gestiegen ist), Trinkwasser und Brennstoffe wird vor dem nächsten Jahr nicht mit einer Erholung gerechnet.

In den meisten Dürregebieten beläuft sich die Unterernährungsquote auf über 30 % und damit auf mehr als Doppelte des international anerkannten Schwellenwerts für eine akute Notlage.

Aus Somalia, wo die vom Bürgerkrieg begleitete Dürre höchst fatale Folgen zeitigt, sind dieses Jahr über 135 000 Menschen geflohen. Jede Woche drängen Tausende in die Flüchtlingslager in Nordkenia und Südäthiopien. Dadaab in Kenia ist derzeit das weltgrößte Lager seiner Art mit einer wachsenden Bevölkerung von mehr als 400 000 Menschen.

Als Reaktion auf die Notlage am Horn von Afrika hat die Kommission humanitäre Hilfe in Höhe von 97,47 Mio. EUR für die Region bereitgestellt und plant noch für dieses Jahr eine Aufstockung auf 158 Mio. EUR, um die Dürreopfer weiter zu unterstützen. Finanziert werden mit den EU–Geldern dringend benötigte Nahrungsmittel, vor allem für schwer unterernährte Kinder, medizinische Versorgungsleistungen, sauberes Trinkwasser, sanitäre Einrichtungen und Hilfsgüter.

Die internationale Nothilfe muss rasch erhöht werden, um den steigenden humanitären Bedarf zu decken und eine weitere Verschlechterung der Lage zu verhindern.

Weitere Informationen:

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/hot_topics/horn_africa_en.htm

Humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Kontakt:

David Sharrock (+32 229-68909)

Irina Novakova (+32 229-57517)


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