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Jordanien: Kommission kündigt neue Unterstützung für Bildung und erneuerbare Energie an

European Commission - IP/11/967   17/08/2011

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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Jordanien: Kommission kündigt neue Unterstützung für Bildung und erneuerbare Energie an

Brüssel, 17. August 2011 – Mit einem heute angekündigten und 71 Mio. EUR umfassenden Hilfepaket für Jordanien werden die Bereiche Bildung und erneuerbare Energie sowie die Durchführung des Aktionsplans für das Land im Rahmen der Europäischen Nachbarschaftspolitik wesentlich unterstützt.

Der EU-Kommissar für Erweiterung und Europäische Nachbarschaftspolitik, Štefan Füle, sagte: „Diese neue Unterstützung der Kommission ist auf zwei Schwerpunktbereiche ausgerichtet, die meiner Meinung nach von grundlegender Bedeutung für das Wachstum des Landes sind: Bildung und Energie. Eine Senkung des Energieverbrauchs um 20 % ist ein beeindruckendes Ziel und ich freue mich, dass die EU alles tut, damit das Land dieses auch verwirklicht.“

Im Bildungsbereich werden die Mittel zur Ausbildung von Lehrkräften und zum Bau neuer Sonderschuleinrichtungen verwendet und, um Kindern aus den ärmsten Gebieten Jordaniens den Zugang zu Vorschuleinrichtungen zu ermöglichen.

Mit der Einführung eines neuen Informationssystems für das Bildungsmanagement werden mit Hilfe dieser Mittel außerdem die Überwachungs- und Bewertungsverfahren des Bildungsministeriums verbessert.

Im Bereich der erneuerbaren Energie wird das Land bei der Umsetzung seiner Energiestrategie 2007‑2020 unterstützt, mit der bis zum Jahr 2020 Energieeinsparungen von 20 % erreicht werden sollen. Des Weiteren wird die Durchführung des Jahresaktionsplans im Rahmen der Europäischen Nachbarschaft unterstützt, der u. a. Twinning-Programme vorsieht. Dabei werden Sachverständige aus den Mitgliedstaaten zum Austausch von Wissen und Kenntnissen in die jordanischen Ministerien entsandt.

Entsprechend der Prioritäten der beiden jüngsten gemeinsamen Mitteilungen der Europäischen Kommission und der Hohen Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik („Eine Partnerschaft mit dem südlichen Mittelmeerraum für Demokratie und gemeinsamen Wohlstand“1 und „Eine neue Antwort auf eine Nachbarschaft im Wandel“2) ist das heute verkündete Hilfepaket Teil des Nationalen Richtprogramms 2011-2013 für Jordanien, mit dem eine Unterstützung in Höhe von 223 Mio. EUR bereitgestellt wird.

Das Hilfepaket umfasst drei Schwerpunktbereiche: erneuerbare Energie, Bildung und Unterstützung der Umsetzung des Aktionsplans.

Folgende Programme werden durchgeführt:

  • Programm für erneuerbare Energie und Energieeffizienz (35 Mio.EUR)

Das sektorbezogene Budgethilfeprogramm ist auf die Entwicklung und Durchführung wirksamer politischer Maßnahmen im Bereich der erneuerbaren Energie ausgerichtet. Damit wird die notwendige Unterstützung zur Umsetzung der Energiestrategie 2007-2020 geleistet, mit der die für 2020 gesetzten ehrgeizigen Ziele (10 % der produzierten Energie aus erneuerbaren Energieträgern und Senkung des Energieverbrauchs um 20 %) verwirklicht werden sollen.

  • EU-Unterstützung der zweiten Phase der Bildungsreform (23 Mio. EUR)

Mit dem sektorbezogenen Budgethilfeprogramm wird die zweite Phase der Bildungsreform gefördert. Das Programm ist insbesondere auf die Verbesserung weniger entwickelter, für die Reform des Sektors jedoch wesentlicher Bereiche ausgerichtet. Dazu zählen die Fortbildung von Lehrkräften, bessere Überwachungs- und Bewertungskapazitäten des Bildungsministeriums, insbesondere durch die Einführung eines verlässlichen Informationssystems für das Bildungsmanagement, und ein besserer Zugang zu und eine bessere Qualität der Bildung im Vorschul- sowie Sonderschulbereich.

  • Unterstützungsprogramm für die Umsetzung des Aktionsplans III (13 Mio. EUR)

Im Rahmen dieses Projekts erhalten verschiedene jordanische Einrichtungen technische Hilfe und kommen in den Genuss von Twinning-Maßnahmen, d. h. zwischen Einrichtungen eines EU-Mitgliedstaats und des Empfängerlands wird eine enge Partnerschaft zur Entwicklung moderner und effizienter Verwaltungen geschlossen (dies beinhaltet auch die langfristige Entsendung von Sachverständigen).

Mit einer derartigen Unterstützung wird den jordanischen Einrichtungen bei der Erfüllung ihrer Verpflichtungen geholfen, die sie im Rahmen des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Jordanien und des ENP‑Aktionsplans eingegangen sind, und die bisher seitens der EU mit verschiedenen Programmen erfolgte Förderung der jordanischen Reformen ergänzt.

Aufgrund des Bedarfs der jordanischen Verwaltung und der Anforderungen des Aktionsplans, die nunmehr durch die Gewährung des „fortgeschrittenen Status“ noch erhöht wurden, gewinnen diese Maßnahmen zunehmend an Bedeutung.

Die Unterstützung wird teilweise mit für das Jahr 2012 vorgesehenen Mitteln ermöglicht. Ein zweites Hilfepaket ist in Vorbereitung, das hoffentlich im Herbst zur Verfügung gestellt wird.

Weitere Informationen:

Die Beziehungen zwischen der EU und Jordanien:

http://ec.europa.eu/europeaid/where/neighbourhood/country-cooperation/jordan/jordan_en.htm

Die Europäische Nachbarschaftspolitik (ENP):

http://ec.europa.eu/world/enp/index_en.htm

Kontakt:

Michael Mann (+32 229-99780)

Anca Paduraru (+32 229-66430)

1 :

KOM(2011) 200vom 8. März 2011.

2 :

KOM(2011) 303 vom 25. Mai 2011.


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