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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Die größten FuE-Investoren unter den europäischen Unternehmen wollen ihre Innovationsanstrengungen um jährlich 5 % erhöhen

Brüssel, 10. August 2011 – Die wichtigsten in Forschung und Entwicklung investierenden Unternehmen mit Sitz in der EU gehen davon aus, dass ihre weltweiten Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE) von 2011 bis 2013 jährlich um 5 % steigen werden. Damit werden die Investitionen gegenüber den Erwartungen des vergangenen Jahres mehr als verdoppelt, was einen wesentlichen Anstieg im Vergleich zur Kürzung der FuE-Investitionen um 2,6 % darstellt, die diese Unternehmen 2009 vornahmen. Die Erhebung ergab ferner, das es sich bei durchschnittlich 27 % der jährlichen Verkäufe dieser Unternehmen um innovative, in den vergangenen drei Jahren eingeführte Produkte handelt. Auch dies zeigt, dass Innovation der Schlüssel zu kommerziellem Erfolg und zur Schaffung von Arbeitsplätzen ist.

Diese Zahlen wurde heute von der Europäischen Kommission in ihrer sechsten EU-Erhebung über FuE-Investitionstrends in der Wirtschaft (EU Survey on R&D Investment Business Trends) zu geplanten FuE-Investitionen veröffentlicht, die sich an jene 1000 europäischen Unternehmen richtete, die am stärksten in FuE investieren. 205 Unternehmen beantworteten die Fragen, was einer aussagekräftigen Stichprobe entspricht.

Máire Geoghegan-Quinn, EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft, erklärte dazu: „Diese Erhebung liefert positive Neuigkeiten aus der Wirtschaft und gibt mittelfristig Anlass zu vorsichtigem Optimismus, da die FuE-Ausgaben der Unternehmen zu den wichtigsten Triebkräften für ein nachhaltiges Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen zählen. Damit wir unsere Europa-2020-Ziele einschließlich der Steigerung der FuE-Investitionen in der EU auf 3 % des BIP erreichen, müssen diese für 2011-13 prognostizierten Investitionen auch tatsächlich erfolgen. Außerdem müssen wir die Wachstumsrate der privaten FuE-Investitionen sowohl der in dieser Erhebung berücksichtigten Großunternehmen als auch der KMU in den Folgejahren steigern. Schließlich müssen wir eine Innovationsunion in Europa schaffen, damit FuE-Investitionen hier attraktiver sind als anderswo.“

Die Unternehmen, die an der Erhebung teilnahmen, gehen davon aus, dass ihre FuE-Investitionen innerhalb der EU in den kommenden drei Jahren um 3 % steigen werden. Diese Quote ist zwar geringer als die erwartete Zunahme der FuE-Investitionen in anderen Regionen der Welt, aber die Unternehmen gehen dennoch davon aus, das sie 75 % ihrer Investitionen in der EU tätigen werden. Den größten prozentualen Zuwachs bei FuE-Investitionen erwarten sie in China (25 %), Japan (17 %), europäischen Drittländern (8 %), Indien (8 %) sowie den USA und Kanada (5 %).

An diesem Trend – der sich schon in drei der vier früheren Erhebungen zeigte – lässt sich ablesen, das Unternehmen mit Sitz in der EU vom Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern profitieren und gleichzeitig stark in der EU verankert bleiben wollen. Dies wird durch die Zahlen zu den nominalen FuE-Investitionen bekräftigt, die in den kommenden drei Jahren auf 2,2 Mrd. EUR in der EU und auf 2,7 Mrd. EUR außerhalb der EU steigen sollen.

Faktoren, die sich besonders positiv auf die Innovation auswirken, sind die Verfügbarkeit qualifizierten Personals und staatliche Unterstützung in Form von Zuschüssen und steuerlichen Anreizen. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Stellen, beispielsweise Hochschuleinrichtungen, wurde als wichtig erachtet.

Negative Faktoren für alle Sektoren waren die Kosten der Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums und der mit dem Erlangen des Schutzes dieser Rechte verbundene Zeitaufwand. Dies zeigt deutlich, wie wichtig die Förderung einer innovationsfreundlichen Regelung der Rechte des geistigen Eigentums ist – das vorgeschlagene einheitliche EU-Patent wird diesbezüglich einen großen Fortschritt darstellen.

Im Oktober 2011 wird die Europäische Kommission ihren nächsten EU-Anzeiger für FuE-Investitionen der Industrie veröffentlichen, der eine Rangfolge der 1000 größten EU-Unternehmen und 1000 Unternehmen außerhalb der EU enthält, die auf ihren tatsächlichen FuE-Investitionen im Jahr 2010 beruht.

Hintergrund:

EU-Erhebung über FuE-Investitionstrends in der Wirtschaft (EU Survey on R&D Investment Business Trends)

Die EU-Erhebung über FuE-Investitionstrends in der Wirtschaft wurde vom Wissenschaftlichen Dienst der Europäischen Kommission, der Gemeinsamen Forschungsstelle (JRC) und der Generaldirektion Forschung und Innovation durchgeführt.

Die Ergebnisse der Erhebung basieren auf den Antworten von 205 überwiegend großen Unternehmen (von 1000 Unternehmen mit Sitz in der EU, die im EU-Anzeiger für FuE-Investitionen der Industrie erfasst sind).

Diese 205 Unternehmen stehen zusammengenommen für FuE-Investitionen in Höhe von fast 40 Mrd. EUR, was rund 30 % der gesamten FuE-Investitionen der 1000 im EU-Anzeiger erfassten Unternehmen und damit einem erheblichen Anteil an den FuE-Investitionen von europäischen Unternehmen entspricht.

Der vollständige Bericht ist verfügbar unter: http://iri.jrc.es/reports.htm

Weitere Information zum EU-Anzeiger für FuE-Investitionen der Industrie siehe IP/10/1379.

Ansprechpartner:

Mark English (+32 2 296 24 10)

Monika Wcislo (+32 2 298 65 95)


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