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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Standard-Eurobarometer-Umfrage vom Frühjahr 2011: Vertrauen der Europäer in die Wirtschaft wächst

Brüssel, 4. August 2011 – Die Europäer beurteilen die Wirtschaftsaussichten wieder optimistischer. Wie aus der halbjährlichen Eurobarometer-Umfrage der Europäischen Union vom Frühjahr 2011 hervorgeht, sind mehr Menschen der Auffassung, dass das Schlimmste der Krise hinter uns liegt. Nach Meinung von 43% der Europäer haben die Auswirkungen der Krise auf den Arbeitsmarkt bereits ihren Höhepunkt erreicht (siehe Anhang). Das sind ein Prozentpunkt mehr als bei der letzten Umfrage im Herbst 2010 (MEMO/11/16) und 15 Prozentpunkte mehr als im Frühjahr 2009. Auch sprechen sich die Europäer in zunehmendem Maße für Maßnahmen der EU und verstärkte europäische Zusammenarbeit aus, um die Krise zu bewältigen und künftige Probleme zu vermeiden. Nahezu 8 von 10 Europäern glauben, dass eine bessere Abstimmung der Wirtschaftspolitik zwischen den EU-Mitgliedsstaaten dazu beitragen würde, die wirtschaftlichen Herausforderungen zu meistern.

Die jüngste Eurobarometer-Umfrage bestätigt, dass die Europäische Union allmählich aus der Krise herauskommt. Die Menschen glauben, dass die EU wirksame Maßnahmen zur Bewältigung der Krise ergreift, und wir befinden uns auf dem Pfad der Erholung“, erklärte Viviane Reding, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission. „Nach Meinung der Mehrheit der Befragten bewegt sich die EU nunmehr in die richtige Richtung. Von den EU-Organen und den nationalen Regierungen wird erwartet, dass sie sich weiterhin gemeinsam für nachhaltiges Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen einsetzen. Wenn wir alle verantwortungsvoll handeln, hat Europa gute Chancen, gestärkt aus der Krise herauszukommen.“

Wenngleich der allgemeine Trend in der EU positiv ist, besteht immer noch eine gewisse Skepsis in den Ländern, die weiterhin mit Rezession und steigender Arbeitslosigkeit zu kämpfen haben. So gibt es Unterschiede zwischen eher „optimistischen“ und eher „pessimistischen“ Ländern. Während eine Mehrheit in einigen Mitgliedstaaten, insbesondere Dänemark (68 %), Estland (64 %) und Österreich (62 %) der Auffassung ist, die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf den Arbeitsmarkt hätten bereits ihren Höhepunkt erreicht, wird in Krisenländern wie Portugal (80 %) und Griechenland (78 %) die gegenteilige Meinung vertreten.

Die Vorstellung, dass man „gemeinsam stärker ist“, findet bei dem Europäern breite Zustimmung (siehe Anhang): 79 % (+2 Prozentpunkte gegenüber Herbst 2010) befürworten eine stärkere wirtschaftspolitische Koordinierung zwischen allen EU-Mitgliedsstaaten, 78 % (+3) sind für „eine strengere Kontrolle durch die EU, wenn öffentliche Mittel zur Rettung von Banken und Finanzinstituten eingesetzt werden,“ 78% (+3) halten „eine bessere Abstimmung der Wirtschafts- und Finanzpolitik der Länder des Euro-Raums“ für wünschenswert, 77 % (+2) sprechen sich für eine „strengere EU-Kontrolle der Aktivitäten großer Finanzgruppen“ aus und 73 % (+2) würden „eine wichtigere Rolle der EU bei der Regulierung von Finanzdienstleistungen“ begrüßen.

Auch betrachten die Bürger die EU weiterhin als besonders handlungsstarken Akteur – noch vor den nationalen Regierungen – bei der Bewältigung der Folgen der Wirtschaftskrise (siehe Anhang). Die EU bleibt an erster Stelle (22 %, -1), eng gefolgt von den nationalen Regierungen (20%, unverändert). Die G20 (14 %, -2) hat den dritten Platz an den Internationalen Währungsfonds (15 %, unverändert) verloren. Seit der Eurobarometer-Umfrage im Frühjahr 2010 liegen die Vereinigten Staaten (7 %, +1) zum dritten Mal in Folge hinter internationalen Organisationen zurück.

Öffentliche Unterstützung für die Strategie Europa 2020

Mit Blick auf die Strategie Europa 2020, die verschiedene Initiativen zur Förderung von Wachstum und Beschäftigung beinhaltet (siehe IP/10/225), stuften die Europäer alle sieben Initiativen als „wichtig“ ein (siehe Anhang). Die größte Zustimmung fanden: „Unterstützung armer und sozial ausgegrenzter Menschen, um sie in die Lage zu versetzen, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen“ (79 %, +3), „Modernisierung der Arbeitsmärkte, um das Beschäftigungsniveau anzuheben“ (79 %, +3) und „Förderung einer Wirtschaft, die weniger Rohstoffe verbraucht und weniger Treibhausgase verursacht“ (76 %, +3). Auch halten die meisten Europäer die Ziele der Strategie Europa 2020 – Förderung von Innovation und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit – für realistisch und erreichbar.

Schließlich blicken die Europäer mehrheitlich optimistisch in die Zukunft und sind der Meinung, dass die Strategie Europa 2020 die EU auf den richtigen Weg bringt: 46 % (unverändert). Die Auffassung, „die EU habe den richtigen Weg eingeschlagen, um aus der Krise herauszukommen und den neuen globalen Herausforderungen zu begegnen“, teilen in 21 der 27 Mitgliedstaaten mindestens 46 % der Befragten.

Hintergrund

Die Eurobarometer-Umfrage vom Frühjahr 2011 wurde durch persönliche Befragungen in der Zeit zwischen 6. und 26. Mai 2011 durchgeführt. Befragt wurden insgesamt 31 769 Personen in den 27 EU-Mitgliedstaaten sowie den Beitritts- und Kandidatenländern.

Weitere Informationen

Die Eurobarometer-Umfrage vom Frühjahr 2011 (erste Ergebnisse) ist unter folgender Adresse abrufbar:

http://ec.europa.eu/public_opinion/archives/eb/eb75/eb75_en.htm

Näheres zu den länderspezifischen Empfehlungen der Europäischen Kommission für 2011 siehe IP/11/685.

ANHANG

1. Positive Einstellung zu den Folgen der Krise gewinnt an Boden

2. Unterschiedliche Einschätzung der Krisenfolgen in den Mitgliedstaaten

3. Die EU ergreift wirksame Maßnahmen zur Bewältigung der Krise

4. Die Vorstellung, dass “man gemeinsam stärker ist”, findet bei den Europäern weiterhin breite Zustimmung

5. Die EU ist am besten platziert, um wirksam gegen die Auswirkungen der Krise vorzugehen

6. Unterstützung für Initiativen im Rahmen der Strategie Europa 2020

Ansprechpartner:

Matthew Newman (+32 2 296 24 06)

Mina Andreeva (+32 2 299 13 82)


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