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Humanitäre Hilfe: neue Mittel für die Opfer der Hungersnot und Dürre am Horn von Afrika

Commission Européenne - IP/11/932   27/07/2011

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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Humanitäre Hilfe: neue Mittel für die Opfer der Hungersnot und Dürre am Horn von Afrika

Brüssel, 27. Juli 2011 – Die EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, Kristalina Georgieva, ist von einem Besuch Kenias und Somalias zurückgekehrt, in dessen Rahmen sie weitere Mittel für die Unterstützung von Hunger- und Dürreopfern zugesagt hat.

Die Kommission stockt den in diesem Jahr bereits für die Region bereitgestellten Betrag von 70 Mio. EUR durch eine Direktzuweisung von 27,8 Mio. EUR auf, da sich die humanitäre Lage am Horn von Afrika dramatisch verschlechtert hat.

Kristalina Georgieva hat das Flüchtlingslager Dadaab besucht und dort Familien getroffen, die aufgrund der seit Jahrzehnten herrschenden Konflikte und der schlimmsten Dürre seit sechzig Jahren aus Somalia geflohen sind. Am Sonntag reiste sie weiter nach Doolow (Somalia), um mit Binnenvertriebenen zu sprechen und Projekte der humanitären Hilfe zu besichtigen. Anschließend traf die EU‑Kommissarin Vertreter der kenianischen Behörden in Nairobi und besuchte EU‑finanzierte Projekte zur Dürrebekämpfung und zur Verringerung des Katastrophenrisikos.

Dürre und Massenvertreibungen am Horn von Afrika sowie hohe Nahrungsmittelpreise und immer knapper werdende Ressourcen haben die weltweit größte humanitäre Krise ausgelöst, die derzeit rund 11 Mio. Hilfebedürftige trifft.

„Die Krise am Horn von Afrika hat ein bislang ungekanntes Ausmaß angenommen und erfordert daher Hilfe in einem noch nie erreichten Umfang“, erklärte die EU‑Kommissarin. „Aus diesem Grund habe ich Schritte eingeleitet, um zusätzlich zu den neuen Mitteln in Höhe von 27,8 Mio. EUR weitere 60 Mio. EUR für die Linderung der Not so vieler Menschen zu mobilisieren. Damit wird sich das Gesamtvolumen unserer Hilfeleistungen auf fast 158 Mio. EUR erhöhen."

Weiter sagte sie: „Die Europäer leisten einen enormen Beitrag zur Bewältigung der Krise, doch die Lage verschärft sich weiter, besonders in Somalia. Allein in Dadaab leben über 400 000 Menschen in Flüchtlingslagern, die für 90 000 Personen ausgelegt sind. Täglich fliehen über 3000 Somalier nach Äthiopien und Kenia, um dort Nahrung und Sicherheit zu suchen.“

„Daher müssen wir alle noch mehr tun. Wir müssen nicht nur diesen Familien helfen, die ohne eigenes Verschulden zu Flüchtlingen wurden, sondern auch den Menschen, die in Somalia unter der Krise leiden.“

Mit dem neuen Hilfepaket werden Nahrungsmittel für die am stärksten gefährdeten Haushalte bereitgestellt. Zudem wird Unterstützung für den Schutz der Tiergesundheit und den Erhalt des Viehbestands in Kenia, Äthiopien, Somalia und Dschibuti geleistet.

Hintergrund

Am Horn von Afrika herrscht eine verheerende Dürre, die in Verbindung mit den kriegerischen Auseinandersetzungen, hohen Nahrungsmittelpreisen und schwindenden Ressourcen die schlimmste humanitäre Krise der Welt ausgelöst hat, unter der derzeit 11 Mio. Menschen leiden.

Die Not am Horn von Afrika hat zwei Gesichter: Dürre und Vertreibung. Derzeit sind in der Region 800 000 Flüchtlinge, von denen die Hälfte in Lagern bei Dadaab lebt, und 1,5 Mio. Binnenvertriebene auf Hilfe angewiesen.

Vor der Ankündigung der neuen Mittel hatte die Kommission in diesem Jahr bereits fast 70 Mio. EUR für die Region zugewiesen. Mit den von Kristalina Georgieva zugesagten Mitteln belaufen sich die Zuweisungen der Europäischen Kommission für humanitäre Hilfe am Horn von Afrika auf insgesamt 157,47 Mio. EUR. Die gesamte (aus Mitteln der Kommission und der Mitgliedstaaten finanzierte) EU‑Hilfe liegt derzeit bei über 207 Mio. EUR; eine Reihe von Mitgliedstaaten hat bereits weitere Mittel angekündigt.

Weitere Informationen:

MEMO/11/536

Website von EU-Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Kontakt:

David Sharrock (+32 229-68909)

Irina Novakova (+32 229-57517)


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