Chemin de navigation

Left navigation

Additional tools

Europäische Kommission – Pressemitteilung

7 Mrd. EUR für Forschung und Innovation sollen Arbeitsplätze und Wachstum schaffen

Brüssel, 19. Juli 2011 – Die für Forschung zuständige EU-Kommissarin Máire Geoghegan-Quinn hat die Bereitstellung von 7 Mrd. EUR an Forschungsmitteln zur Ankurbelung von Innovation durch Forschung angekündigt. Das größte Förderpaket der Europäischen Kommission, das es im Rahmen des Siebten EU-Forschungsrahmenprogramms (RP7) jemals gegeben hat, soll kurzfristig ca. 174 000 Arbeitsplätze und in den nächsten 15 Jahren annähernd 450 000 Arbeitsplätze und ein BIP-Wachstum von fast 80 Mrd. EUR schaffen1. Die EU-Forschungsförderung, die an oberster Stelle der politischen Agenda steht, wurde nunmehr in den Mittelpunkt der Innovationsunion (IP/10/1288, MEMO/10/473) gerückt, d. h. einer kohärenten Innovationsstrategie, die Europa benötigt, um mit großen dynamischen Ländern wie den USA und China konkurrieren zu können.

Finanzhilfen sollen die Forschung fördern, um die größten gesellschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen, vor denen Europa und die Welt stehen. Hochschulen, Forschungsorganisationen und Industrie gehören zu den mehr als 16 000 Empfängern der Fördermittel. Besonderes Augenmerk liegt auf den KMU, für die u. a. ein Förderpakt von fast 1 Mrd. EUR vorgesehen ist. Ferner wird es einen neuen EU-Preis für Innovationsleistungen von Frauen geben, deren Arbeit durch das RP7 oder frühere Programme gefördert wurde. Der Großteil der „Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen“ (Aufforderungen zur Beantragung von Geldern) wird am 20. Juli veröffentlicht werden.

„Europa zeigt heute erneut, dass Forschung und Innovation an oberster Stelle der politischen Agenda für Wachstum und Arbeitsplätze stehen. Der EU-weite Wettbewerb um diese Gelder wird die besten Forscher und Innovatoren Europas zusammenführen, um die größten Probleme unserer Zeit wie Energie, Lebensmittelsicherheit, Klimawandel und Bevölkerungsalterung anzugehen. Die Kommission schlägt eine erhebliche Steigerung der Fördermittel für Forschung und Innovation des Programms „Horizont 2020“ für die Zeit nach 2013 um 46 % vor, und ich möchte den Steuerzahlern bereits mit den von uns heute angekündigten Aufforderungen zeigen, dass wir entschlossen sind, für jeden Euro die bestmögliche Leistung zu bekommen,“ erklärte EU-Kommissarin Geoghegan-Quinn.

Näheres folgt

Nähere Angaben zu den Finanzhilfen

Der Hauptschwerpunkt der Aufforderungen liegt auf der Verzahnung von Forschung und Innovation, um gesellschaftliche Herausforderungen anzugehen und nachhaltig Arbeitsplätze und Wachstum zu schaffen, indem Europa eine Führungsposition auf den entscheidenden Technologiemärkten der Zukunft einnimmt.

Erreicht werden soll dies dadurch, dass stärker als je zuvor Aktivitäten gefördert werden, die dazu beitragen, die Lücke zwischen Forschung und Markt zu schließen, etwa durch den Nachweis, dass neue Technologien über ein kommerzielles Potenzial verfügen oder in einem ausreichend großen Maßstab verwendet werden können, um industriell rentabel zu sein. Dieser marktgekoppelte Ansatz steht auch im Mittelpunkt der Europäischen Innovationspartnerschaften (EIP), die im Rahmen des Aktionsplans „Innovationsunion“ gegründet werden. Jede EIP, einschließlich der Pilotpartnerschaft zum Thema „Aktives und gesundes Altern“, wird durch Projekte des RP7 gefördert werden.

Insgesamt werden 220 Mio. EUR der 656 Mio. EUR, die für die Gesundheitsforschung zur Verfügung stehen, und 240 Mio. EUR der 1,3 Mrd. EUR an Fördermitteln für die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) für Forschungsarbeiten vergeben, die auf die Bewältigung der Herausforderungen im Zusammenhang mit einer alternden Bevölkerung abzielen.

Die restliche IKT-Förderung ist für zentrale Entwicklungen bei den Infrastrukturen für Netze und Dienste, bei Nano-/Mikrosystemen, bei der Fotonik und Robotik, bei digitalen Inhalten und Sprachtechnologien sowie für Anwendungen wie IKT in den Bereichen Gesundheit und Energieeffizienz bestimmt.

Der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) wird annähernd 1,6 Mrd. EUR für die besten erfahrenen Forscher und Nachwuchswissenschaftler, die in Europa arbeiten, bereitstellen. Um die Lücke zwischen den Ergebnissen der Pionierforschung und der Vermarktung zu schließen, wurde eine „Konzept­nachweis“-Initiative in kleinem Maßstab ins Leben gerufen. Eine weitere Initiative ist die neue Finanzhilfe „ERC Synergy Grant“ zur Förderung einiger kleiner Gruppen von Forschern, die gemeinsam an demselben Projekt arbeiten.

Annähernd 900 Mio. EUR an Fördermitteln für die Mobilität und Laufbahn von Forschern sollen ca. 10 000 hochqualifizierten Forschern durch Marie-Curie-maßnahmen zur Verfügung gestellt werden. Dazu gehören 20 Mio. EUR für ein Pilotprojekt zur Finanzierung „Europäischer Industriedoktorate“, um Unternehmertum und Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Forschungs­einrichtungen und Unternehmen zu fördern.

Die für die Umweltforschung vorgesehenen 265 Mio. EUR sollen dazu beitragen, große Herausforderungen, z. B. Klimawandel, Verlust der biologischen Vielfalt oder effiziente Nutzung von Ressourcen, zu bewältigen.

Als Reaktion auf die steigende Nachfrage nach sichereren, gesünderen Lebens­mitteln und nachhaltigen biologischen Ressourcen wird die Europäische Kommission mehr als 307 Mio. EUR in den Aufbau einer starken Bio-Wirtschaft investieren, die die Produktionsmethoden verbessern und neue Branchen sowie Arbeitsplätze schaffen soll.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die anerkanntermaßen eine entscheidende Rolle bei Innovationen spielen, erhalten spezielle Anreize für die Beteiligung. Zusätzlich zu neuen, vereinfachten Regeln umfasst das Investitionspaket im Wert von fast 1 Mrd. EUR für KMU Pilotsysteme sowohl im Bereich Gesundheit als auch im Rahmen der für KMU bestimmten „Fazilität für Finanzierungen auf Risikoteilungsbasis“ der Europäischen Investitionsbank.

Für Nanotechnologien sind 488 Mio. EUR vorgesehen, wobei der Schwerpunkt auf Gebieten wie Fabriken der Zukunft, umweltfreundliche Kraftfahrzeuge und energieeffiziente Gebäude liegt.

Für Forschung und Innovation für mehr Umweltfreundlichkeit, Sicherheit und Effizienz in den Bereichen Verkehr und Mobilität sollen 313 Mio. EUR bereitgestellt werden.

Schließlich hat die Kommission der Initiative „Intelligente Städte“ 40 Mio. EUR zugewiesen, um effizientere Möglichkeiten der Energienutzung und der Erbringung von Nahverkehrsleistungen zu finden.

Hintergrund

Das RP7 ist mit einem Budget von mehr als 53 Mrd. EUR für den Zeitraum 2007‑2013 das weltweit größte Forschungsförderprogramm. Mit der Verabschiedung der Strategie Europa 2020 und der Billigung der Innovationsunion im Februar dieses Jahres haben die Mitgliedstaaten Forschung und Innovation ganz oben auf die europäische politische Agenda gesetzt und damit zu Kernstücken von Plänen für Investitionen in nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung gemacht.

Siehe auch MEMO/11/520 und MEMO/11/521

Innovationsunion: http://ec.europa.eu/innovation-union

Europa 2020: http://ec.europa.eu/europe2020/index_de.htm

Digitale Agenda: http://ec.europa.eu/digital-agenda

Kontaktpersonen:

Mark English (+32 2 296 24 10)

Monika Wcislo (+32 2 298 65 95)

1 :

Ausgehend von dem Modell NEMESIS, das von Prof. Paul Zagamé (Ecole Centrale Paris Erasme) als Teil des europäischen Forschungsprojekts DEMETER entwickelt wurde.


Side Bar

Mon compte

Gérez vos recherches et notifications par email


Aidez-nous à améliorer ce site