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Welttag der humanitären Hilfe: Menschen ehren, die Menschen helfen

European Commission - IP/11/970   18/08/2011

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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Welttag der humanitären Hilfe: Menschen ehren, die Menschen helfen

Brüssel. 18. August 2011 – Der 19. August ist der Welttag der humanitären Hilfe. Wie jedes Jahr seit 2008 wird die Europäische Kommission an diesem Tag jene Menschen ehren, die ihr Leben der Aufgabe widmen, das Leben anderer Menschen zu retten und deren Not zu lindern.

„Humanitäre Helfer machen nicht viel Aufhebens um ihre Arbeit, die jedoch alles andere als Geringschätzung verdient: Das Wirken eines jeden von ihnen kann für hunderte von Menschen entscheidend sein und den Ausschlag geben zwischen Leben oder Tod, zwischen Hunger und Entbehrungen oder Hoffnung und Durchkommen“, erklärte Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion.

Die EU ist mit ihren Mitgliedstaaten der größte Geber humanitärer Hilfe in der Welt – seit Beginn dieses Jahres hat sie weltweit über 37 % aller Mittel für humanitäre Hilfe bereitgestellt. Die Kommission setzt sich aktiv dafür ein, dass die führende Rolle Europas im humanitären Sektor konkrete Ergebnisse hervorbringt. Für die Generaldirektion für Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz (ECHO) der Europäischen Kommission sind weltweit mehr als 400 Mitarbeiter in 47 Außenstellen tätig – wo immer humanitäre Hilfe gebraucht wird.

Die Kommission arbeitet mit über 200 Hilfsorganisationen zusammen. Zu ihren Partnerorganisationen zählen 14 Sonderorganisationen der Vereinten Nationen, 191 Nichtregierungsorganisationen und drei internationale Organisationen (Internationales Komitee vom Roten Kreuz/Roten Halbmond, Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften und Internationale Organisation für Migration).

Im Jahr 2010 hat die Kommission die Arbeit der effizientesten humanitären Hilfsorganisationen mit insgesamt 1,115 Milliarden EUR unterstützt. Dadurch konnte 151 Millionen Bedürftigen in 80 Ländern geholfen werden.

Der Welttag der humanitären Hilfe wird dieses Jahr in der ganzen Welt zum vierten Mal begangen, um der humanitären Helfer zu gedenken, die bei ihren Einsätzen ihr Leben verloren haben, und um weltweit für die humanitäre Hilfe zu sensibilisieren. Die Vereinten Nationen haben die diesjährige Kampagne unter das Motto „Menschen helfen Menschen“ gestellt. Der Welttag der humanitären Hilfe wurde 2008 von der Vollversammlung der Vereinten Nationen in Erinnerung an die 22 humanitären Helfer, die am 19. August 2003 bei einem Anschlag auf das UN-Büro in Bagdad, Irak, ums Leben gekommen sind, ins Leben gerufen. Zu den Opfern zählte auch der Sonderbeauftragte des Generalsekretärs der Vereinten Nationen Sergio Vieira de Mello.

„Der Welttag der humanitären Hilfe ist ein Tag des Gedenkens und der Trauer – und der Entschlossenheit, trotz der Gefahren weiterhin denjenigen zu helfen, die diese Hilfe am meisten brauchen“, sagte Kommissarin Georgieva.

Humanitäre Helfer zahlen einen hohen Preis für ihr Engagement. Entführungen, Erschießungen und Todesdrohungen sind bei ihren Einsätzen in Afghanistan, Somalia, Darfur, Sri Lanka und vielen anderen Orten an der Tagesordnung. Den Vereinten Nationen zufolge ist es in den letzten zehn Jahren für humanitäre Helfer immer gefährlicher geworden, Menschen in Not Hilfe zu leisten. Die Zahl der Angriffe auf humanitäre Helfer hat sich verdreifacht, und jedes Jahr sterben rund 100 von ihnen bei ihren Einsätzen. 2010 waren humanitäre Helfer in 129 Fällen akuten Bedrohungen ausgesetzt. 69 Helfer wurden getötet, 86 wurden verletzt und 87 entführt.

Die EU setzt sich dafür ein, die humanitären Helfer weiterhin bei ihrem Kampf gegen das Elend zu unterstützen und macht sich weiterhin für die Achtung der Grundsätze der humanitären Hilfe stark.

HUMANITÄRE HILFE IN EUROPA

Europa blickt auf eine langjährige und stolze Tradition der humanitären Hilfe zurück, viele der größten und effizientesten Hilfsorganisationen der Welt wurden hier gegründet.

Seit langen Jahren engagieren sich die EU-Mitgliedstaaten aktiv und stellen großzügig Mittel bereit, um die Opfer zahlreicher humanitärer Notfälle zu unterstützen.

Auch die Europäische Union stellt seit über 40 Jahren humanitäre Hilfe bereit. 1992 richtete sie den Dienst der Europäischen Gemeinschaft für Humanitäre Hilfe (ECHO) ein, um raschere und wirksamere Interventionen zu ermöglichen. Im Februar 2010, als die derzeitige Europäische Kommission ihr Amt antrat, wurde ECHO in eine eigenständige Generaldirektion für Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz umgewandelt. Dies stand in logischer Folge des Vertrags von Lissabon, in dem die humanitäre Hilfe und der Katastrophenschutz eine wichtigere, gemeinsam wahrzunehmende Rolle zugewiesen wird. Kristalina Georgieva wurde zur ersten EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion ernannt.

Die Kommission hat bislang weltweit in mehr als 100 Ländern Hilfe geleistet. Im Laufe der Jahre haben vor allem die folgenden Länder humanitäre Hilfe der EU erhalten: Kroatien und Bosnien und Herzegowina (während der Auflösung Jugoslawiens), Sudan, Demokratische Republik Kongo, Afghanistan, das besetzte Palästinensische Gebiet, Pakistan, Russland und Burundi.

Zu den wichtigsten Krisen, in denen die Solidarität der EU von besonderer Bedeutung gewesen ist, zählen der Tsunami in Südasien im Jahr 2004, das Erbeben in Haiti 2010 und die Überschwemmungen in Pakistan im selben Jahr. Ein wichtiger Aspekt der humanitären Arbeit der Kommission ist die Beachtung, die sie den „vergessenen Krisen“ schenkt, d. h. humanitäre Notlagen, über die in den Medien kaum berichtet wird, und in denen die Kommission vielfach der einzige Geber humanitärer Hilfe ist.

Heute ist die Europäische Union der größte Geber humanitärer Hilfe. Die Europäische Kommission und elf Mitgliedstaaten – Schweden, das Vereinigte Königreich, Deutschland, die Niederlande, Finnland, Dänemark, Spanien, Frankreich, Irland, Belgien und Italien – zählen zu den zwanzig wichtigsten institutionellen Gebern in der Welt.

Weitere Informationen unter:

Website von EU-Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Kontakt:

David Sharrock (+32 2 296 89 09)

Irina Novakova (+32 2 295 75 17)


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