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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Kommission begrüßt Initiative der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation zur Begrenzung der CO2–Emissionen

Brüssel, 15. Juli 2011 – Die Europäische Kommission beglückwünscht die Internationale Seeschifffahrts-Organisation und ihre Mitgliedstaaten zur Annahme des Energy Efficiency Design Index. Mit diesem wichtigen Schritt werden erstmals technische Vorschriften zur Begrenzung der CO2-Emissionen im internationalen Seeverkehr festgelegt. Dies ist die erste weltweit verbindliche Maßnahme zur Verbesserung der Energieeffizienz neuer Schiffe und zur Begrenzung der CO2-Emissionen im internationalen Seeverkehr.

Der gerade verabschiedete Energy Efficiency Design Index (EEDI) legt technische Standards zur Verbesserung der Energieeffizienz bestimmter Kategorien neuer Schiffe fest, die dazu führen werden, dass die CO2-Emissionen sinken, und zwar bis 2030 um etwa 25-30 % gegenüber der Alternative „Business as Usual“. Der EEDI, der ab 2015 verbindlich vorgeschrieben ist, sieht Mindestanforderungen in Bezug auf die Energieeffizienz für verschiedene Schiffstypen und –größen vor. Der EEDI wird für den größten Teil der Welthandelsflotte gelten und wohl 70 % der Emissionen neuer Schiffe erfassen.

„Ich bin sehr erfreut über die Verabschiedung des EEDI auf der heutigen Tagung des Ausschusses für den Schutz der Meeresumwelt der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO). Dies ist ein äußerst wichtiges Signal dafür, dass die gesamte Seeverkehrsbranche ihre Rolle im globalen Kampf gegen Treibhausgasemissionen ernst nimmt. Ich möchte den EU-Mitgliedstaaten für ihre Bemühungen danken, die diesen Schritt möglich gemacht haben, und unseren internationalen Partnern dafür, dass sie mit uns zusammen nach globalen Lösungen für globale Probleme gesucht haben. Ich freue mich darauf, auf diesen Erfolg in Zukunft aufbauen zu können“, sagte der für Verkehr zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission, Siim Kallas.

Die für Klimapolitik zuständige EU-Kommissarin Connie Hedegaard kommentierte: „Dies ist ein sehr positiver und wichtiger erster Schritt für eine wirklich globale, verbindliche Maßnahme zur Begrenzung der CO2-Emissionen. Ich bin sehr zufrieden darüber, dass dieser Index für neue Schiffe und einen so großen Teil der Welthandelsflotte gilt. Außerdem hoffe ich, dass diese Dynamik sich auf die laufende Debatte über eine weitere Reduzierung der Emissionen des internationalen Seeverkehrs überträgt. Europa engagiert sich auf allen Ebenen und internationalen Foren weiterhin rückhaltlos für eine Lösung dieses Problems.

Die CO2-Emissionen eines Schiffs hängen unmittelbar von seinem Kraftstoffverbrauch ab – im Durchschnitt werden pro Tonne verbranntem Kraftstoff 3,1 Tonnen CO2 freigesetzt. Der EEDI sieht in der ersten Phase (2015-2019) eine Effizienzsteigerung von 10 % vor, danach werden die Vorgaben alle fünf Jahre verschärft, um dem technologischen Fortschritt und den Reduzierungsmaßnahmen Rechnung zu tragen. Die Reduzierungssätze, die die IMO mit ihrem heutigen Beschluss festgesetzt hat, gelten bis zum Zeitraum 2025 bis 2030; dann ist für die meisten Schiffstypen eine Reduzierung des Energieverbrauchs um 30 % vorgeschrieben, die ausgehend von der durchschnittlichen Effizienz für Schiffe berechnet wird, die zwischen 1999 und 2009 gebaut wurden.

In der Zwischenzeit müssen im Rahmen der IMO die Fortschritte hinsichtlich der Vereinbarung marktgestützter Maßnahmen weiter vorangetrieben werden. Die EU und ihre Mitgliedstaaten erwarten von der IMO, dass die erforderlichen weitergehenden Maßnahmen zur Begrenzung der CO2-Emissionen bald vorliegen.

Im Seeverkehr, der derzeit für etwa 3 % der globalen Emissionen verantwortlich ist, werden rund 85 % der Handelsgüter weltweit befördert. Die EU erkennt an, dass der Seeverkehr ein effizienter Verkehrsträger ist, doch setzt dieser Wirtschaftssektor aufgrund seiner Dimension große Mengen Treibhausgase frei, und diese Emissionen werden sich bis 2050 voraussichtlich mehr als verdoppeln, wenn dem nicht entgegengewirkt wird. In ihrem unlängst vorgelegten Verkehrsweißbuch schlug die Kommission vor, die Emissionen des Schiffsverkehrs in der EU gegenüber dem Stand von 2005 bis 2050 um mindestens 40 % zu senken.

Weitere Informationen über die Anstrengungen der EU zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen im Seeverkehr finden Sie hier:

http://ec.europa.eu/clima/policies/transport/shipping/index_en.htm

Ansprechpartner:

Helen Kearns (+32 2 298 76 38)

Dale Kidd (+32 2 295 74 61)

Isaac Valero Ladron (+32 2 296 49 71)

Kata Dozsa (+32 2 297 26 86)


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