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Europäische Kommission – Pressemitteilung

EU-Kommissarin Georgieva kündigt weitere Mittel für Opfer von Hunger und Dürre an

Brüssel, 23. Juli 2011 - Die EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe, Kristalina Georgieva, wird heute am ersten Tag ihres Keniabesuchs weitere Mittel für die Unterstützung von Hunger- und Dürreopfern ankündigen.

Die Kommission stockt den in diesem Jahr bereits für die Region bereitgestellten Betrag von 70 Mio. EUR durch eine Direktzuweisung von 27,8 Mio. EUR auf, da sich die humanitäre Lage am Horn von Afrika dramatisch verschlechtert hat.

Kristalina Georgieva wird das Flüchtlingslager Dadaab besuchen und dort Familien treffen, die Somalia verlassen mussten, weil die jahrzehntelangen Konflikte und die schlimmste Dürre seit sechzig Jahren nun zu einer Hungersnot geführt haben.

Die Dürre und die Massenvertreibungen am Horn von Afrika sowie die hohen Nahrungsmittelpreise und immer knapper werdenden Ressourcen haben die weltweit größte humanitäre Krise ausgelöst, die derzeit rund 11 Mio. Hilfebedürftige trifft.

„Die Krise am Horn von Afrika hat ein bislang ungekanntes Ausmaß angenommen und erfordert daher Hilfe in einem noch nie erreichten Umfang“, erklärte die EU‑Kommissarin im Vorfeld des Besuchs. „Aus diesem Grund habe ich zusätzlich zu der heute angekündigten Bereitstellung weiterer Mittel von 27,8 Mio. EUR Schritte eingeleitet, um zusätzliche 60 Mio. EUR für die Linderung der Not so vieler Menschen zu mobilisieren. Damit wird sich das Gesamtvolumen unserer Hilfeleistungen auf fast 158 Mio. EUR erhöhen." Sie fuhr fort: „Die Europäer leisten einen großzügigen Beitrag zur Bewältigung der Krise, doch die Lage verschärft sich immer mehr, besonders in Somalia. In Dadaab leben über 400 000 Menschen in Flüchtlingslagern, die für 90 000 Personen ausgelegt sind. Täglich fliehen über 3000 Somalier über die Grenze, um Nahrung und Sicherheit in Äthiopien und Kenia zu suchen.“

„Daher müssen wir alle noch mehr tun, um nicht nur diesen Familien zu helfen, die ohne eigenes Verschulden zu Flüchtlingen wurden, sondern auch den Menschen, die immer noch in Somalia unter der Krise leiden.“

Mit dem neuen Hilfepaket werden Nahrungsmittel für die am stärksten gefährdeten Haushalte bereitgestellt. Zudem wird Unterstützung für den Schutz der Tiergesundheit und des Viehbestands in Kenia, Äthiopien, Somalia und Dschibuti geleistet.

EU-Kommissarin Gregorieva wird Vertreter der kenianischen Behörden treffen und aus EU-Mitteln finanzierte Projekte zur Dürrebekämpfung und zur Verringerung des Katastrophenrisikos besuchen.

Hintergrund

Am Horn von Afrika herrscht eine verheerende Dürre, die zusammen mit den Konflikten und der Gewalt in diesen Ländern, hohen Nahrungsmittelpreisen und schwindenden Ressourcen die schlimmste humanitäre Krise der Welt ausgelöst hat, unter der derzeit 11 Mio. Menschen leiden.

Die Not am Horn von Afrika hat zwei Gesichter: die Dürreopfer und die Vertriebenen. Derzeit leben dort 800 000 Flüchtlinge, die Hälfte davon in Dadaab, und 1,5 Mio. Binnenvertriebene.

Vor der heutigen Ankündigung hatte die Kommission in diesem Jahr bereits fast 70 Mio. EUR für die Region zugewiesen. Mit den von Kristalina Georgieva angekündigten Zuweisungen wird die humanitäre Hilfe der EU am Horn von Afrika einen Umfang von 157,47 Mio. EUR erreichen.

Weitere Informationen:

MEMO/11/536

Website von EU-Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Kontakt :

David Sharrock (+32 229-68909)

Irina Novakova (+32 229-57517)


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